11.01.2013
14:45 Uhr
Schmeiß weg, kauf neu! - Warum nicht mehr repariert wird betrifft | Einsfestival

In Deutschland fallen jedes Jahr 700.000 Tonnen Elektroschrott an, ein Müllberg so schwer wie zehn Millionen Waschmaschinen, nur weitaus größer. Aber warum wirft man heute mehr weg als jemals zuvor? Anhand von drei Beispielen - Spülmaschine, Drucker, Auto - deckt die Dokumentation "betrifft: Schmeiß' weg, kauf neu!" Hintergründe auf. Denn für die Industrie lohnt sich Reparieren heute kaum noch. Im gnadenlosen Preiskampf nehmen viele Konzerne sogar in Kauf, dass ihre Produkte gerade mal die Mindestanforderungen erfüllen. Fällt das Gerät nach Ablauf der Garantie aus, ist das Pech für den Kunden.

Fast jeder kennt das: Gerade ist die Garantie abgelaufen, da muss das Auto schon in die Werkstatt. Die Spülmaschine ist kaputt, aber eine Reparatur lohnt sich nicht, weil die Ersatzteile zu teuer sind. Und der defekte Drucker landet gleich auf dem Müll, weil eine Instandsetzung vom Hersteller nicht mal vorgesehen ist. Alles nur Zufall?

In Deutschland fallen jedes Jahr 700.000 Tonnen Elektroschrott an, ein gigantischer Müllberg - so schwer wie zehn Millionen Waschmaschinen. Alles Geräte, die irgendwo auf der Welt mühsam hergestellt wurden, teils zu Billiglöhnen und unter erheblicher Belastung der Umwelt. Aber warum werden sie dann nicht repariert?

Für ihre 45-minütige Dokumentation "Schmeiß' weg - kauf neu!" sind die Reporter Carsten Rau und Hauke Wendler einmal quer durch die Republik gereist. Sie haben Menschen getroffen, die Tag für Tag am Wegwerfwahn verzweifeln: Den Elektromeister aus Pirmasens, dessen Kunden ihre Billiggeräte lieber wegschmeißen, als sie reparieren zu lassen. Den Manager aus der Autobranche, der offen zugibt, dass neue Modelle oft nicht zu Ende entwickelt sind. Den Computer-Experten aus Hannover, der von einem monopolisierten Markt spricht, auf dem der Kunde nichts mehr zählt. Doch wer profitiert davon?

Die Reporter haken nach, vergleichen Fertigungskosten und Ladenpreise, stellen die Hersteller zur Rede. Anhand von drei Beispielen - Spülmaschine, Drucker, Auto - decken sie Hintergründe auf und stoßen dabei auf das immer gleiche Problem: Für die Industrie lohnt sich Reparieren heute kaum noch. Im gnadenlosen Preiskampf nehmen viele Konzerne sogar in Kauf, dass ihre Produkte gerade mal die Mindeststandards erfüllen. Fällt das Gerät nach Ablauf der Garantie aus, ist das Pech für den Kunden.

Freitag, 11.01.13
14:45 - 15:30 (45 Min.)
Stereo