• 24.08.2010
      22:05 Uhr
      1990 - Aufbruch zur Einheit (1/3) Unbekanntes aus Mitteldeutschland | MDR FERNSEHEN
       

      Anlässlich des Jubiläums der Wiederveinigung am 3. Oktober 2010 richtet der MDR mit dieser Dokumentation seinen Blick auf die Geschehnisse in der Region Mitteldeutschland. Kleine und große Geschichten aus mitteldeutschen Dörfern und Städten.

      Dienstag, 24.08.10
      22:05 - 22:48 Uhr (43 Min.)
      43 Min.
      Stereo

      Anlässlich des Jubiläums der Wiederveinigung am 3. Oktober 2010 richtet der MDR mit dieser Dokumentation seinen Blick auf die Geschehnisse in der Region Mitteldeutschland. Kleine und große Geschichten aus mitteldeutschen Dörfern und Städten.

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Zustaendigkeit Christian Schulz

      Es waren Bilder, die um die Welt gingen: Jubelnde Menschen in ganz Deutschland liegen sich in den Armen und feiern überschwänglich die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. 20 Jahre sind seit dem Tag vergangen, an dem die 45-jährige Trennung aufgehoben und Deutschland wieder eins wurde. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums am 3. Oktober 2010 wird die Welt wieder nach Berlin schauen, die historischen Geschehnisse von damals würdigen und sich erinnern an die vorausgegangenen Ereignisse, die die Welt veränderten. Auch das MDR FERNSEHEN blickt zurück auf eine Zeit voller Dramatik, Spannung und Aufregung, die bereits im Jahr zuvor mit der friedlichen Revolution in der DDR ihren Ursprung hatte.

      Die Dokumentation "1990 - Aufbruch zur Einheit", die eine Fortsetzung der Erfolgsserie "1989 - Aufbruch ins Ungewisse" ist, zeigt in beeindruckender Manier die faszinierenden Erlebnisse von bislang unbekannten Helden. Es kommen Menschen zwischen Harz und Elbe zu Wort, für die die politische Wende von einschneidender Bedeutung war. Sie berichten von Hoffnungen und Ängsten, von Verlusten sowie Gewinnen und erzählen von ihren großen und kleinen Taten auf dem Weg zur Einheit. Es sind Zeitzeugen, die abseits der weltpolitischen Ereignisse Geschichte geschrieben haben, für die sich das Leben durch den Sturz der DDR gravierend änderte, die Motor oder Bremser auf dem Weg in eine neue Gesellschaft waren.

      Der Dreiteiler zeigt bisher kaum bekannte Bilder aus einer Zeit des Umbruchs sowie der persönlichen und politischen Veränderungen in Mitteldeutschland. Bei der Produktion erwies sich die Zusammenarbeit zwischen der MDR Redaktion Geschichte und Gesellschaft und den Landesfunkhäusern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen als ideal. Schnell wurden die Autoren bei ihrer Suche nach bislang unerzählten Geschichten aus der Zeit zwischen dem Herbst 1989 und Oktober 1990 fündig. Zudem beleuchtet die Serie die persönlichen Entwicklungen der Protagonisten nach der Wiedervereinigung und zeigt, wessen Hoffnungen sich letztlich erfüllen konnten oder welche Träume zerplatzt sind. Vergessene Bilder aus den Fernseharchiven und nie öffentlich gezeigte Aufnahmen von Amateurfilmern lassen die Zeit der Umwälzungen aller Lebensbereiche neu erwachen.

      Vielfältige Beiträge durch den MDR Hörfunk, allen voran MDR FIGARO und MDR INFO, und die Begleitung durch den umfangreichen Internetauftritt www.mdr.de/1990 runden die aufwändige Produktion ab und heben das Projekt auf eine multimediale Ebene. Damit kann das Publikum des MDR auf verschiedenste Weise von den einzigartigen Recherchen profitieren.

      Während Mitte Januar 1990 Bilder von der Belagerung und Erstürmung der Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit um die Welt gehen, geht es in der DDR-Provinz deutlich ruhiger zu. Doch auch hier ändern sich die Verhältnisse spürbar, die Menschen lechzen nach Dingen, die sie jahrzehntelang entbehren mussten. Ganz wichtig: ungefilterte Informationen in unabhängigen Zeitungen. Aufgrund mangelnder Alternativen gründen viele Menschen ihr eigenes Organ. So auch in der sächsischen Kleinstadt Werdau, wo aktive Mitglieder des Runden Tisches die erste alternative Zeitung, das "Werdau-Crimmitschauer Wochenblatt", ins Leben rufen. Mit Erfolg wird nicht nur über Missstände aufgeklärt, die Gründer des neuen Blattes können auch dazu beitragen, dass sich das schwierige Verhältnis zwischen der örtlichen Polizei und den Einwohnern normalisiert. Schnell kommt dabei zu Tage, dass eine Reformation der staatlichen Presse noch nicht stattgefunden hat.

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      Dienstag, 24.08.10
      22:05 - 22:48 Uhr (43 Min.)
      43 Min.
      Stereo

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