• 20.02.2011
      14:00 Uhr
      Seppi & Hias Bayerisch - Türkische Lausbubengeschichten | BR Fernsehen
       

      Das oberbayerische Beuerberg: Der neunjährige Yusuf, genannt Seppi, und sein Freund Matthias, Hias gerufen, sind beste Freunde, eingefleischte Fußballnarren und teilen Freud und Leid. Doch dann fällt auf das unbeschwerte Leben ein Schatten.

      Sonntag, 20.02.11
      14:00 - 14:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Das oberbayerische Beuerberg: Der neunjährige Yusuf, genannt Seppi, und sein Freund Matthias, Hias gerufen, sind beste Freunde, eingefleischte Fußballnarren und teilen Freud und Leid. Doch dann fällt auf das unbeschwerte Leben ein Schatten.

       

      Stab und Besetzung

      Yusuf, alias "Seppi" Can Schneider
      Matthias, alias "Hias" Thomas Schöttl
      Pfarrer Berger Hans Stadlbauer
      Onkel Ali Aykut Kayacik
      Mutter von Seppi / Yusuf Suzan Demircan
      Vater von Matthias Hansi Kraus
      Mutter von Matthias Michaela Heigenhauser
      Großmutter von Matthias Julia Gschnitzer
      Regie Emre Koca
      Redaktion Hubert von Spreti

      Gemeinsam besuchen sie die dritte Klasse der Dorfschule, spielen Garagentorfußball, essen gern Leberkäs-Semmeln und sind Fans von Bastian Schweinsteiger und dem FC Bayern München. Der türkischstämmige Yusuf (Seppi), neun Jahre, und sein gleichaltriger bester Freund Matthias (Hias), treiben im idyllischen oberbayerischen Beuerberg ihr Unwesen. Matthias heckt immer wieder einen Streich aus oder erzählt Fantasiegeschichten. Yusuf ist zwar der ruhigere von beiden, doch lässt er sich immer wieder von seinem besten Freund mitreißen. Beide wünschen sich ein Trikot von "Schweini", ihrem großen Vorbild. Doch Matthias Vater ist 60er-Fan und würde ihm ein Bayern-Trikot nie kaufen. Und Seppis Mutter hat kein Geld dafür.

      Als für Matthias die Kommunion und damit der Pflichtgang zum Beichtstuhl ansteht, steht ihm der Angstschweiß auf der Stirn, hat er doch etliche Sünden angesammelt, die er um keinen Preis offenlegen will. Gleichzeitig reist Yusufs islamisch-konservativer Onkel an, der seinen Neffen wieder auf den rechten Pfad der Religion, wie sie Mohammed verkündet hat, zurückbringen will. Er verschreckt den Jungen fürchterlich mit seiner Horrorgeschichte, dass Schweinefleisch essen böse Konsequenzen hat. Wer Schwein isst, wird selbst zum Schwein. So werden die beiden mit ihren Sünden konfrontiert - Matthias mit den bayerisch-katholischen und Yusuf mit den türkisch-islamischen Sünden.

      Mit "Seppi & Hias" schloss Emre Koca, der mit seinem Freund Florian Wammetsberger auch das Drehbuch schrieb, erfolgreich sein Studium an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film ab. Seine bayerisch-türkischen Lausbubengeschichten in der Tradition von Ludwig Thoma erinnern in ihrem Charme, in ihrer Ursprünglichkeit und ihrem nie anbiederndem Verständnis für kindliche Sorgen und Nöte auch an das Debüt des Kollegen Marcus H. Rosenmüller "Wer früher stirbt, ist länger tot", dessen junger Held dem Katholizismus und seiner Lehre von Sündenfall ebenfalls Albträume und höllische Ängste verdankt.

      In seinen jungen Hauptdarstellern Can Schneider (Seppi) und Thomas Schöttl (Hias) hat Emre Koca Darsteller gefunden, die vor der Kamera agieren, als gäbe es sie gar nicht, so selbstverständlich und unverfälscht wirkt ihr Spiel. Auch eine kleine Verbeugung vor den Verfilmungen der Lausbubengeschichten in den 1960er-Jahren: Ihr Hauptdarsteller war Hansi Kraus, der hier als Hias' Vater agiert.

      Der Regisseur Emre Koca zu seinem Film: "'Seppi & Hias' ist eine Geschichte über zwei Lausbuben, die ihr Unwesen in einem kleinen, oberbayerischen Dorf treiben und allerlei Leute ärgern. Zugleich wird jedoch eine innige Freundschaft zwischen einem bayerischen Buben und einem türkischstämmigen Jungen, erzählt, die trotz unterschiedlicher Herkunft, gleicher nicht sein könnten. ... Kern der Geschichte bildet das Thema Freundschaft. In den 'Bayerisch-Türkischen Lausbubengeschichten' verschmelzen meine Kindheitserfahrungen mit Ludwig Thomas Lausbubengeschichten aus den 60er-Jahren. Als Kinder haben mein Freund/Ko-Autor Florian Wammetsberger und ich an den Original-Schauplätzen von damals gespielt. Und nun haben wir die damaligen Drehorte, zu unseren eigenen Filmmotiven gemacht."

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      Sonntag, 20.02.11
      14:00 - 14:30 Uhr (30 Min.)
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