• 13.11.2013
      21:45 Uhr
      Männer in den Wechseljahren Ein Film von Harold Woetzel | hr-fernsehen
       

      Das Publikum mochte "Berniebärchen" in seiner ganzen Moppeligkeit: seinen Witz, seine nette Art, seine gutmütige Beleibtheit. Mit dieser Kombination hatte Bernd Stelter als Kabarettist, Fastnachtsunterhalter und Fernsehkomiker immer gut Geld verdienen können. Nur: Er selbst mochte sich eines Tages überhaupt nicht mehr. Schlapp fühlte er sich, ohne Energie, schlafen konnte er nicht mehr richtig, und mit der Lust - aufs Leben und überhaupt - war es auch nicht mehr weit her. So fing er mit dem Laufen an.

      Mittwoch, 13.11.13
      21:45 - 22:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Das Publikum mochte "Berniebärchen" in seiner ganzen Moppeligkeit: seinen Witz, seine nette Art, seine gutmütige Beleibtheit. Mit dieser Kombination hatte Bernd Stelter als Kabarettist, Fastnachtsunterhalter und Fernsehkomiker immer gut Geld verdienen können. Nur: Er selbst mochte sich eines Tages überhaupt nicht mehr. Schlapp fühlte er sich, ohne Energie, schlafen konnte er nicht mehr richtig, und mit der Lust - aufs Leben und überhaupt - war es auch nicht mehr weit her. So fing er mit dem Laufen an.

       

      In weniger als zwei Jahren verlor er über dreißig Kilogramm - so viel, dass sich ein Teil seines Publikums schon Sorgen um ihn machte. Ihm geht es seither viel besser: Die Energie stimmt wieder, er fühlt sich gesund, und nun sollen die "besten Jahre des Mannes" auch seine besten werden. Aus seiner Krisen-Erfahrung hat er ein Kabarettprogramm gemacht, das auch genauso heißt: "Mittendrin. Männer in den Wechseljahren", und über das Thema des alternden Mannes schreibt er gerade ein Sachbuch.

      Gibt es die männlichen Wechseljahre wirklich? Was steckt dahinter - medizinisch, psychologisch? Harry H., 53 Jahre alt, aus einem kleinen Städtchen auf der Alb, nahe Ulm. Der Pharmavertreter ist viel unterwegs, enger Zeitplan, immer gehetzt von Arzt zu Arzt. Am Anfang hat er sich auch gar nicht so gewundert, dass er immer weniger Lust hatte auf Sex. Er hat es "auf den Job" geschoben. Aber dann kamen die ganzen anderen Dinge dazu: Unlust auch für die Arbeit, Melancholie, Furcht vor dem Versagen, auch im häuslichen Bett. Endlich traute er sich zum Urologen, von dem er dann die Diagnose hörte: "extremer Alters-Hypogonadismus", also ein starker Abfall des Testosteron-Spiegels. Jetzt ist er in einer Hormontherapie, alle sechs bis acht Wochen kann er sich eine neue Spritze abholen. Und er hofft, dass sein altes Ich wieder kommt, das er selbst so sehr vermisste.

      Männer in der Lebensmitte - nicht jeder von ihnen fällt in ein Hormonloch. Es sind aber doch immerhin etwa zehn bis 15 Prozent, die durch einen Abfall ihres Testosteron-Spiegels unter einschlägigen Symptomen leiden, schätzt Prof. Ulrich Wetterauer, einer der renommiertesten Andrologen Deutschlands. Filmautor Harold Woetzel porträtiert in seinem Film Männer in der Lebensmitte - zwischen Midlife-Crisis und Hormonloch - und fragt nach Hilfen und Wegen aus der Krise.

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      Mittwoch, 13.11.13
      21:45 - 22:30 Uhr (45 Min.)
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      Stereo

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