02.12.2012
18:30 Uhr
Luchse, Tiger und Sirenen Einsatz für die letzten ihrer Art | EinsPlus

Iberische Luchse, Amur-Tiger, Anatolische Leoparden, Mönchsrobben in der Türkei und Seekühe auf den Philippinen - sie alle könnten in wenigen Jahren bloß noch in Büchern existieren. Im Mittelpunkt des 2002 entstandenen Films steht das Projekt des spanischen Biologen Jesus Cobo, der sich um die seltenste Raubkatze Europas bemüht, den Iberischen Luchs. Wilderer haben die örtlichen Kaninchenbestände derart dezimiert, dass für die letzten 200 Luchse kaum noch etwas übrig bleibt.

Viel schlimmer noch ist es in Russland. Hier machen Wilderer direkt Jagd auf den Stolz der sibirischen Wälder. Mit Fallen und Flinten stellen sie den letzten Amur-Tigern nach, denn ihr Fell ist tausende von Dollars wert und die verschiedensten Körperteile sind in der chinesischen Medizin hoch geschätzt. Pawel Formenko ist mit seinen Wildhütern unermüdlich für die größte Raubkatze der Welt im Einsatz. Allerdings ist der Osten Sibiriens ein riesiges Gebiet. Doch er hat Erfolg: Heute leben schon wieder doppelt so viele Tiger in der Region. Die Tiere, so erzählt Pawel, sind seine Brüder: scheu, stark, empfindsam und wild zugleich.

Die meisten der unerschrockenen Tierschützer sind bescheidene, ruhige Menschen. So auch Victor Lukarevski, ein Biologe aus Moskau. Er kann sich ein Leben in der Stadt nicht mehr vorstellen. Sein Büro sind die wilden Berge Turkmenistans, seine Schützlinge die letzten anatolischen Leoparden. Diese äußerst seltenen Katzen bekommt man kaum mehr zu Gesicht, vielleicht noch 80 von ihnen leben in Freiheit.
Die Arbeit der Tierschützer vor Ort macht Mut. Mit staatlicher Unterstützung und dem Geld internationaler Hilfsorganisationen stehen die Letzen ihrer Art nicht mehr allein da. Doch alles Geld wäre nichts wert ohne das persönliche Engagement Einzelner, denen dieser Film gewidmet ist.

Sonntag, 02.12.12
18:30 - 19:15 (45 Min.)
Stereo