• 02.02.2016
      03:25 Uhr
      Geschichte im Ersten: Glanz und Elend eines Weltkonzerns - 100 Jahre BMW Dokumentation Deutschland 2016 | Das Erste
       

      Am 7. März 2016 wird die Bayerische Motorenwerke AG offiziell 100 Jahre alt. Der Konzern ist von der deutschen Geschichte geprägt, hat sie aber auch seinerseits beeinflusst, war so etwas wie ein Motor der Zeit", im Guten wie im Schlechten. BMW kann technische und designerische Pionierleistungen vorweisen, Autos, die Viele begeistern, eine globale Erfolgsgeschichte. Der Konzern profitierte aber auch von Kriegen und hat sich an der mörderischen Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern beteiligt. Dass BMW einmal 100 Jahre alt werden würde, das war alles andere als sicher. Mehrfach stand die Firma vor dem Aus.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 02.02.16
      03:25 - 04:10 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Am 7. März 2016 wird die Bayerische Motorenwerke AG offiziell 100 Jahre alt. Der Konzern ist von der deutschen Geschichte geprägt, hat sie aber auch seinerseits beeinflusst, war so etwas wie ein Motor der Zeit", im Guten wie im Schlechten. BMW kann technische und designerische Pionierleistungen vorweisen, Autos, die Viele begeistern, eine globale Erfolgsgeschichte. Der Konzern profitierte aber auch von Kriegen und hat sich an der mörderischen Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern beteiligt. Dass BMW einmal 100 Jahre alt werden würde, das war alles andere als sicher. Mehrfach stand die Firma vor dem Aus.

       

      Am 7. März 2016 wird die Bayerische Motorenwerke AG offiziell 100 Jahre alt.

      Der Konzern ist von der deutschen Geschichte geprägt, hat sie aber auch seinerseits beeinflusst, war so etwas wie ein Motor der Zeit", im Guten wie im Schlechten.

      BMW kann technische und designerische Pionierleistungen vorweisen, Autos, die Viele begeistern, eine globale Erfolgsgeschichte. Der Konzern profitierte aber auch von Kriegen und hat sich an der mörderischen Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern beteiligt.

      Dass BMW einmal 100 Jahre alt werden würde, das war alles andere als sicher. Mehrfach stand die Firma vor dem Aus. Schon kurz nach ihrer Gründung als Fabrik für Flugzeugmotoren profitierte sie vom Ersten Weltkrieg. Als dieser aber für Deutschland mit der Niederlage endete, schien BMW vor dem Aus zu stehen. Es gelang der Firma jedoch, sich neu aufzustellen. 1923 begann der Bau von Motorrädern, ab 1928 dann die Produktion von Autos in Eisenach.
      Das Hauptgeschäft wurden aber doch wieder die Flugmotoren. BMW profitierte massiv von der nationalsozialistischen Rüstungspolitik, hatte u. a. ein eigenes KZ nahe dem Werk in Allach. 2.300 Häftlinge starben hier und im Werk in Folge der furchtbaren Lebens- und Arbeitsbedingungen. Weitere 4.000 Häftlinge kamen zudem im KZ-Hersbruck und auf der dortigen Baustelle ums Leben. BMW wollte bei Hersbruck eine unterirdische Produktionsstätte für Flugmotoren bauen, die nie vollendet wurde.

      Als dann auch der Zweite Weltkrieg mit einer Niederlage endete, drohte dem Rüstungskonzern BMW abermals das Ende. Doch ausgerechnet die US-Truppen retteten ihn. Sie hatten einen riesigen Fuhrpark, der gewartet werden musste. Das machte nun BMW.

      Doch im Wirtschaftswunderland gelang es BMW nicht, erfolgreich zu sein. Die Firma, die 1951 ihr erstes Auto in München herstellte, war nicht rentabel. Sie hatte eine ungünstige Produktpalette: Luxuslimousinen auf der einen Seite und den Kleinstwagen Isetta" auf der anderen Seite. Dazwischen nichts. Es fehlte ein Mittelklasse-Wagen. Die finanzielle Schieflage wurde so dramatisch, dass BMW 1959 abermals vor dem Bankrott stand.

      Der eigene Vorstand plante den Verkauf - ausgerechnet an den Konkurrenten Daimler-Benz. In letzter Minute wurde der Verkauf aber von den Kleinaktionären und einem findigen Anwalt gestoppt, gegen den Willen des eigenen Vorstands. Eine Sensation in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Mit Hilfe des Industriellen Herbert Quandt kam BMW nun wieder auf die Beine. Quandt steckte Geld in das Unternehmen, das er auch mit der Ausbeutung von
      KZ-Häftlingen gemacht hatte.

      BMW - das ist eine durch und durch deutsche Geschichte. Seit damals geht es mit dem Konzern bergauf, heute hat er über 100.000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von 80 Milliarden Euro. Selbst das Rover-Debakel" - der Ankauf der britischen Autofirma in den 90ern, der im Fiasko endete - konnte den Konzern nicht wirklich erschüttern, obwohl dabei neun Milliarden D-Mark in den Sand gesetzt wurden. 100 Jahre ist BMW jetzt alt. Die Dokumentation ist eine Zeitreise, die auch aufzeigt, wie extrem sich unsere Welt in diesen 100 Jahren gewandelt hat. BMW hat dazu beigetragen.

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