• 20.01.2021
      00:20 Uhr
      Harold und Maude Spielfilm USA 1971 (Harold and Maude) | hr-fernsehen Tipp
       

      Der junge Harold versucht erfolglos mit fingierten, aber täuschend echten Selbstmordinszenierungen die Aufmerksamkeit seiner Mutter zu gewinnen. Fasziniert vom Tod besucht Harold fremde Bestattungen. Hier lernt er die fast achtzigjährige Maude kennen, die ebenfalls eine Vorliebe für Beerdigungen hat und befreundet sich mit ihr. Aus ihrer Freundschaft entwickelt sich zusehends eine Romanze. Harold verliebt sich in Maude und sie sich in ihn. Schließlich möchte er Maude zu ihrem achtzigsten Geburtstag einen Heiratsantrag machen. Doch für Maude sind achtzig Jahre genau das richtige Alter, diese Welt zu verlassen.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 20.01.21
      00:20 - 01:45 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      VPS 00:00

      Der junge Harold versucht erfolglos mit fingierten, aber täuschend echten Selbstmordinszenierungen die Aufmerksamkeit seiner Mutter zu gewinnen. Fasziniert vom Tod besucht Harold fremde Bestattungen. Hier lernt er die fast achtzigjährige Maude kennen, die ebenfalls eine Vorliebe für Beerdigungen hat und befreundet sich mit ihr. Aus ihrer Freundschaft entwickelt sich zusehends eine Romanze. Harold verliebt sich in Maude und sie sich in ihn. Schließlich möchte er Maude zu ihrem achtzigsten Geburtstag einen Heiratsantrag machen. Doch für Maude sind achtzig Jahre genau das richtige Alter, diese Welt zu verlassen.

       

      Stab und Besetzung

      Harold Bud Cort
      Maude Ruth Gordon
      Mrs. Chasen Vivian Pickles
      Onkel Victor Charles Tyner
      Bildhauer Glaucus Cyril Cusack
      Motorradpolizist Tom Skerrit
      Psychiater George Wood
      Priester Eric Christmas
      Regie Hal Ashby
      Kamera John A. Alonzo
      Drehbuch Colin Higgins

      Harold Chasen wohnt zusammen mit seiner Mutter in einem riesigen Anwesen in der Nähe von San Francisco. Einen Vater gibt es nicht, dafür eine Vielzahl an Angestellten. Mit makabren, aber sehr ausgefeilten Suizid-Inszenierungen versucht der junge Harold, die Aufmerksamkeit wie Zuneigung seiner Mutter zu erhalten.

      Doch Mrs. Chasen hält die Scheinselbstmorde ihres Sohnes lediglich für einen exzentrischen Spleen, daraus resultierend, dass er mit seinem Leben nichts Sinnvolles anzufangen weiß. Also schickt sie ihn zu einem Psychoanalytiker und sucht über ein Eheanbahnungsinstitut gegen seinen Wunsch Frauen für ihn aus. Eine Heirat könne ihn sicher wieder zur Vernunft bringen.

      Harold, vom Tod fasziniert, kauft sich einen alten Leichenwagen. Er besucht regelmäßig Beerdigungen von ihm fremden Menschen. Dabei lernt er die neunundsiebzigjährige Maude kennen, die ebenfalls gern fremde Beerdigungen besucht. Maude ist nicht minder extravagant und unkonventionell als Harold, doch im Gegensatz zu ihm strotzt die gut sechzig Jahre ältere Frau geradezu vor Lebensfreude.

      Harold und Maude freunden sich an. Sie zeigt ihm auf ihre schrullige wie liebenswerte Art, wie schön und aufregend das Leben sein kann. Harold schafft es ein ums andere Mal, die ihm von seiner Mutter vorgesetzten Frauen mit fingierten Selbstmorden und Verstümmelungen zu verschrecken.

      Mrs. Chasen hat genug von diesen Albernheiten und will Harold daraufhin mit der Hilfe seines Onkels, eines Generals, nach Vietnam schicken, um aus ihm endlich einen richtigen Mann zu machen. Maude und Harold gelingt es gemeinsam, diesen Plan mit einem gewitzten Trick zu vereiteln. Aus ihrer Freundschaft entwickelt sich zusehends eine Romanze. Harold verliebt sich in Maude und sie sich in ihn. Schließlich möchte er Maude zu ihrem achtzigsten Geburtstag einen Heiratsantrag machen. Doch für Maude sind achtzig Jahre genau das richtige Alter, diese Welt zu verlassen.

      "Harold und Maude" fiel, als er 1971 in die Kinos kam, bei Kritikern wie Zuschauern gleichermaßen durch. Als zu groß erwies sich der vorgebliche Tabubruch einer Liebe zwischen einem jungen Mann und einer erheblich älteren Frau. Das schwarz-romantische Spiel mit den zeittypischen Rollen- und Geschlechterbildern und die enthemmte Thematisierung des Todes erschienen skandalös wie pietätlos. Doch alsbald wurde aus dem vermeintlichen Flop ein Kultfilm und heute gehört er zu den großen Klassikern des Kinos.

      Der Film inszeniert beide Hauptfiguren als expressive Rebellen, die in ihrer uneingeschränkten Zuneigung und Liebe zueinander, erzwungene Grenzen niederreißen. Gleichzeitig eröffnet diese wundervolle und charmante Liebesgeschichte die Möglichkeit, über Harold und Maude eine erstarrte und oberflächliche Gesellschaft kritisch in den Blick zu bekommen.

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 20.01.21
      00:20 - 01:45 Uhr (85 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 16.01.2021