03.12.2012
05:15 Uhr
Reiss & Leute SWR Fernsehen BW

Chris ist 16, Azubi in einem Maler- und Lackierbetrieb in Idar-Oberstein. Sein Problem: er wohnt auf dem Dorf, etwa 15 Kilometer entfernt. Kein passender Bus, keine Bahn, kein Geld fürs Mofa. Wäre nicht sein Vater, der ihn täglich mit dem Auto hin- und herfährt, Chris hätte überhaupt keine Ausbildungsstelle gefunden. Um Nachwuchs im Land zu halten, müssen die Führerscheinregelungen geändert werden, sagt der Landrat des Kreises Birkenfeld. Darin ist er sich mit 7 weiteren Landräten einig.

Ohne Führerschein mit 16 oder zumindest einem selbständigen Fahren mit 17 gibt's für Dr. Matthias Schneider kaum Hoffnung, dass junge Leute und Betriebe bleiben: "Sonst wandern alle ab und es gibt überhaupt keine Arbeitsplätze mehr, " sagt er.
Das Mainzer Innenministerium lehnt einen Führerschein mit 16 ab. Genauso wie das durch-aus erlaubte unbegleitete Fahren mit 17. Jugendlichen sei es zumutbar, für ihre Ausbildung täglich 3 Stunden mit Bus oder Bahn unterwegs zu sein, von ihren Eltern gefahren zu werden oder eine Wohnung zu mieten.
Das ist diesmal das Thema von Beatrix Reiss: Was bringt der Führerschein mit 16 tatsächlich für wirtschaftsschwache Landkreise wie Birkenfeld. Mit ihr diskutieren die Azubis Yannic, Robin und Ramon, Landrat Dr. Matthias Schneider, Jürgen Häfner, Staatssekretär im Mainzer Innenministerium sowie Professor Jürgen Aring, Stadtplaner und Geograf.

Montag, 03.12.12
05:15 - 05:45 (30 Min.)
Stereo