• 25.03.2016
      23:45 Uhr
      Das 1. Evangelium - Matthäus Spielfilm Italien 1964 | 3sat
       

      Das Evangelium nach Matthäus: Von der Geburt Jesu über die Flucht nach Ägypten und sein Wirken als Prophet bis zum Einzug in Jerusalem, zur Kreuzigung und seinem Tod. In seinem textgetreuen Bibelfilm verlegte der bedeutende italienische Regisseur Pier Paolo Pasolini die Schauplätze von Palästina in die Landstriche Apuliens, Lukaniens und Kalabriens.

      Freitag, 25.03.16
      23:45 - 01:55 Uhr (130 Min.)
      130 Min.
      Stereo

      Das Evangelium nach Matthäus: Von der Geburt Jesu über die Flucht nach Ägypten und sein Wirken als Prophet bis zum Einzug in Jerusalem, zur Kreuzigung und seinem Tod. In seinem textgetreuen Bibelfilm verlegte der bedeutende italienische Regisseur Pier Paolo Pasolini die Schauplätze von Palästina in die Landstriche Apuliens, Lukaniens und Kalabriens.

       

      Stab und Besetzung

      Jesus Enrique Irazoqui
      Die junge Maria Margherita Caruso
      Die alte Maria Susanna Pasolini
      Joseph Marcello Morante
      Johannes der Täufer Mario Socrate
      Petrus Settimio Di Porto
      Regie Pier Paolo Pasolini

      Die Lebensgeschichte Jesu bis zu seinem Tod: Joseph, der seine schwangere Frau Maria wegschicken will, wird im Traum von einem Engel mitgeteilt, dass seine Frau vom Heiligen Geist einen Sohn empfangen wird, der sein Volk erlösen soll.

      Als Jesus in Bethlehem geboren wird, sendet König Herodes als Kundschafter Magier aus dem Morgenland aus, die dem Kind als König der Juden huldigen wollen. Nach einer Warnung durch einen Engel flieht Joseph mit Maria und dem Kind nach Ägypten. Herodes lässt in Bethlehem und der Umgebung alle Kinder unter zwei Jahren ermorden.

      In der Wüste von Judäa predigt Jahre später Johannes der Täufer gegen die Pharisäer und kündigt die Ankunft eines stärkeren Propheten an. Jesus aus Galiläa kommt zu Johannes an den Jordan und lässt sich von ihm taufen.

      In der Wüste fastet Jesus 40 Tage und Nächte und widersteht den Versuchungen des Teufels. Er wählt Simon, Petrus und Andreas zu seinen ersten Jüngern und wandert lehrend und predigend durch Galiläa, heilt Aussätzige, Gelähmte und erweckt ein Mädchen vom Tod. Als Jesus mit seinen Jüngern in Jerusalem einzieht, wird dem Propheten aus Nazareth ein triumphaler Empfang bereitet.

      Pasolini knüpfte in seinem Bibelfilm an seine frühere literarische und filmische Beschäftigung mit dem Subproletariat Italiens an. Die Szenen in den süditalienischen Bergdörfern und Ruinen von Stauferburgen erinnern an Passionsdarstellungen italienischer Maler. Schon vor der Premiere bei den Filmfestspielen in Venedig protestierten italienische Faschisten gegen die "Beschmutzung einer Quelle des christlichen Abendlandes". Doch der marxistische Dichter und Regisseur enttäuschte mit seinem Film vor allem seine Anhänger und Kritiker der Linken, die ihm vorwarfen, einen konformistischen Film gedreht und die christliche Ideologie verniedlicht zu haben. Pasolini betrieb mit seinem Film keine Entlarvung der christlichen Mythen, sondern stellte sie in dokumentarischen Szenen dar.

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      Freitag, 25.03.16
      23:45 - 01:55 Uhr (130 Min.)
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