• 05.03.2012
      20:15 Uhr
      Zum Dritten Pol (1/2) Dokumentation Deutschland 2007 - Thema: "am Pol" | ARD-alpha
       

      Die Dokumentation schildert das wechselvolle Leben des berühmten Alpinisten Günter Dyhrenfurth.

      Montag, 05.03.12
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Die Dokumentation schildert das wechselvolle Leben des berühmten Alpinisten Günter Dyhrenfurth.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jürgen Czwienk

      Von seiner Professur in Breslau, die er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten niederlegt, vom Austritt aus dem Deutschen und Österreichischen Alpenverein, vom Verlust seines Vermögens und von zwei seiner bedeutenden Himalaja-Expeditionen. Außerdem erzählt sie vom Leben seines Sohnes Norman, der in die Fußstapfen der vom Alpinismus faszinierten Eltern tritt.

      Nachdem zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Wettrennen zum Nord- und Südpol entschieden waren, rückte die bis dahin einzig verblieben unbezwungene Eisregion der Erde, das Gebiet der Achttausender des Himalaya in den Mittelpunkt.

      In einer Mischung aus sportlich-alpinem Ehrgeiz und nationalen Pathos wurde diese majestätische Bergwelt zum "Dritten Pol". Der Wettlauf um die Achttausender begeisterte Generationen von Bergsteigern. Der Dokumentarfilm "Zum dritten Pol" erzählt erstmalig die faszinierende Geschichte zweier dieser Himalaya-Pioniere, Vater und Sohn Dyhrenfurth. Diese ungewöhnliche Familientradition der Dyhrenfurth als Himalaya-Pioniere und Filmemacher beginnt Ende der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts als erstmals deutsche Bergsteiger im Wettlauf um die Erstbesteigung eines Achttausender-Gipfels den Himalaya betreten.

      Die Dokumentation "Zum dritten Pol" schildert das wechselvolle Leben von Prof. Günter Dyhrenfurth und seiner Frau Hettie: Professur in Breslau, Auswanderung der Familie in die Schweiz, Niederlegung der Professur nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, Austritt aus dem gleichgeschalteten Deutschen und Österreichischen Alpenverein, Verlust des Vermögens, und trotzdem zwei Expeditionen (1930: Kangchendzönga; 1934: Hidden Peak), die zu den bedeutendsten der frühen Himalaya-Erkundung gehören. Im Rahmen der Olympischen Spiele von Berlin werden 1936 Professor Dr. Günter Oskar Dyhrenfurth und seine Frau Hettie sehr zum Ärger der nationalsozialistischen Machthaber mit dem "Prix d'Alpinism", der Goldmedaille für Alpinismus geehrt, "für eine Reihe bemerkenswerter Bergbesteigungen und wissenschaftlicher Expeditionen im Himalaya."

      Günter Oskar Dyhrenfurth wagt sich zur Medaillenverleihung nach Berlin. Seine Frau Hettie, aus einer wohlhabenden jüdischen Familie stammend, bleibt in der Schweiz und wandert schließlich 1937 mit den drei Kindern in die Vereinigten Staaten von Amerika aus. Sie wird ihren Mann niemals wieder sehen. Ihrem jüngsten Sohn, Norman, gelingt eine großartige Karriere, die ihn bis zum Professor und, erst 33-jährig, zum Leiter der Filmfakultät der University of California at Los Angeles führt. Wendepunkt seines Lebens ist seine Teilnahme als Expeditionsfilmer an der Schweizerischen Everest-Expedition 1952, die der britischen Erstbesteigung im darauf folgenden Jahr den Weg bereitet. Er bringt sensationelle, nie gesehene Bilder der Bergwelt des Himalaya mit heim.

      Norman Dyhrenfurth hängt die Professur an den Nagel und widmet sich fortan seiner großen Passion des Expeditionsbergsteigens. Damit tritt er in die Fußstapfen seiner Eltern und nimmt zwischen 1952 und 1986 an sieben großen Himalaya-Expeditionen teil, meist als deren Leiter, immer aber als Kameramann oder Filmproduzent. Dabei entstehen Filme, wie sie nie zuvor auf einer Leinwand zu sehen waren. Den Höhepunkt seiner Karriere als Leiter von Himalaya-Expeditionen erreicht Norman Dyhrenfurth 1963: Erste Everest-Besteigung durch die Amerikaner, noch dazu auf einer neuen Route - über das Hornbein-Couloir.

      Die zweite Folge können Sie am 6. März um 20.15 Uhr sehen.

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      Montag, 05.03.12
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
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