• 07.02.2018
      23:05 Uhr
      Persona Spielfilm Schweden 1966 | arte
       

      Experimenteller Klassiker von Kult-Regisseur Ingmar Bergman: In einer Psychiatrie trifft die scheinbar zufriedene und ausgeglichene Krankenschwester Alma auf die Schauspielerin Elisabet Vogler. Diese spricht seit einem Bühnenauftritt nicht mehr. Die Ärztin erklärt sie für körperlich und psychisch völlig gesund. Obwohl Alma Angst vor Elisabets starker Persönlichkeit hat, begleitet sie sie zu einem Kur-Aufenthalt in ein Haus am Meer. Alma und Elisabet kommen sich näher, doch wer sind die beiden wirklich? Scheint hinter ihrer Fassade tatsächlich ihre Persönlichkeit hindurch?

      Mittwoch, 07.02.18
      23:05 - 00:25 Uhr (80 Min.)
      80 Min.
      Stereo HD-TV

      Experimenteller Klassiker von Kult-Regisseur Ingmar Bergman: In einer Psychiatrie trifft die scheinbar zufriedene und ausgeglichene Krankenschwester Alma auf die Schauspielerin Elisabet Vogler. Diese spricht seit einem Bühnenauftritt nicht mehr. Die Ärztin erklärt sie für körperlich und psychisch völlig gesund. Obwohl Alma Angst vor Elisabets starker Persönlichkeit hat, begleitet sie sie zu einem Kur-Aufenthalt in ein Haus am Meer. Alma und Elisabet kommen sich näher, doch wer sind die beiden wirklich? Scheint hinter ihrer Fassade tatsächlich ihre Persönlichkeit hindurch?

       

      "Persona" beginnt mit einer Flut von Bildern: Da ist zunächst ein Filmstreifen, ein Schaf wird geschlachtet, ein Nagel wird in eine Hand gehämmert, und schließlich verharrt die Kamera länger auf einem Jungen, der das auf eine Leinwand projizierte Gesicht einer Frau berührt. Das Gesicht bleibt verschwommen, er dringt nicht zu ihm durch. Bereits in diesen einleitenden Bildern wird das Thema des Films entwickelt.

      "Persona" bezeichnet in der Psychologie die soziale Rolle einer Person, sozusagen die Maske. Den Gegenpol zur Persona bildet der persönliche Schatten, all jene Eigenschaften und Empfindungen, die im sozialen Kontext nicht gezeigt werden dürfen und unterdrückt werden müssen.
      Im Film haben wir es nun mit einer Person zu tun, die nicht mehr bereit ist, die von ihr sozial erwartete Rolle einzunehmen. Die Schauspielerin Elisabet Vogler spricht nicht mehr und ist deshalb in psychologischer Behandlung. Die Ärztin attestiert ihr völlige Gesundheit, es gebe weder psychische noch physische Gründe für ihre Stummheit. Demgegenüber scheint die Krankenschwester Alma den sozialen Erwartungen vollkommen zu entsprechen. Höflich stellt sie sich vor, erwähnt ihr Alter, dass sie verheiratet ist, ihre Eltern einen Bauernhof haben.

      Alma begleitet Elisabet zu einem Kuraufenthalt in ein Haus am Meer. Die beiden Frauen kommen sich näher und Alma schüttet der stummen Elisabet ihr Herz aus. Doch wie sich bald herausstellt, ist die stumme, doch so vertrauenswürdig wirkende Elisabet alles andere als auf ihrer Seite.

      In einem Brief macht sich Elisabet über Alma, ihre Geheimnisse und ihre Zuneigung zu ihr selbst lustig. In der Wut bröckelt schließlich auch Almas Fassade. Im Film lösen sich die Identitäten von Alma und Elisabet bis zur Unkenntlichkeit auf und auch das Konzept von Realität als solches wird infrage gestellt. "Persona" stellt die Frage nach dem Selbst, die heute noch zentraler ist als vor 50 Jahren.

      "Persona" zählt neben "Wilde Erdbeeren", "Das siebente Siegel" und "Fanny und Alexander" zu Bergmans wichtigsten Filmen. Ingmar Bergman gilt als einer der bedeutendsten Regisseure des 20. Jahrhunderts. 1997 wurde ihm dies bei den Festspielen in Cannes auch offiziell attestiert, indem er zum besten Regisseur aller Zeiten gekürt wurde. Über "Persona" schreibt der "Filmdienst": "Formal streng und asketisch, inhaltlich reich an metaphysischen und psychologischen Spekulationen, variiert der Film auf faszinierende Weise Grundmotive Bergmans - die Abwesenheit Gottes und die Einsamkeit des auf sich selbst zurückgeworfenen Menschen."

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      Mittwoch, 07.02.18
      23:05 - 00:25 Uhr (80 Min.)
      80 Min.
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.02.2018