• 21.06.2018
      20:15 Uhr
      Dschungelkind Spielfilm Deutschland 2013 | Das Erste Tipp
       

      Im Jahr 1979 zieht der deutsche Linguist Klaus Kuegler mit seiner Familie in den Dschungel von West-Papua, Neuguinea, um die Sprache und Gebräuche eines dort ansässigen Stammes, der Fayu, zu studieren. Für den Forscher, seine Frau Doris und die drei heranwachsenden Kinder beginnt eine aufreibende Zeit, geprägt von ungewohnten, schwierigen Lebensumständen und der vorsichtigen Annäherung an eine ihnen fremde Kultur. Immer wieder kommt es zu Konflikten, aber bald beginnen sie, sich in den Dorfalltag der Fayu einzufügen. Besonders die achtjährige Sabine lebt in der neuen Umgebung auf.

      Heute
      20:15 - 22:55 Uhr (160 Min.)
      160 Min.

      Im Jahr 1979 zieht der deutsche Linguist Klaus Kuegler mit seiner Familie in den Dschungel von West-Papua, Neuguinea, um die Sprache und Gebräuche eines dort ansässigen Stammes, der Fayu, zu studieren. Für den Forscher, seine Frau Doris und die drei heranwachsenden Kinder beginnt eine aufreibende Zeit, geprägt von ungewohnten, schwierigen Lebensumständen und der vorsichtigen Annäherung an eine ihnen fremde Kultur. Immer wieder kommt es zu Konflikten, aber bald beginnen sie, sich in den Dorfalltag der Fayu einzufügen. Besonders die achtjährige Sabine lebt in der neuen Umgebung auf.

       

      Stab und Besetzung

      Sabine Kuegler (als Kind) Stella Kunkat
      Vater Klaus Thomas Kretschmann
      Mutter Doris Nadja Uhl
      Sabine Sina Tkotsch
      Christian (als Kind) Tom Hoßbach
      Judith Milena Tscharntke
      Christian Sven Gielnik
      Auri (als Kind) Emmanuel Simeon
      Häuptling Boko McPolly Koima
      Gohu David Kaumara
      Auri Felix Tokwepota
      Faisa (als Kind) Range'e Pati
      Faisa Francesca Passingan
      Großmutter Tina Engel
      Lehrerin Internet Isolde Barth
      Regie Roland Suso Richter
      Musik Annette Focks
      Kamera Holly Fink
      Drehbuch Natalie Scharf

      1979: Der deutsche Sprachwissenschaftler Klaus Kuegler (Thomas Kretschmann) beschließt, mit seiner Frau, der Krankenschwester Doris (Nadja Uhl), und seinen drei heranwachsenden Kindern Judith (Milena Tscharntke), Christian (Tom Hoßbach) und Sabine (Stella Kunkat) in den Dschungel von West-Papua zu ziehen, um die Sprache und Gebräuche des steinzeitlich lebenden Eingeborenenstammes der Fayu zu studieren. Besonders die achtjährige Sabine bewundert ihren Vater für seinen Mut, das Unbekannte zu erforschen.

      Am Rande des Eingeborenendorfes beziehen die Kueglers ein Haus. Doch nicht jedes Familienmitglied ist von den neuen Lebensumständen angetan: Besonders Judith, Sabines ältere Schwester, tut sich schwer mit einem Leben "wie in der Steinzeit", bei dem verschimmelte Kleidung, Insektenplagen und exotische Speisen an der Tagesordnung sind. Auch Mutter Doris fällt es nicht leicht, sich an die fremden Verhaltensregeln und Rituale zu gewöhnen.

      Klaus' Devise lautet: sich auf keinen Fall in die Belange der Fayu einmischen. Nur so scheint ein friedliches Miteinander möglich. Denn den Fayu eilt ein grausamer Ruf voraus, der sich bewahrheitet, als diese wiederholt mit dem verfeindeten Stamm der Irigre in kriegerischen Fehden aufeinandertreffen. Den Aberglauben, kranke Dorfbewohner seien mit einem "Fluch" belastet, kann Doris nicht akzeptieren und greift immer wieder helfend ein.

      Trotz des schwierigen Zusammenfindens erlebt die Familie aber auch glückliche Zeiten, vor allem Sabine blüht förmlich auf. Doch als sie eines Tages Auri (Emmanuel Simeon), einen verletzten Jungen der Irigre, in ihre Obhut nehmen, droht der Konflikt zwischen den Kueglers und ihren Gastgebern zu eskalieren.

      2005 veröffentlichte Sabine Kuegler ihr autobiografisches Buch "Dschungelkind", das von ihren frühen Erlebnissen in der Wildnis West-Papuas zwischen 1979 und 1989 berichtet und schnell zum Bestseller avancierte. Trotz des abenteuerreichen Inhalts zeichnen sich Kueglers Kindheitserinnerungen durch einen ungeschönten, reflektierenden Blick aus, und nach dieser Devise ging auch der mit schwierigen authentischen Stoffen vertraute Regisseur Roland Suso Richter vor, als er sich an deren Verfilmung wagte: Vorwiegend in Malaysia gedreht, gelingt es dem intensiven Drama auf eindringliche Weise, die Begegnung zweier sich fremder Kulturen nachvollziehbar zu machen.

      Großen Anteil daran hat auch die großartige Besetzung, bei der neben den erfahrenen Profis Thomas Kretschmann und Nadja Uhl auch Sina Tkotsch, die Sabine Kuegler darstellt, und Stella Kunkat, als junge Sabine, herausstechen.

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