• 20.06.2012
      23:30 Uhr
      Ich will nicht nur, daß ihr mich liebt Der Filmemacher Rainer W. Fassbinder - Zum 30. Todestag Rainer Werner Fassbinders | arte
       

      Das Porträt des Schauspielers und Filmemachers Rainer Werner Fassbinder, der durch seinen Lebens- und Arbeitsstil den deutschen Nachkriegsfilm geprägt hat wie kaum ein anderer, besteht aus zehn Kapiteln. Weggefährten berichten von sehr unterschiedlichen Aspekten seiner Persönlichkeit und seines Schaffens.

      Mittwoch, 20.06.12
      23:30 - 01:10 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      Stereo HD-TV

      Das Porträt des Schauspielers und Filmemachers Rainer Werner Fassbinder, der durch seinen Lebens- und Arbeitsstil den deutschen Nachkriegsfilm geprägt hat wie kaum ein anderer, besteht aus zehn Kapiteln. Weggefährten berichten von sehr unterschiedlichen Aspekten seiner Persönlichkeit und seines Schaffens.

       

      Er war wohl der produktivste und kreativste Filmemacher seiner Generation. Als Rainer Werner Fassbinder am 10. Juni 1982, zehn Tage nach seinem 36. Geburtstag, starb, ließ sich der Verlust für den deutschen Film nur erahnen. Bis heute, 30 Jahre nach seinem Tod, hat sich kein deutscher Regisseur gefunden, der auch nur annähernd beharrlich und intensiv vom Hier und Jetzt erzählt. Mit Fassbinder hat der deutsche Film seine vitalste Kraftquelle verloren.
      Zehn Jahre nach Fassbinders Tod unternahm der Münchner Filmjournalist Hans Günther Pflaum eine Spurensuche, die direkt in Fassbinders Filme hineinführt. In ihnen sind seine Person und sein künstlerisches Potenzial, seine Sensibilität für Geschichte und Gegenwart deutscher Glücksvorstellungen ebenso wiederzufinden wie seine persönlichen Ängste. Fassbinder war ein einzigartiger Chronist deutscher Befindlichkeit; nicht ein Chronist der offiziellen Historie, sondern des Privaten. Denn im Bereich der alltäglichen Erfahrung begann Fassbinders Kritik an der Bundesrepublik, an ihren Traditionen und Wertbegriffen.

      Anhand von Filmausschnitten, Analysen und Interviews zeichnet der Dokumentarfilm "Ich will nicht nur, daß ihr mich liebt" das facettenreiche Porträt einer nicht minder facettenreichen Künstlerpersönlichkeit, Fassbinders Weg vom Theater-Außenseiter zum Starregisseur, vom Autodidakten zum Virtuosen.

      ber Jahrzehnte hat der Münchner Filmpublizist Hans Günther Pflaum, Jahrgang 1941, die deutsche Filmkritik entscheidend mitgeprägt. Neben seiner Tätigkeit als Herausgeber des "Jahrbuchs Film" von 1977 bis 1985 trat er auch als Autor der heute als Standardwerke geltenden Bücher "Film in der Bundesrepublik Deutschland" (1979) und "Deutschland im Film" (1985) in Erscheinung. Pflaum gilt als einer der profundesten Kenner des deutschen Nachkriegsfilms. Gemeinsam mit Rainer Werner Fassbinder, dem er bis zu dessen Tod freundschaftlich verbunden war, verfasste er 1976 das Buch "Das bisschen Realität, das ich brauche". 1992 veröffentlichte er die Monografie "Rainer Werner Fassbinder. Bilder und Dokumente." Im selben Jahr drehte Pflaum seinen ersten und bisher einzigen Dokumentarfilm fürs Kino: "Ich will nicht nur, dass ihr mich liebt" gilt bis heute als der intensivste und am besten recherchierte Film zu Leben und Werk des großen Filmemachers Rainer Werner der. Hans Günther Pflaum ist außerdem Autor und Regisseur verschiedener Fernsehdokumentationen zu Themen und Persönlichkeiten des deutschen Films. Auf ARTE waren unter anderem seine Beiträge über den deutschen Heimatfilm und zum Phänomen "Schulmädchen-Report" zu sehen.

      Aus Anlass seines 30. Todestages widmet ARTE im Juni 2012 Rainer Werner Fassbinder eine breite Werkschau. Der Dokumentarfilm "Ich will nicht nur, daß ihr mich liebt" begleitet und vervollständigt die Reihe.

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      Mittwoch, 20.06.12
      23:30 - 01:10 Uhr (100 Min.)
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