Folge 1532
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Laser - die Kraft des Lichts
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15:15 Uhr Traumzug durch Afrika
15:15 Uhr Traumzug durch Afrika
Was steckt in der Wurst? - Moderation: Andrea Grießmann und Jo Hiller
14:15 - 15:15 Uhr (noch 4 min.)
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Johanna -
Spielfilm Deutschland / Österreich 2009
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Johanna -
Spielfilm Deutschland / Österreich 2009
14:30 - 16:00 Uhr (noch 49 min.)
16:00 Uhr SWR Landesschau aktuell ...
Johanna -
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Amok: Töten in blinder Wut - Moderation: Andrea Grießmann und Jo Hiller
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Wochenmagazin für Hörgeschädigte - Moderation: Jürgen Stachlewitz
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Nachrichten im Viertelstundentakt
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15:30 Uhr Mohn - Blume des Schlafs
Was steckt in der Wurst? - Moderation: Andrea Grießmann und Jo Hiller
14:15 - 15:15 Uhr (noch 4 min.)
15:15 Uhr nano
15:25 Uhr Der Sattelclub
15:15 Uhr Propaganda, Hass, Mord
Dieser Sendetermin liegt in der Vergangenheit
Hubert hat ein Problem: Er verachtet seine Mutter. Mit seinen 17 Jahren verabscheut er den Geschmack von Chantal. Wie sie sich kleidet, wie sie spricht, wie sie isst: Alles in ihm sträubt sich gegen ihre Person und ist Anlass für Streit.
Erwachsenwerden ist kein Zuckerschlecken, das muss auch Hubert einsehen. Er wohnt mit seiner alleinerziehenden Mutter Chantal in Quebec und erlebt die erste Liebe mit Freund Antonin. Während Antonin ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu seiner Mutter Hélène hat, streitet sich Hubert regelmäßig mit Chantal: Sie mag gerne kitschige Einrichtungsgegenstände und hat einen exzentrischen Kleidungsstil, was ihr Sohn verabscheut. Auch die kleinste ihrer Gesten macht ihn wahnsinnig.
Ihr 17-jähriger Sohn findet das alles abstoßend. Gleichzeitig liebt Hubert sie und erinnert sich, genauso wie sie, wehmütig an die Tage zurück, als ihre Beziehung noch einfach und liebevoll war. Seine widersprüchlichen Gefühle und Gedanken versucht Hubert in Monologen festzuhalten, die er mit seiner Videokamera aufzeichnet. Seine Lehrerin Julie wird für Hubert eine Vertraute, die seine literarische Begabung erkennt und fördert.
Als Chantal durch Zufall von der Homosexualität ihres Sohnes erfährt, kommt es zum Eklat. Gemeinsam mit Huberts Vater Richard beschließt Chantal, Hubert auf ein Internat zu schicken. Dort schreibt Hubert einen Aufsatz über seine Hassliebe zu ihr mit dem Titel "Ich habe meine Mutter getötet" und stiehlt sich eines Tages davon, um zum Ort seiner Kindheit aufzubrechen.
Anders als der Titel suggeriert, wird in Xavier Dolans Debütfilm niemand umgebracht. Das Hauptaugenmerk liegt auf der zerrütteten und zutiefst widersprüchlich emotionalen Mutter-Sohn-Beziehung der zwei Protagonisten, die in furiosen Wortduellen eine beeindruckende schauspielerische Leistung an den Tag legen.
Regisseur Dolan zeichnet die facettenreiche Beziehung mit ihren Problemen auf einfühlsame Weise nach, ohne dabei auf Stereotypen und Floskeln zurückzugreifen. Dadurch ist ihm ein subtiler Coming-of-Age-Film gelungen, bei dem Dolan nicht nur Produzent und Regisseur war, sondern auch Schauspieler. Er spielt die Hauptrolle des rebellischen Hubert an der Seite der frankophonen kanadischen Schauspielerin Anne Dorval als exzentrische Mutter Chantal. Ausnahmetalent Dolan hat schon früh begonnen die Weichen seiner Karriere zu stellen: Im Alter von vier Jahren steht er zum ersten Mal für einen Werbespot vor der Kamera. Nach mehreren Rollen in Kurz- und Spielfilmen schreibt er mit 17 Jahren das Drehbuch zu "Ich habe meine Mutter getötet", in dem er autobiografische Erfahrungen verarbeitet, und verfilmt es 2009, mit nur 20 Jahren. Sein Debütfilm wird auf mehreren internationalen Festivals gefeiert und mit insgesamt 26 Preisen ausgezeichnet, unter anderem beim Vancouver International Film Festival und bei den Filmfestspiele in Cannes mit dem "Prix Regards Jeune".
Das junge Alter des Regisseurs merkt man der Inszenierung von "I Killed My Mother" jedenfalls nicht an. Die bestechende und auffallend gelungene Bildästhetik zeugt von Dolans gutem Filmgespür: Farben, Kameraeinstellungen und Tempo der Bilder sind präzise komponiert. Hinzu kommt das intensive Schauspiel der zwei Hauptdarsteller. Es bleibt abzuwarten, ob Xavier Dolan die Erwartungen eines "Wunderkindes" weiterhin erfüllen wird. Sein Nachfolgefilm "Herzensbrecher" (2010) erhielt jedenfalls auch drei Auszeichnungen und sein Folgeprojekt "Laurence Anyways" wird mit Spannung erwartet.
| Darsteller/Regie | |
|---|---|
| Hubert Minel | Xavier Dolan |
| Chantal Lemming | Anne Dorval |
| Julie Cloutier | Suzanne Clément |
| Antonin Rimbaud | François Arnaud |
| Hélène Rimbaud | Patricia Tulasne |
| Eric | Niels Schneider |
| Dédé | Monique Spaziani |
| Richard Minel | Pierre Chagnon |
| Kamera | Stéphanie Weber-Biron |
| Musik | Nicholas S. L'Herbier |
| Regie | Xavier Dolan |
© programm.ARD.de, 2011