• 08.06.2016
      23:25 Uhr
      Im Jugendamt Dokumentarfilm von Wolfram Seeger | WDR Fernsehen
       

      Alltag im Jugendamt: Paare, die die Trennung auf dem Rücken der Kinder austragen, Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen und Mütter, die mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind. Wenn die Lebenssituation in einer Familie der Entwicklung des Kindes schadet, ist das Jugendamt verpflichtet, Hilfe anzubieten und einzugreifen. Über zwei Jahre hat der Filmemacher Wolfram Seeger die tägliche Arbeit im Jugendamt Bergisch Gladbach mit der Kamera begleitet. Nicht nur das Einzelschicksal von Familien, auch das von Sozialarbeiterin Jolanta Mirski (57) ist Thema der Langzeitbeobachtung.

      Mittwoch, 08.06.16
      23:25 - 01:00 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

      Alltag im Jugendamt: Paare, die die Trennung auf dem Rücken der Kinder austragen, Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen und Mütter, die mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind. Wenn die Lebenssituation in einer Familie der Entwicklung des Kindes schadet, ist das Jugendamt verpflichtet, Hilfe anzubieten und einzugreifen. Über zwei Jahre hat der Filmemacher Wolfram Seeger die tägliche Arbeit im Jugendamt Bergisch Gladbach mit der Kamera begleitet. Nicht nur das Einzelschicksal von Familien, auch das von Sozialarbeiterin Jolanta Mirski (57) ist Thema der Langzeitbeobachtung.

       

      Alltag im Jugendamt: Paare, die die Trennung auf dem Rücken der Kinder austragen, Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen und Mütter, die mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind. Wenn die Lebenssituation in einer Familie der Entwicklung des Kindes schadet, ist das Jugendamt verpflichtet, Hilfe anzubieten und einzugreifen. Über zwei Jahre hat der Filmemacher Wolfram Seeger die tägliche Arbeit im Jugendamt Bergisch Gladbach mit der Kamera begleitet.

      Die Sozialarbeiterin Jolanta Mirski, 57 Jahre, ist seit 17 Jahren im Jugendamt Bergisch Gladbach tätig. Zusammen mit rund zwanzig Kolleginnen und Kollegen ist sie zuständig, wenn das Wohl der Kinder gefährdet zu sein scheint. Jolanta Mirski gibt sich keinen Illusionen über die Begrenztheit ihrer Hilfsmaßnahmen hin: "Man kann die Leute unterstützen, man kann Impulse geben, aber dass sie sich verändern, das müssen sie schon selbst machen." Einen umfassenden Schutz der Kinder wird sie nie leisten können. Über allem schwebt die ständige Angst, etwas falsch zu machen, etwas übersehen zu haben; die Sorge, dass einem Kind in ihrer Zuständigkeit etwas angetan werden könnte.

      Die Mitarbeiter des Jugendamts kämpfen gegen ein schlechtes Image an. Ihnen wird vorgeworfen, entweder zu früh und zu viel einzugreifen oder zu spät und zu wenig. Es ist ein äußerst schmaler Grat zwischen Kindesrecht und Elternhoheit, an dem sie tätig sind. Rund 100 Fälle bearbeitet ein Mitarbeiter im Schnitt pro Jahr. In den Akten findet man Reiche und Arme, Junge und Alte, Einheimische und Migranten. Manchmal möchten junge Leute eine eigene Familie und Kinder, an denen sie wiedergutmachen können, was bei ihnen schlecht lief. Aber sie wiederholen oft nur das, was ihnen selbst geschah und landen so zweimal beim Jugendamt: Erst als Kind, das es zu schützen gilt, und später als Elternteil, vor dem zu schützen ist.

      Nicht nur das Einzelschicksal von Familien, auch das von Jolanta Mirski ist Thema der Langzeitbeobachtung von Wolfram Seeger. Am Ende der Dreharbeiten - 18 Jahre ist Jolanta Mirski nun beim Jugendamt - entscheidet sie sich für eine berufliche Veränderung.

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