• 16.05.2018
      22:55 Uhr
      Israel - Geschichte einer Staatsgründung Ein Film von William Karel und Blanche Finger | WDR Fernsehen
       

      Im Mai 2018 feiert Israel den 70. Jahrestag seiner Staatsgründung - ein Ereignis, das wie kaum ein anderes die Nachkriegszeit über Jahrzehnte geprägt hat. Im November 1947 verabschiedeten die Vereinten Nationen ziemlich unerwartet einen Teilungsplan für Palästina, der die Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staates vorsah. Für die Bewohner Palästinas, das damals unter britischem Mandat stand, hatte dieser Schritt höchst unterschiedliche Bedeutung. Für die jüdische Bevölkerung schien es der Beginn eines wahrgewordenen Traums, für die Araber entwickelte es sich zum Beginn einer Katastrophe, der Vertreibung.

      Mittwoch, 16.05.18
      22:55 - 00:25 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Im Mai 2018 feiert Israel den 70. Jahrestag seiner Staatsgründung - ein Ereignis, das wie kaum ein anderes die Nachkriegszeit über Jahrzehnte geprägt hat. Im November 1947 verabschiedeten die Vereinten Nationen ziemlich unerwartet einen Teilungsplan für Palästina, der die Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staates vorsah. Für die Bewohner Palästinas, das damals unter britischem Mandat stand, hatte dieser Schritt höchst unterschiedliche Bedeutung. Für die jüdische Bevölkerung schien es der Beginn eines wahrgewordenen Traums, für die Araber entwickelte es sich zum Beginn einer Katastrophe, der Vertreibung.

       

      Im Mai 2018 feiert Israel den 70. Jahrestag seiner Staatsgründung - ein Ereignis, das wie kaum ein anderes die Nachkriegszeit über Jahrzehnte geprägt hat. Im November 1947 verabschiedeten die Vereinten Nationen ziemlich unerwartet einen Teilungsplan für Palästina, der die Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staates vorsah. Für die Bewohner Palästinas, das damals unter britischem Mandat stand, hatte dieser Schritt höchst unterschiedliche Bedeutung. Für die jüdische Bevölkerung schien es der Beginn eines wahrgewordenen Traums, für die Araber entwickelte es sich zum Beginn einer Katastrophe, der Vertreibung.
      Bis heute ist das frühere Palästina eine offene Wunde, ein umkämpftes Land zwischen zwei Völkern, eine Quelle unauflöslicher Spannungen in der Region und weit über den Nahen Osten hinaus.

      Vor diesem Hintergrund erzählt der vielfach preisgekrönte Autor William Karel zusammen mit seiner Co-Autorin Blanche Finger die Geschichte der folgenreichen Staatsgründung Israels. Am Ende des Zweiten Weltkriegs schien es noch höchst unwahrscheinlich, dass es diesen Staat jemals geben könnte. Heute ist die Kette von Ereignissen, die dies ermöglicht haben, kaum noch bekannt, ebenso wie die unmittelbaren Folgen, die die Staatsgründung auslöste. Wie war die Situation der arabischen und der jüdischen Bevölkerungsgruppen in Palästina vor 1947? Wie waren Kräfte und Interessen im britischen Mandatsgebiet verteilt? Wie erging es Holocaust-Überlebenden, die nach langen Jahren des Leidens in Palästina eine Heimat finden wollten? Wie groß war der Schock der arabischen Bevölkerung, als ihnen klar wurde, dass auf die Vertreibung von 1948 keine Rückkehr folgen würde? Welche frühen Weichenstellungen haben Israelis und Palästinenser in die Situation gebracht, in der sie sich heute befinden?

      William Karel und Blanche Finger spannen den Bogen ihrer Erzählung vom Ende des 19. Jahrhunderts, als Theodor Herzl die Idee eines Staates für die Juden entwickelte, über die britische Mandatszeit, in der die Engländer den Grundstein für die Gründung eines jüdischen Staates, aber gleichzeitig auch die Basis für den jüdisch-arabischen Konflikt legten, bis hin zum Teilungsplan, der die Vertreibung der Palästinenser auslöste und die Ausrufung des Staates Israel ermöglichte. Ebenso schildern sie den schwierigen Beginn des Staates, die militärischen Auseinandersetzungen mit den arabischen Nachbarstaaten und die Aufnahme und Integration von Hunderttausenden Juden aus unterschiedlichsten Kulturkreisen. Der Sieg im Sechs-Tage-Krieg von 1967 schließlich schuf die Grenzen des heutigen Israel, mitsamt der Besetzung von Westjordanland und Gaza und dem zunehmend gewalttätigen Konflikt mit den Palästinensern.

      Die Dokumentation macht diese vielschichtige Geschichte lebendig, auf der Basis von umfangreichem Archivmaterial aus den unterschiedlichsten öffentlichen und privaten Quellen. Erinnerungen und Einschätzungen namhafter israelischer und palästinensischer Experten, Historiker und Publizisten lassen die persönlichen Schicksale dahinter spürbar werden und erlauben es, jeden Wendepunkt der Erzählung aus beiden Perspektiven zu erleben und nachzuvollziehen.

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      Mittwoch, 16.05.18
      22:55 - 00:25 Uhr (90 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.05.2018