• 15.07.2019
      22:45 Uhr
      Holocaust (1/4): Die Geschichte der Familie Weiss 1935 - 1940 Fernsehfilm USA 1978 (Holocaust) | BR Fernsehen Mediathek
       

      Im Berlin des Jahres 1935 feiern Karl Weiss und Inga Helms Hochzeit. Nach den Nürnberger Gesetzen, die wenig später erlassen werden, gilt ihre Ehe als "Rassenschande", denn Karl Weiss ist Jude. Trotz der Repressalien, der die so genannte "Mischehe" ausgesetzt ist, kann sich die Familie Weiss nicht dazu entschließen, Nazi-Deutschland zu verlassen. Trotz der Barbarei, die immer mehr Gestalt annimmt, empfindet man sich als deutsche Staatsbürger und macht sich keine Vorstellung vom zukünftigen Schrecken.

      Montag, 15.07.19
      22:45 - 01:00 Uhr (135 Min.)
      135 Min.

      Im Berlin des Jahres 1935 feiern Karl Weiss und Inga Helms Hochzeit. Nach den Nürnberger Gesetzen, die wenig später erlassen werden, gilt ihre Ehe als "Rassenschande", denn Karl Weiss ist Jude. Trotz der Repressalien, der die so genannte "Mischehe" ausgesetzt ist, kann sich die Familie Weiss nicht dazu entschließen, Nazi-Deutschland zu verlassen. Trotz der Barbarei, die immer mehr Gestalt annimmt, empfindet man sich als deutsche Staatsbürger und macht sich keine Vorstellung vom zukünftigen Schrecken.

       

      Stab und Besetzung

      Dr. Josef Weiss Fritz Weaver
      Berta Palitz-Weiss Rosemary Harris
      Anna Weiss Blanche Baker
      Rudi Weiss Joseph Bottoms
      Karl Weiss James Woods
      Inga Helms-Weiss Meryl Streep
      Erik Dorf Michael Moriarty
      Marta Dorf Deborah Norton
      Regie Marvin Chomsky
      Buch Gerald Green
      Kamera Brian West

      Im Berlin des Jahres 1935 feiern Karl Weiss und Inga Helms Hochzeit. Nach den Nürnberger Gesetzen, die wenig später erlassen werden, gilt ihre Ehe als "Rassenschande", denn Karl Weiss ist Jude. Trotz der Repressalien, der die so genannte "Mischehe" ausgesetzt ist, kann sich die Familie Weiss nicht dazu entschließen, Nazi-Deutschland zu verlassen. Trotz der Barbarei, die immer mehr Gestalt annimmt, empfindet man sich als deutsche Staatsbürger und macht sich keine Vorstellung vom zukünftigen Schrecken.

      Der junge arbeitslose Jurist Erik Dorf tritt als persönlicher Referent in die Dienste von Reinhard Heydrich, der die ersten Terrormaßnahmen gegen Juden einleitet.

      Nach der Pogromnacht spitzen sich die Ereignisse zu: Karl Weiss wird verhaftet und kommt in das KZ Buchenwald. Sein Vater, der Arzt Dr. Josef Weiss, wird nach Polen deportiert. Seine Tochter Anna wird nach dem Schock einer Vergewaltigung Opfer des Euthanasie-Programms. Die Eltern von Frau Weiss nehmen sich das Leben. Der junge Rudi Weiss kann in die Tschechoslowakei fliehen.

      Vierteiliger Fernsehfilm USA 1978

      1979 bewirkte die vierteilige amerikanische Mini-Serie "Holocaust" einen Gefühls-Zusammenstoß des westdeutschen Fernsehpublikums mit seiner eigenen Vergangenheit. Die Zuschauer reagierten vehement und voller Erschütterung auf das Schicksal der Familie Weiss und straften alle jene Vorab-Kritiker Lügen, die die Serie als abgefeimten Hollywood-Kitsch ablehnten und die die Zuschauer partout vor dieser Massenware bewahren wollten. "Holocaust" - so die These der Publizistin und Filmregisseurin Jutta Brückner - wurde zum Ereignis, weil es die Tabuzone um die Konzentrationslager gebrochen hat. "Die Serie bediente sich der bekannten Muster der Identifikationsdramaturgie in einer vertrauten filmischen Formsprache - und sie zeigte den Gang in die Gaskammer. Damit erreichte "Holocaust", dass die Juden endlich zu Menschen wurden, über deren Schicksal die deutschen Zuschauer mit großer historischer Verspätung weinten." Die Serie war wie ein riesiger Dammbruch, der eine Flut von Büchern, Filmen, Erinnerungen und Selbstzeugnissen auslöste.

      Das Tabu um die Person Hitler wenigstens ein Stück weit, nämlich für die letzten 12 Tage des Dritten Reichs, einzureißen, blieb Eichingers "Untergang" vorbehalten. Wichtige Vorarbeit bei dieser Emotionalisierung geleistet zu haben, kann die US-Serie "Holocaust" für sich in Anspruch nehmen.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Montag, 15.07.19
      22:45 - 01:00 Uhr (135 Min.)
      135 Min.

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.07.2019