• 20.03.2017
      23:55 Uhr
      Koudelka Shooting Holy Land Dokumentarfilm Deutschland / Tschechien 2015 | arte
       

      Der tschechische Fotograf Josef Koudelka wuchs hinter dem Eisernen Vorhang auf und wurde berühmt mit seinen ikonischen Fotos vom Einmarsch der sowjetischen Truppen in Prag 1968, dem Ende des Prager Frühlings. Fast 50 Jahre später steht Koudelka fassungslos vor der neun Meter hohen Mauer, die Israel in der Westbank errichtet hat. Er beginnt ein über vier Jahre dauerndes Fotoprojekt in der Region, bei dem er mit der harschen Realität von Gewalt und Konflikt konfrontiert wird.

      Montag, 20.03.17
      23:55 - 01:10 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Der tschechische Fotograf Josef Koudelka wuchs hinter dem Eisernen Vorhang auf und wurde berühmt mit seinen ikonischen Fotos vom Einmarsch der sowjetischen Truppen in Prag 1968, dem Ende des Prager Frühlings. Fast 50 Jahre später steht Koudelka fassungslos vor der neun Meter hohen Mauer, die Israel in der Westbank errichtet hat. Er beginnt ein über vier Jahre dauerndes Fotoprojekt in der Region, bei dem er mit der harschen Realität von Gewalt und Konflikt konfrontiert wird.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Gilad Baram

      Der legendäre Magnum-Fotograf Josef Koudelka wollte immer sehen, was auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs lag. Die neun Meter hohe Mauer, die Israel in der Westbank errichtet hat, erschütterte ihn zutiefst. Er beschließt, an einem großangelegten Fotoprojekt über die Mauer teilzunehmen. Der damalige Fotografiestudent Gilad Baram wird ihm als Assistent zur Seite gestellt, und aus dieser Zusammenarbeit entsteht die Idee für den Film "Koudelka Shooting Holy Land".

      Die Begegnungen unterwegs und die fast schmerzhaft scharfen Bilder Koudelkas zeigen ein Land, geschunden und zerstört durch Kilometer einer gigantischen Mauer. Die imposanten Schwarz-Weiß-Bilder von der Grenzmauer zwischen Israel und Palästina manifestieren in ihrer Strenge und Nüchternheit die Absurdität der tiefen Kluft zwischen den Nachbarn. Aufnahmen der von Betonmauern und Stacheldraht zerrissenen und zerstörten Landschaft sprechen vom tragischen Wahnwitz eines Konflikts, der aus einem Land mit zwei Völkern zwei Gefängnisse macht.

      An jedem Ort, der zu einem Koudelka-Foto wird, entfaltet sich eine neue Szene. Der Zuschauer lernt auf diese Art Koudelkas Arbeitsmethode und Weltwahrnehmung, als auch die Menschen, denen er begegnet, kennen. Zwischen Barams Kameraarbeit und Koudelkas künstlerischem Prozess des Fotografierens entsteht ein faszinierender Dialog, da Baram den Fotografen in seine eigenen atemberaubenden Kompositionen setzt.

      Die sich entwickelnde Beziehung zwischen dem Meister und seinem Schüler ist Bestandteil des Films. "Koudelka Shooting Holy Land" erlaubt einen einzigartigen und intimen Einblick in den kreativen Prozess eines legendären Fotografen auf seiner Reise entlang der Mauer, die Israel und Palästina trennt, deren Konflikt sich auf seinen Fotos widerspiegelt.

      Der Regisseur dieses Dokumentarfilms, Gilad Baram, Koudelkas Assistent zu der Zeit, begleitet ihn auf eine Reise durch das Heilige Land, von einem enigmatischen und visuell spektakulären Schauplatz zum anderen.

      "Koudelka Shooting Holy Land" ist Barams Dokumentarfilmdebüt. Der Film wurde weltweit auf zahlreichen Filmfestivals gezeigt, unter anderem auf den Dokumentarfilmfestivals Jihlava in Tschechien, dem DOK.fest München, dem Docaviv Festival in Israel, dem One World International Human Rights Documentary Film Festival in Prag sowie dem San Francisco Jewish Film Festival.

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      Montag, 20.03.17
      23:55 - 01:10 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 26.05.2017