• 08.11.2018
      22:25 Uhr
      Johnny zieht in den Krieg Spielfilm USA 1971 (Johnny Got His Gun) | 3sat Mediathek
       

      Der junge Soldat Joe überlebt einen Granatenangriff als stummer, blinder Torso. Schließlich kann er einer Krankenschwester seinen einzigen Wunsch übermitteln: Er möchte sterben.

      "Johnny zieht in den Krieg" ist ein stilistisch radikales Meisterwerk mit surrealistischen Einflüssen, das ein humanistisches Plädoyer gegen den Krieg ist.

      Donnerstag, 08.11.18
      22:25 - 00:10 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      Der junge Soldat Joe überlebt einen Granatenangriff als stummer, blinder Torso. Schließlich kann er einer Krankenschwester seinen einzigen Wunsch übermitteln: Er möchte sterben.

      "Johnny zieht in den Krieg" ist ein stilistisch radikales Meisterwerk mit surrealistischen Einflüssen, das ein humanistisches Plädoyer gegen den Krieg ist.

       

      Stab und Besetzung

      Joe Bonham Timothy Bottoms
      Kareen Kathy Fields
      Christus Donald Sutherland
      Vater Jason Robards
      Mutter Marsha Hunt
      Krankenschwester Diane Varsi
      Regie Dalton Trumbo

      Der 21-jährige Joe Bonham wird im Ersten Weltkrieg Opfer eines Granatenangriffs, den er bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt überlebt. Von ihm bleibt lediglich ein arm- und beinloser Torso, dem jede Möglichkeit, mit der Außenwelt in Kontakt zu treten, genommen wurde.

      Weil keiner ahnt, dass Joe zwar blind, taub und stumm, aber dennoch jeder menschlichen Empfindung fähig ist, wird er von einem Stabsarzt für hirntot erklärt und in eine Abstellkammer des Krankenhauses abgeschoben. Dort bleibt ihm nichts außer seinen Erinnerungen, die auf ihn einströmen, und den Albträumen, aus denen es für ihn kein Erwachen gibt.

      Erst als eine Krankenschwester realisiert, dass sie über Morsezeichen mit Joe kommunizieren kann, scheint ein Ende seines Martyriums in Sicht: Inständig bittet er darum, sterben zu dürfen.

      "Johnny zieht in den Krieg" ist der erste und einzige Film des renommierten Roman- und Drehbuchautors Dalton Trumbo ("Spartacus", "Exodus", "Ein Herz und eine Krone", "Papillon"). Als Regiedebütant wandelt er überraschend stilsicher und reflektiert auf den Spuren des spanischen Meisterregisseurs Luis Buñuel, der eigentlich für die filmische Adaption des bereits 1939 erschienenen Romans vorgesehen war.

      Aus Johnnys radikal subjektiver Perspektive erzählt, verdichtet der Film Erfahrungen, Erinnerungen, Albträume und Wahnvorstellungen des Kriegsopfers zu einer cineastischen Erfahrung, in der die Einheit von Raum und Zeit aufgehoben wird und Realität und Fiktion nicht mehr zu unterscheiden sind. Johnnys Visionen sind der Versuch, das Unfassbare fassbar zu machen und den Sinn seines Leidens zu ergründen.

      "Johnny zieht in den Krieg" ist ein nur selten im Fernsehen gezeigtes Meisterwerk. Luis Buñuel, Otto Preminger und Jean Renoir sorgten dafür, dass der Film 1971 in Cannes aufgeführt wurde, wo er den Großen Preis der Jury und den Preis der Internationalen Filmkritik gewann.

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      Donnerstag, 08.11.18
      22:25 - 00:10 Uhr (105 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 15.11.2018