Gewissensbisse
06:25 - 06:50 Uhr (noch 17 min.)
06:33 Uhr
06:50 Uhr Das Surfcamp (1/20)
makro: Bittere Pillen für die Pharmaindustrie
Moderation: Eva Schmidt
06:15 - 06:45 Uhr (noch 12 min.)
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06:45 Uhr Unbekannte Schätze westa...
06:45 Uhr Panoramabilder / Bergwetter
Wolkenkratzer-Festival in Frankfurt - Moderation: Susann Atwell
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06:45 Uhr La Palma - Mit Lanzenspr...
07:30 Uhr Wie erziehe ich meine El...
06:45 Uhr Schätze der Welt
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07:00 Uhr Sehen statt Hören
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07:05 Uhr Hessens schönste Bauernhöfe
06:45 Uhr TELEKOLLEG Mathematik
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07:15 Uhr Cosmic Quantum Ray
06:45 Uhr Wildes China (5/6)
Dieser Sendetermin liegt in der Vergangenheit
In Deutschland ist er, auch nach seinem Abschied vom Bildschirm, "Mister Tagesthemen" geblieben. Bevor er 15 Jahre lang jeden Abend das wichtigste Nachrichtenmagazin des Ersten Deutschen Fernsehens moderierte, war er über viele Jahre der Korrespondent aus Paris, der den Deutschen Frankreich nahe gebracht hat. "Mein Ansatz, das Land zu betrachten, war nicht zu sagen, dass die Franzosen anders sind, sondern warum sie anders sind", sagt Wickert im Rückblick. Mit 12 Jahren ist der Diplomatensohn mit seinen Eltern nach Paris gekommen, ist dort zur Schule gegangen, hat die Sprache mühelos gelernt.
Frankreich ist für Wickert Teil seiner Identität. So wundert es auch nicht, dass er nach Sachbüchern wie "Vom Glück, Franzose zu sein" auch Krimis schreibt, in denen ein Pariser Untersuchungsrichter ermittelt. In einer provenzalischen Kleinstadt unweit von Grasse hat er seinen zweiten Wohnsitz: Dort kann er sich zurückziehen und in Ruhe schreiben. Wenn er sich hier im Café mitten auf dem Marktplatz verabredet, dann ist er einfach Franzose unter Franzosen, sogar, wenn ein Kamerateam dabei ist, das genießt er. Ganz anders in Deutschland, dort wird er von Leuten auf der Straße angesprochen, um Autogramme gebeten. Das hat sich auch nach dem Ende seiner Tätigkeit als Frontmann der Nachrichtensendung der ARD, nicht geändert. Ulrich Wickert ist der populärste deutsche Journalist. Dabei wollte er ursprünglich Diplomat werden, studierte Jura. Schreiben, das war anfangs für ihn nur ein Hobby und kein "ordentlicher" Beruf. Doch als er damit sein erstes Geld verdiente, merkte er, wie sehr es ihm Spaß machte, anderen über Gott und die Welt zu berichten. Im Film von Dagmar Wittmers gibt Wickert Einblicke in sein Privatleben, erzählt von seiner frühen Kindheit in Japan, wo die Familie in einem Holzhaus, an einem der Seen am Fuße des Fuji lebte und er mit den Nachbarkindern Japanisch sprach, von seinem Aufenthalt in den USA als 19-jähriger Stipendiat der Wesleyan University, wo er begriff, was Freiheit bedeutet, und dass man sich einsetzten muss für die Gemeinschaft. Unterwegs in Paris zu den Schauplätzen seines neuen Krimis, in Hamburg, wo er mit seiner Frau Julia lebt, in Berlin, dem Sitz der Redaktion des Nachrichtenportals "Zoomer.de", für die er regelmäßig eine Kolumne schreibt, und in seiner Wahlheimat Südfrankreich treffen wir den Journalisten, der sich heute eher als Autor bzw. Schriftsteller begreift, und erfahren bisher Unbekanntes über ihn.
© programm.ARD.de, 2011