• 02.10.2014
      22:15 Uhr
      Geschlossene Gesellschaft - Der Missbrauch in der Odenwaldschule Dokumentarfilm von Regina Schilling und Luzia Schmid | WDR Fernsehen
       

      An der renommierten Odenwaldschule hatte der charismatische und bis in die höchsten Kreise der deutschen Gesellschaft vernetzte Schulleiter Gerold Becker Kinder missbraucht. Viele verstörende Details sind im Laufe des Jahres 2010 über den Missbrauch an der Odenwaldschule bekannt geworden. Der vorläufige "Abschlussbericht" der beiden Anwältinnen, die die Ereignisse im Auftrag der Schule aufarbeiteten, verzeichnet mindestens 132 Fälle seit 1969. Der Film zeigt das große Leid, das den Opfern der sexualisierten Gewalt widerfahren ist. Betroffene und Zeugen erzählen ihre Geschichte.

      Donnerstag, 02.10.14
      22:15 - 23:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      An der renommierten Odenwaldschule hatte der charismatische und bis in die höchsten Kreise der deutschen Gesellschaft vernetzte Schulleiter Gerold Becker Kinder missbraucht. Viele verstörende Details sind im Laufe des Jahres 2010 über den Missbrauch an der Odenwaldschule bekannt geworden. Der vorläufige "Abschlussbericht" der beiden Anwältinnen, die die Ereignisse im Auftrag der Schule aufarbeiteten, verzeichnet mindestens 132 Fälle seit 1969. Der Film zeigt das große Leid, das den Opfern der sexualisierten Gewalt widerfahren ist. Betroffene und Zeugen erzählen ihre Geschichte.

       

      An der renommierten Odenwaldschule hatte der charismatische und bis in die höchsten Kreise der deutschen Gesellschaft vernetzte Schulleiter Gerold Becker Kinder missbraucht. Viele verstörende Details sind im Laufe des Jahres 2010 über den Missbrauch an der Odenwaldschule bekannt geworden. Der vorläufige "Abschlussbericht" der beiden Anwältinnen, die die Ereignisse im Auftrag der Schule aufarbeiteten, verzeichnet mindestens 132 Fälle seit 1969; allein der langjährige Schulleiter Gerold Becker missbrauchte 86 Jungen, mindestens sechs andere Lehrer zählen außerdem zu den Tätern. Die Dunkelziffer liegt vermutlich sehr viel höher.

      Die Frage, weshalb gerade an der Heppenheimer Vorzeigeschule Lehrer über Jahrzehnte hinweg Schüler missbrauchen konnten, weshalb so viele davon wussten und sich trotzdem nichts änderte, kann auch der Bericht nicht beantworten. Aber er fordert die Lehrer und Verantwortlichen von damals auf, sich den drängenden Fragen, warum sie nichts sahen und nicht handelten, zu stellen. Was war so schützenswert an der Odenwaldschule? Warum war es für viele Lehrer so schmerzhaft, der Wahrheit ins Auge zu blicken?

      Regina Schillings und Luzia Schmids Film zeigt das große Leid, das den Opfern der sexualisierten Gewalt widerfahren ist. Betroffene wie Jürgen Dehmers, der es durch hartnäckige Aufklärungsarbeit schaffte, dass Hunderte von Opfern nach Jahrzehnten ihr Schweigen brachen, erzählen ihre Geschichte. Altschüler, die als Jugendliche Zeugen des Missbrauchs wurden, berichten, warum sie 30 Jahre lang geschwiegen haben.

      Der Film ist ein Dokument menschlichen Versagens - und des kolossalen Scheiterns der Erzieher am eigenen Ideal.

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      Donnerstag, 02.10.14
      22:15 - 23:45 Uhr (90 Min.)
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