• 11.04.2017
      23:15 Uhr
      Kein Gott, kein Herr! - Ein kleine Geschichte der Anarchie (2/2) Erinnerung der Besiegten (1914-1939) | arte
       

      Nach dem Zweiten Weltkrieg können sich die überall auf der Welt verstreuten Anarchisten nicht mehr damit begnügen, Utopien von einer besseren Welt zu entwerfen und solidarische Praktiken zu entwickeln. Mehr denn je müssen sie die Wirksamkeit ihrer Ideen durch Taten beweisen und an allen Fronten gegen die vielen Formen des Totalitarismus kämpfen, die die Menschheit zu vernichten drohten.

      Dienstag, 11.04.17
      23:15 - 00:30 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      VPS 23:25
      Stereo HD-TV

      Nach dem Zweiten Weltkrieg können sich die überall auf der Welt verstreuten Anarchisten nicht mehr damit begnügen, Utopien von einer besseren Welt zu entwerfen und solidarische Praktiken zu entwickeln. Mehr denn je müssen sie die Wirksamkeit ihrer Ideen durch Taten beweisen und an allen Fronten gegen die vielen Formen des Totalitarismus kämpfen, die die Menschheit zu vernichten drohten.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Tancrède Ramonet

      Ob Individualist, Illegalist, Anarcho-Syndikalist, christlicher Anarchist oder auch Anarcho-Primitivist - der Anarchismus hat fast ebenso viele Varianten wie Gesichter. Heute ist er unbedeutend, aber es gab eine Zeit, da beherrschte er die Welt. Erst nach dem Ersten Weltkrieg schien der Anarchismus in Europa fast keinen Einfluss mehr zu haben. Das hatte weniger mit den Anschlägen der „Propaganda der Tat“-Bewegung zu tun und den repressiven Gesetzen, den sogenannten Lois scélérates, die gegen sie erlassen wurden, als vielmehr mit dem Ersten Weltkrieg, der von Verdun bis an die Somme mancherorts fast ein Drittel der Arbeiter das Leben gekostet und die meisten Aktivisten mundtot gemacht hatte. Millionen von Amputierten, Traumatisierten und Entstellten dachten nicht mehr an eine Revolution. Am Rande der großen Industrieländer jedoch lebte der Anarchismus weiter. Um die Reaktion niederzuschlagen, die ihrerseits viele Gesichter hatte, reichte es nun nicht mehr aus, Utopien von einer besseren Welt und solidarische Praktiken zu entwickeln. Der Kapitalismus gebar in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zwei furchtbare Geschöpfe - Stalinismus und Faschismus. Angesichts der verschiedenen Totalitarismen, die zu noch stärkerer Ausbeutung des Menschen und zur Industrialisierung des Mordens führten, galt es nun für die Anarchisten, an allen Fronten zu kämpfen und die Überlegenheit ihrer Ideen unter Beweis zu stellen. In Mexiko, Russland und Spanien führten sie im Namen von Recht und Freiheit eine der größten Revolutionen des 20. Jahrhunderts an und schrieben ein neues, schwarz-rotes Kapitel unserer Geschichte.

      Dokumentarfilm Frankreich 2012

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