• 28.05.2016
      21:45 Uhr
      No Direction Home - Bob Dylan Dokumentarfilm Deutschland 2005 | arte
       

      Songwriter, Folksänger und Rockmusiker Bob Dylan ist einer der einflussreichsten und innovativsten Musiker der Gegenwart. Starregisseur Martin Scorsese gelang es, den scheuen Künstler vor die Kamera zu bekommen und ein Porträt des Phänomens Bob Dylan zu entwerfen. Angefangen bei seinen Wurzeln in Minnesota über seine ersten Auftritte in den Bars von Greenwich Village 1961 und seinen kometenhaften Aufstieg bis hin zum Jahr 1966, als er bei seinem ersten Auftritt mit einer elektrischen Gitarre seine Fans verprellte und sich zeitweilig von der Konzertbühne zurückzog.

      Samstag, 28.05.16
      21:45 - 01:15 Uhr (210 Min.)
      210 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Songwriter, Folksänger und Rockmusiker Bob Dylan ist einer der einflussreichsten und innovativsten Musiker der Gegenwart. Starregisseur Martin Scorsese gelang es, den scheuen Künstler vor die Kamera zu bekommen und ein Porträt des Phänomens Bob Dylan zu entwerfen. Angefangen bei seinen Wurzeln in Minnesota über seine ersten Auftritte in den Bars von Greenwich Village 1961 und seinen kometenhaften Aufstieg bis hin zum Jahr 1966, als er bei seinem ersten Auftritt mit einer elektrischen Gitarre seine Fans verprellte und sich zeitweilig von der Konzertbühne zurückzog.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Martin Scorsese

      Musikgeschichte schrieb Regisseur Martin Scorsese bereits 1978 mit seinem Dokumentarfilm "The Band" ("The Last Waltz") über das Abschiedskonzert der gleichnamigen Gruppe, die unter anderem als Begleitband von Bob Dylan Berühmtheit erlangte. In "No Direction Home" beleuchtet er die frühen Jahre des Songwriters und Musikers Bob Dylan und schafft dabei auch ein musikalisches Meisterwerk.

      Martin Scorsese, der die Berlinale 2008 mit "Shine A Light", der spektakulären Verfilmung eines Rolling-Stones-Konzertes, eröffnete, konzentrierte sich in seinem Bob-Dylan-Porträt auf die Jugend des Sängers und Songwriters und die Anfangsjahre seiner musikalischen Karriere. Deren Ende markiert die England-Tournee des Jahres 1966, bei der Dylan erstmals mit einer elektrisch verstärkten Band auftrat. Auf den "Judas!"-Ruf, den ein empörter Fan damals in Manchester in den Saal schleuderte, reagierte Dylan unerschrocken mit der Anweisung an seine Band "Play it fuckin' loud!".

      Wie in einem Dylan-Song wechselt Scorsese ständig die Perspektive. Er lässt einmal Dylan selbst zu Wort kommen, der für den Film sein erstes großes Interview - wenn auch nicht Martin Scorsese selbst, sondern seinem Manager Jeff Rosen - seit langer Zeit gab. "Da erfahren wir, dass der Mann, den die ganze Welt für die zentrale musikalische Figur der amerikanischen Protestbewegung gehalten hat, sich selbst nicht dafür hielt. "Mit irgendwelchen Ideologien hatte ich nie wirklich was am Hut. Egal in welcher Szene ich mich bewegte, ich fühlte mich immer als Außenseiter." Mal schildern Weggefährten wie Pete Seeger, Joan Baez oder Allen Ginsberg die Entwicklung Dylans, der sich vom Rock 'n' Roller seiner Jugendtage über den Protest-Folksänger der frühen 60er bis zum elektrischen Rocker jener England-Tour wandelte.

      Die aufregende und aufreibende Geschichte jener Jahre erzählt Scorsese nicht chronologisch und er verzichtet auf jeden eigenen Kommentar.

      In dem Dokumentarfilm kommen - zum Teil in Archivaufnahmen - neben Pete Seeger, Joan Baez und Allen Ginsberg auch Folk-Sänger Dave Van Ronk, Bob Dylans erste große Liebe Suze Rotolo, Sänger und Songschreiber Bob Neuwirth, Filmemacher D. A. Pennebaker und Dylans großes Vorbild Woody Guthrie zu Wort. Zu sehen sind zahlreiche Bob-Dylan-Performances, zu den wichtigsten zählen Aufnahmen der Songs "Blowin' in the Wind", "Girl from the North Country", "Man of Constant Sorrow", "Mr. Tambourine Man", "Love Minus Zero/No Limit", "Like a Rolling Stone" und "One Too Many Mornings".

      Für seinen Musikfilm konnte Scorsese auf Dylans Privatarchiv und auf die Arbeiten der Dokumentarfilm-Legende D. A. Pennebaker zurückgreifen. "Diesen Filmen verdankte er das beste Material. Wir sehen Dylan Backstage, schwer unterwegs auf irgendwelchen Substanzen, die alle nicht schöner und schlauer machen, völlig genervt von den Buhrufen seiner Fans und völlig ausgelutscht vom Starruhm. [...] ,Nächste Woche baue ich mir einen neuen Dylan, mal sehen, wie lange der hält', sagt er nach einem Konzert. So nah ist ihm danach nie wieder eine Kamera gekommen", schreibt Matthias Leybrand über die Filme Pennebakers.

      Neben vielen anderen Preisen gewannen Bob Dylan, Martin Scorsese und die Produzenten des Dokumentarfilms im Jahr 2006 den Grammy für das beste lange Musikvideo und den Golden Reel Award der Motion Picture Sound Editors für den besten Tonschnitt.

      Der "film-dienst" schreibt: "Der durch ein langes Interview mit Dylan gerahmte Film bietet eine Fülle von klug eingesetztem Archivmaterial, durch das der Künstler in ein politisches wie kulturelles Umfeld gestellt wird und die gegenseitigen Beeinflussungen erkennbar werden. Nicht nur für Musikfans von hohem ästhetischem Reiz."

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      Samstag, 28.05.16
      21:45 - 01:15 Uhr (210 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.11.2017