• 20.10.2014
      15:15 Uhr
      Der Nationalpark Belaweschskaja Puschtscha in Weißrussland Film von Iduna Wünschmann und Alexander Huf | hr-fernsehen
       

      Urplötzlich steht eine Gruppe Wisente auf der Lichtung. Wie Fabelwesen aus längst vergangener Zeit sehen sie aus. Dass es diese urigen Kolosse überhaupt noch gibt, grenzt an ein Wunder, galt doch der Europäische Bison schon um 1920 in der Wildnis als ausgerottet. In einem einzigartigen internationalen Zuchtprogramm gelang die Rettung der Art - mithilfe weniger Zootiere, deren Nachkommen in geeigneten Wäldern ausgewildert wurden.

      Montag, 20.10.14
      15:15 - 16:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Urplötzlich steht eine Gruppe Wisente auf der Lichtung. Wie Fabelwesen aus längst vergangener Zeit sehen sie aus. Dass es diese urigen Kolosse überhaupt noch gibt, grenzt an ein Wunder, galt doch der Europäische Bison schon um 1920 in der Wildnis als ausgerottet. In einem einzigartigen internationalen Zuchtprogramm gelang die Rettung der Art - mithilfe weniger Zootiere, deren Nachkommen in geeigneten Wäldern ausgewildert wurden.

       

      Rund 300 Wisente streifen jetzt wieder durch die Belaweschskaja Puschtscha zwischen Grodno und Brest, an der Grenze zu Polen. Ein Teil des letzten großflächigen Tiefland-Urwaldes Europas, der bereits 1929 unter Schutz gestellt worden ist, gehört heute zum benachbarten, wesentlich kleineren Nationalpark Bialowieza. Seit 1992 zählt der jahrhundertealte Waldkomplex in Polen und Weißrussland zum Weltnaturerbe der UNESCO.

      Der Film erzählt vom Leben der Wisente und anderer seltener und bedrohter Tierarten im Jahreslauf: Unterm dichten Kronendach riesiger Bäume kümmern sich die Schreiadler fürsorglich um ihren Nachwuchs. In einem verlassenen Greifvogelnest hat sich eine Bartkauzfamilie eingerichtet. Ein unscheinbarer scheuer Vogel - der Seggenrohrsänger - zieht in jahrtausendealten Niedermooren seinen Nachwuchs groß. Zwei Drittel des Weltbestandes brüten in Weißrussland.

      Wo die dichten Wälder sich lichten, gedeiht eine erstaunliche Vielfalt an Moosen, Flechten, Pilzen, Beeren. Das Weiße Fingerkraut wird zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen genutzt, die nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl auch in Weißrussland vermehrt auftraten.

      Mehrere Tausend Menschen aus aller Welt besuchen jährlich den Nationalpark Belaweschskaja Puschtscha im Südwesten der Republik Belarus. Und im Märchendorf erwartet die Gäste mit "Väterchen Frost" dann noch eine besondere Attraktion: Das ganze Jahr über nimmt hier der weißrussische Weihnachtsmann die Wunschzettel der Kinder entgegen.

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