02.12.2012
06:45 Uhr
Das amerikanische Hauptquartier PHOENIX

Eine Machtzentrale in West-Berlin: das Hauptquartier der amerikanischen Streitkräfte in der Clayallee. Hier wurde fast 50 Jahre lang das Schicksal Berlins maßgeblich mitbestimmt. In den 1930er Jahren von den Nationalsozialisten erbaut, ist die Verwaltungs- und Kasernenanlage noch heute von monumentaler Gestalt. Die Dokumentation erzählt erstmals die spannende Geschichte des Hauptquartiers.

Nach dem Krieg kamen die Amerikaner und herrschten hier fast 50 Jahre. Als sie 1994 Berlin verließen, lag das Areal brach. So erstaunt es nicht, dass das Hauptgebäude in den letzten Jahren Hollywood-Produktionen als pompöse Kulisse diente: "Inglourious Bastards mit Brad Pitt und "Operation Walküre mit Tom Cruise wurden auch hier gedreht.

Die Einbauten der amerikanischen Streitkräfte sind noch erhalten: Ein Gerichtssaal mit hölzerner Balustrade für den Angeklagten, schalldichte Verhörzellen, Tresorräume im Keller sowie die größte und teuerste Telefonabhörzentrale Westberlins. Noch heute ist das Areal mit Stacheldrahtrollen abgesperrt, ein Hochsicherheitsterrain.

Die Dokumentation erzählt erstmals die spannende Geschichte des Hauptquartiers. Zahlreiche Zeitzeugen, die zum Teil in den Vereinigten Staaten leben, berichten sehr persönlich von den Entscheidungen, die in diesem Haus getroffen wurden. Entscheidungen von weltpolitischer Bedeutung. Der ehemalige CIA-Chef von Berlin, Peter M.F. Sichel beschreibt, wie er den amerikanischen Geheimdienst 1945 in Berlin installierte. Sergeant Major James C. Moss zeigt die vergitterten Kammern, in denen die geheimen Unterlagen des Kalten Krieges lagerten. Und der ehemalige Sicherheitschef Teddy Mohr erläutert zum ersten Mal öffentlich wie das amerikanische Militär Geheimagenten ausbildete. Einzigartiges Filmmaterial erzählt vom gelebten Alltag während des Kalten Krieges und gibt einen einmaligen Einblick in diesen geschichtsträchtigen Ort.

Sonntag, 02.12.12
06:45 - 07:30 (45 Min.)
Stereo