• 15.06.2021
      23:45 Uhr
      Vor der Morgenröte Spielfilm Deutschland / Österreich 2016 | WDR Fernsehen Mediathek
       

      "Vor der Morgenröte" erzählt aus dem Leben des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig im Exil. Auf dem Höhepunkt seines weltweiten Ruhms wird er von den Nazis in die Emigration getrieben und verzweifelt angesichts des Wissens um den Untergang Europas, den er schon früh voraussieht. Der Film ist darüber hinaus eine beklemmend aktuell wirkende Geschichte vom Verlieren der alten und dem Suchen nach einer neuen Heimat.

      Dienstag, 15.06.21
      23:45 - 01:25 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      Stereo

      "Vor der Morgenröte" erzählt aus dem Leben des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig im Exil. Auf dem Höhepunkt seines weltweiten Ruhms wird er von den Nazis in die Emigration getrieben und verzweifelt angesichts des Wissens um den Untergang Europas, den er schon früh voraussieht. Der Film ist darüber hinaus eine beklemmend aktuell wirkende Geschichte vom Verlieren der alten und dem Suchen nach einer neuen Heimat.

       

      Stab und Besetzung

      Stefan Zweig Josef Hader
      Friderike Zweig Barbara Sukowa
      Lotte Zweig Aenne Schwarz
      Ernst Feder Matthias Brandt
      Emil Ludwig Charly Hübner
      Joseph Brainin André Szymanski
      Samuel Malamud Lenn Kudrjawizki
      Louis Piérard Vincent Nemeth
      Drehbuch Maria Schrader
      Jan Schomburg
      Kamera Wolfgang Thaler

      Rio de Janeiro, Buenos Aires, New York, Petrópolis sind vier Stationen im Exil von Stefan Zweig, die ihn trotz sicherer Zuflucht, gastfreundlicher Aufnahme und überwältigender tropischer Natur keinen Frieden finden lassen und ihm die Heimat nicht ersetzen können. Ein bildgewaltiger historischer Film über einen großen Künstler und dabei ein Film über die Zeit, in der das intellektuelle Europa auf der Flucht war.

      In dem Filmdrama sind die Figuren auf der Flucht vor dem Völkermord tragische Figuren. Denn sie sind ihrem von Glück gezeichneten Davongekommensein geradezu ausgeliefert. Der Film spielt inmitten idyllischer Sommerlandschaften und Zweig strahlt ostentativ Courage und Lebensfreude aus. Doch dieses innere Aufbäumen gegen die Resignation täuscht eben nicht über die tiefe Melancholie des Schriftstellers hinweg, der sich mit Fragen nach Gerechtigkeit konfrontiert sieht.
      Denn es ist das Privilegium einer Handvoll Intellektueller, aber doch eines verschwindend kleinen Teils der Gesellschaft. Zweig beantwortet die Frage nach Gerechtigkeit auf seine Weise. Zusammen mit seiner zweiten, sehr viel jüngeren Frau Lotte nimmt er im Februar 1942 eine Überdosis Schlaftabletten.

      "Vor der Morgenröte" ist brillant besetzt: Josef Hader ("Der Knochenmann", "Das ewige Leben") glänzt in der Hauptrolle des berühmten österreichischen Schriftstellers und Pazifisten Stefan Zweig. An Haders Seite überzeugen Barbara Sukowa ("Hannah Arendt") als seine erste Frau Friderike, Aenne Schwarz ("Zeiten ändern Dich") als seine vertraute Sekretärin und zweite Frau Lotte sowie Matthias Brandt ("Das Zeugenhaus", "Ein großer Aufbruch", "Männertreu") in der Rolle des Berliner Verlegers Ernst Feder und Charly Hübner ("Junges Licht", "Bornholmer Straße", "Eltern") vor der Kamera von Wolfgang Thaler ("Theeb", "Paradies"-Trilogie, "Whores' Glory", "Import Export).

      Die BR-Kino-Koproduktion "Vor der Morgenröte - Stefan Zweig in Amerika" ist beim Europäischen Filmpreis im Dezember 2017 in Berlin mit dem Publikumspreis ("People's Choice Award 2017 for Best European Film") ausgezeichnet worden. Schon zuvor erhielt der Film von Regisseurin Maria Schrader mehrere Preise, u.a. den Bayerischen Filmpreis, den CIVIS Medienpreis und den Preis der deutschen Filmkritik für Josef Hader als bester Darsteller in seiner Rolle des Stefan Zweig.

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