• 12.06.2013
      21:00 Uhr
      Mein Leben: Lech Walesa 3sat
       

      Lech Walesa gilt als die Ikone der Solidarnosc. 1983 erhielt er für seine Arbeit den Friedensnobelpreis. Von 1990 bis 1995 war er polnischer Staatspräsident. Die Geschichte des Aufstiegs vom einfachen Werftarbeiter zum umjubelten Gewerkschaftsführer und späteren Staatspräsidenten ähnelt der eines typischen Selfmade-Mannes: Aufgewachsen im kleinen Dorf Popowo in Westpommern, macht Lech Walesa zunächst eine Ausbildung zum Elektriker. 1966 wird er in der Danziger Lenin-Werft als einer von 17.000 anderen Arbeitern eingestellt. Er fällt bald auf, weil er die schlechte Arbeitsorganisation der Werft kritisiert.

      Mittwoch, 12.06.13
      21:00 - 21:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Lech Walesa gilt als die Ikone der Solidarnosc. 1983 erhielt er für seine Arbeit den Friedensnobelpreis. Von 1990 bis 1995 war er polnischer Staatspräsident. Die Geschichte des Aufstiegs vom einfachen Werftarbeiter zum umjubelten Gewerkschaftsführer und späteren Staatspräsidenten ähnelt der eines typischen Selfmade-Mannes: Aufgewachsen im kleinen Dorf Popowo in Westpommern, macht Lech Walesa zunächst eine Ausbildung zum Elektriker. 1966 wird er in der Danziger Lenin-Werft als einer von 17.000 anderen Arbeitern eingestellt. Er fällt bald auf, weil er die schlechte Arbeitsorganisation der Werft kritisiert.

       

      Das macht ihn bei seinen Kollegen populär, führt ihn aber in die Opposition und in die Arbeitslosigkeit. Die große Streikwelle von 1980 und 1981 macht aus dem einfachen Arbeitervertreter einen weltweit bekannten Gewerkschaftsführer. Er wird Vorsitzender der Solidarnosc, der ersten freien Gewerkschaft im Ostblock. Hilfe und Schutz erfährt er von der katholischen Kirche und Papst Johannes Paul II. Die Kommunisten sehen sich gezwungen, über die notwendigen Wirtschaftsreformen mit Walesa und seinen Beratern zu verhandeln. Der 1989 am sogenannten "Runden Tisch" erzielte politische Kompromiss führt zur Gründung der ersten nichtkommunistischen Regierung in Osteuropa. 1990 gewinnt Lech Walesa die Präsidentenwahl, verliert aber schnell die Unterstützung der Bevölkerung, die ihn für die Folgen der marktwirtschaftlichen Reformen verantwortlich macht: hohe Arbeitslosigkeit und Verteuerung der Lebenshaltungskosten. Zudem klagen ihn seine politischen Gegner der Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit an - und Lech Walesa muss wieder kämpfen, diesmal um seinen guten Ruf.

      In der Dokumentation "Mein Leben - Lech Walesa" erzählt der polnische Politiker die Geschichte seines Aufstiegs und der darauffolgenden Niederlage selbst. Zu Wort kommen namhafte Zeitgenossen wie der ehemalige polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki, Tadeusz Goclowski, Erzbischof von Danzig, und der Filmregisseur Andrzej Wajda.

      Themenwoche "Der Preis der Freiheit"

      Film von Malgorzata Bucka

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