• 20.05.2018
      23:35 Uhr
      Wild Spielfilm Deutschland 2015 | Das Erste
       

      Ania, Büroangestellte und Mauerblümchen, führt ein eintöniges und zurückgezogenes Leben. Dieses soll jedoch eine erstaunliche Wendung einnehmen, als sie eines Tages auf dem Weg zur Arbeit einen Wolf sieht. Die Begegnung lässt sie nicht mehr los. In den drögen Alltag von Ania mischt sich eine Sehnsucht nach Freiheit, nach Ursprünglichkeit. Sie fängt den Wolf ein und entfernt sich immer mehr von ihrem bürgerlichen, geregelten Leben. „Wild“ ist eine Liebesgeschichte von animalischer Radikalität.

      Sonntag, 20.05.18
      23:35 - 01:08 Uhr (93 Min.)
      93 Min.

      Ania, Büroangestellte und Mauerblümchen, führt ein eintöniges und zurückgezogenes Leben. Dieses soll jedoch eine erstaunliche Wendung einnehmen, als sie eines Tages auf dem Weg zur Arbeit einen Wolf sieht. Die Begegnung lässt sie nicht mehr los. In den drögen Alltag von Ania mischt sich eine Sehnsucht nach Freiheit, nach Ursprünglichkeit. Sie fängt den Wolf ein und entfernt sich immer mehr von ihrem bürgerlichen, geregelten Leben. „Wild“ ist eine Liebesgeschichte von animalischer Radikalität.

       

      Auf dem Weg zur Arbeit hat Ania eine seltsame Begegnung. Mitten im Park steht sie einem Wolf gegenüber. Sie sehen sich direkt in die Augen - und es kommt ihr so vor, als wäre ihr bisheriges Leben ein Witz. Der Moment lässt sie nicht mehr los, genau wie der Gedanke, den Wolf wieder zu finden und nie mehr gehen zu lassen. Ania wird zur Jägerin, legt Fährten und schafft es, das wilde Tier zu fangen. Sie sperrt es in ihrer Hochhauswohnung ein - und sprengt sämtliche Fesseln ihres bisherigen bürgerlichen Lebens. Erstaunlicherweise finden die Menschen um sie herum daran Gefallen, besonders ihr Chef Boris, der ihre Nähe sucht wie nie zuvor. Fast scheint es, als teilten sie alle eine ähnliche, geheime wilde Sehnsucht.

      „Wild“ ist ein Gedankenspiel über die Freiheit. Die Idee einer Liebesgeschichte zwischen einem Wolf und einer Frau konsequent und radikal zu Ende gedacht. Was zunächst wie bedrückender Realismus daherkommt, wird bald zu einer wilden Reise in die Abgründe der Phantasie.

      Der Filmdienst schreibt: „Bald bröckeln die Grenzen zwischen Jägerin und Beute, Mensch und Tier. Überzeugend erzählt der Film von der ‚Tierwerdung‘ als Befreiung aus zivilisatorischen Zwängen, wobei die Verwilderung nicht als Kontrollverlust, sondern als Emanzipationsgewinn ausbuchstabiert wird. Dabei verlässt der utopische Entwurf nie den Boden der Realität, skizziert vielmehr ein ebenso offenes wie anspielungsreiches Szenario, das in der beeindruckend furchtlosen Hauptdarstellerin und der kongenialen Kameraarbeit seine Basis findet.“

      KinoFestival im Ersten

      „Wild“ ist nach „Jeans“, „Das Herz ist ein dunkler Wald“ und „Deutschland 09“ der vierte Film, bei dem Nicolette Krebitz für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnet. Für „Wild“ erhielt sie 2016 den Günter-Rohrbach-Filmpreis und den Bayerischen Filmpreis. Auch Hauptdarstellerin Lilith Stangenberg wurde für ihre schauspielerischen Leistungen in „Wild“ 2016 dreifach ausgezeichnet, unter anderem beim Preis der deutschen Filmkritik. Beim deutschen Filmpreis wurde „Wild“ als Bester Spielfilm, für die beste männliche Nebenrolle, die beste Kamera/Bildgestaltung und die beste Tongestaltung ausgezeichnet.

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      Sonntag, 20.05.18
      23:35 - 01:08 Uhr (93 Min.)
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