• 14.07.2018
      20:15 Uhr
      Russland - Im Reich der Tiger, Bären und Vulkane Film von Jörn Röver und Tom Synnatzschke | hr-fernsehen
       

      Im sibirischen Winter beginnt die abenteuerliche Reise, auf die die Filmemacher den Zuschauer mitnehmen. Eine Reise von über 9.000 Kilometern vom europäischen Teil des Riesenreiches bis in den Fernen Osten. Die Halbinsel Kamtschatka zählt dabei sicherlich zu den Höhepunkten des Films.

      Über dreieinhalb Jahre befanden sie sich mit ihrem Team auf einer einzigartigen Abenteuerreise. Dank modernster Ausrüstung, Kameratechnik und unendlicher Geduld sind beeindruckende Bilder entstanden über einen der spektakulärsten Naturräume unseres Planeten. Bilder, deren klare, unverstellte Schönheit man nicht so schnell wieder vergessen wird.

      Samstag, 14.07.18
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Im sibirischen Winter beginnt die abenteuerliche Reise, auf die die Filmemacher den Zuschauer mitnehmen. Eine Reise von über 9.000 Kilometern vom europäischen Teil des Riesenreiches bis in den Fernen Osten. Die Halbinsel Kamtschatka zählt dabei sicherlich zu den Höhepunkten des Films.

      Über dreieinhalb Jahre befanden sie sich mit ihrem Team auf einer einzigartigen Abenteuerreise. Dank modernster Ausrüstung, Kameratechnik und unendlicher Geduld sind beeindruckende Bilder entstanden über einen der spektakulärsten Naturräume unseres Planeten. Bilder, deren klare, unverstellte Schönheit man nicht so schnell wieder vergessen wird.

       

      Laut heulend saust der Wind über das Eis. Ein Schneesturm jagt über die glitzernden Weiten. Inmitten dieser erbarmungslosen, bläulich-silbernen Welt stehen unbeeindruckt ein paar Moschusochsen im Sturm. Gemächlich schütteln sie sich gelegentlich den Schnee aus dem lockigen Fell. Die Schneegänse stecken ihre Köpfe unter die Flügel und auch die Polarfüchse haben gelernt, den Temperaturen von minus 50 Grad Celsius zu trotzen, die im Winter in manchen Regionen Russlands herrschen.

      Hier im sibirischen Winter beginnt die abenteuerliche Reise, auf die die Filmemacher den Zuschauer mitnehmen. Eine Reise von über 9.000 Kilometern vom europäischen Teil des Riesenreiches bis in den Fernen Osten. Die Halbinsel Kamtschatka zählt dabei sicherlich zu den Höhepunkten des Films. Die Region gehört zu den vulkanisch aktivsten der Erde. Als wäre die Natur noch etwas unentschlossen, formt sich das Land immer wieder neu, in einem dramatischen Kreislauf von Schöpfung und Zerstörung.

      Von den Vulkanen Kamtschatkas geht die Reise ans andere Ende Russlands. Eingerahmt vom Schwarzen und Kaspischen Meer ragen gewaltige Berggipfel über 5.000 Meter hoch in den Himmel: Der Kaukasus ist eine Welt voller Vielfalt und Gegensätze. Die steilen Felsen sind das Reich des Kaukasischen Steinbocks und auf den Hochebenen leben die letzten Bergwisente der Erde.

      Nordöstlich des Kaukasus erstreckt sich über 2.000 Kilometer ein anderes Gebirge mit einem großen Namen: der Ural. In den dichten Nadelwäldern leben viele Braunbären. Die Bäche des Urals bieten auch für ein anderes, sehr skurriles Tier ideale Bedingungen: den Russischen Desman, einen Verwandten des Maulwurfs. Mit seinen feinen Tasthaaren an der Schnauze spürt das im Laufe der Evolution nahezu vollständig erblindete Tier unter Wasser seine Nahrung auf. Seine lange Nase benutzt der Desman dabei als Schnorchel.

      Jenseits des Urals erstreckt sich die Taiga Sibiriens. Knapp zehn Prozent der Landmasse der Erde umfasst dieser Teil Russlands. Temperaturschwankungen von 80 Grad zwischen Sommer und Winter sind die Regel. Tiere, die hier überleben wollen, müssen extrem widerstandsfähig sein. Im Süden liegt der tiefste und älteste See der Welt: der Baikal. Er ist der Lebensraum der scheuen Baikalrobben, der einzigen Süßwasserrobbenart der Erde. Ein ganz anderes Bild bietet der Ferne Osten Russlands. Ussurien ist das Reich des Amur-Tigers. Sensationelle Aufnahmen zeigen erstmalig diese größte Raubkatze der Erde am Strand des Pazifiks. Der Sommer war nur eine kurze, dafür lebenspralle Episode.

      1200 Drehtage, mehr als 100.000 Reisekilometer und über 600 Stunden Rohmaterial. Russland bietet nicht nur Superlative, sondern verlangt auch dasselbe von den Filmemachern und Kameramännern, die sich ihm nähern möchten. Bei den Dreharbeiten zu "Russland - Im Reich der Tiger, Bären und Vulkane" ging das Team bis ans Limit. Das Riesenreich ist größtenteils nur schwer zugänglich. Viele Landstriche waren bis vor kurzem noch Sperrgebiet und daher tabu für Kameras.

      Wer dieses facettenreiche Land begreifen will, muss in die Luft gehen. Und das taten die Kameraleute mit allem, was mit einer Kamera bestückt werden konnte. Sogar mit einem recht betagten Militärhubschrauber oder einem 40 Jahre alten Doppeldecker erhoben sich die Wagemutigsten in den Himmel - und wurden mit einmaligen Aufnahmen belohnt. Mit der ebenso sinnlichen wie faszinierenden Dokumentation entführen die Filmemacher das Publikum in die geheimnisvollen, noch weitgehend unerforschten Weiten eines Landes mit all seiner prachtvollen Fauna und Flora.

      Über dreieinhalb Jahre befanden sie sich mit ihrem Team auf einer einzigartigen Abenteuerreise. Dank modernster Ausrüstung, Kameratechnik und unendlicher Geduld sind beeindruckende Bilder entstanden über einen der spektakulärsten Naturräume unseres Planeten. Bilder, deren klare, unverstellte Schönheit man nicht so schnell wieder vergessen wird.

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