24.05.2013

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04:12 Uhr

Metropolis

Geheimauftrag Konstantinopel - THEMA: Metropolen im Mittelalter

16 zu 9 Format Stereo

PHOENIX

Sonntag, 02.12.12 | 08:15 - 09:00 (45 Min.)

Kultur

Dieser Sendetermin liegt in der Vergangenheit

Inhalt der Sendung

Eine Stadt in Gefahr. Im Jahr 1437 ist Konstantinopel von den osmanischen Truppen eingeschlossen. Eine Aussicht, sich aus eigener Kraft mit militärischen Mitteln zu befreien, besteht nicht. Der Kaiser ist gezwungen, in dieser verzweifelten Lage eine Entscheidung zu treffen. Der erste Teil der zweiteiligen Dokumentation erzählt von einem der spannendsten Momente mittelalterlicher Geschichte. Mit aufwändigen Inszenierungen zeichnet er die dramatischen Entwicklungen vor über 500 Jahren nach.

Längst sind die Truppen Konstantinopels auf ein winziges Verteidigungsheer zusammengeschmolzen. Einzig die gewaltigen Stadtmauern halten den Feind auf Distanz - noch. Seit über 1000 Jahren war jeder Eindringling an diesen gigantischen Bollwerken gescheitert. Hunnen, Wikinger - niemandem war es gelungen, die reiche Metropole am Bosporus einzunehmen. Einzig Betrug und Verrat hatte nur 33 Jahre zuvor einem Heer von Kreuzrittern die Tore geöffnet, das die Stadt ausgeplündert und verwüstet zurückgelassen hatte. Doch Kaiser Johannes VIII. Paläologos hat Zweifel: Werden die Mauern Konstantinopels auch diesmal halten und den übermächtigen Feind auf Dauer abwehren?

Die Zuschauer erkunden die bedeutendste Großstadt der damaligen Zeit gemeinsam mit einem päpstlichen Gesandten aus Rom. Nikolaus von Kues, genannt Kusanus, war Theologe, Gelehrter, Diplomat und Wissenschaftler. Die atemberaubende Metropole am Bosporus barg für ihn eine völlig neue Welt. Innerhalb der Stadtmauern lebten friedliche Menschen aus allen bekannten Ländern. Ihr gemeinsames Interesse war der Handel, aber das multikulturelle Leben beflügelte auch die Wissenschaft. Dort konnten antike und arabische Schriften ebenso gelesen und diskutiert werden wie christliche. Allerdings kommt Kusanus nicht als Privatmann in die bedrohte Metropole.

Sein Auftrag ist es, dem bedrängten Herrscher Konstantinopels die Unterstützung christlicher Heere anzutragen. Die Gegenleistung, die Papst Eugen dafür erwartet, ist allerdings keine Kleinigkeit: Der Kaiser soll auf seinen Führungsanspruch innerhalb der Ostkirche verzichten und einer Wiedervereinigung der beiden christlichen Kirchen unter der Führung des Papstes zustimmen.

Wie soll sich der Herrscher in dieser verzweifelten Situation entscheiden?

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Über Hunderte von Jahren kontrollierte Konstantinopel den Handel zwischen Ost und West. Erst nach der Plünderung während des 4. Kreuzzuges im Jahr 1204 musste die Metropole ihre Vormachtstellung an Venedig abtreten.

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