01.05.2013
20:15 Uhr
Hero Spielfilm China 2003 (Ying xiong) | arte
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China vor 2.000 Jahren: Sieben Königreiche kämpfen erbittert um die Vorherrschaft, allen voran der grausame König Qin. Er war schon oft das Ziel von Attentaten, töten konnte ihn bisher aber niemand. Aus Angst vor weiteren Anschlägen erließ er strenge Sicherheitsvorkehrungen - bis eines Tages ein namenloser Held an seinem Hofe auftaucht und behauptet, die drei gefährlichsten Feinde des Königs getötet zu haben. Dem Namenlosen wird erlaubt, sich dem König zu nähern und ihm seine Geschichte zu erzählen. Doch die Geschichte lässt einen breiten Interpretationsspielraum ...

Die "Zeit der streitenden Reiche" (221 v.Chr.) neigt sich dem Ende. Das Land der Chinesen besteht aus sieben Königreichen, deren Herrscher sich gegenseitig bekriegen. Der Mächtigste unter ihnen ist König Qin, der sich alle anderen untertan machen will. Immer wieder schicken diese Attentäter aus, um ihn zu töten, doch keiner kann dem streng bewachten König nah genug kommen. Nur durch eine List gelingt es dem Namenlosen, bei dem Herrscher eine Audienz zu erwirken. Die Schwerter der drei größten Erzfeinde des Königs sollen seine Loyalität bezeugen. Doch Qin durchschaut das falsche Spiel ...

Schwertkämpfe von atemberaubender Schönheit prägen den chinesischen Spielfilm "Hero", der 2003 als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert wurde. Der preisgekrönte Regisseur Zhang Yimou ("Rotes Kornfeld", "Die Rote Laterne", "House of the Flying Daggers") realisierte ihn mit großer Starbesetzung und Liebe zum Detail - und machte ihn damit zu einer der aufwendigsten und teuersten Produktion der chinesischen Filmgeschichte.

Eine ausgeklügelte Farbdramaturgie begleitet die Kampfchoreografien, in denen die Gesetze der Schwerkraft und der Wahrnehmung aufgehoben sind. Der Film feierte in Deutschland bei der Berlinale 2003 Premiere, und auch wenn seine ideologische Botschaft von den Kritikern widersprüchlich ausgelegt wurde, blieb die ästhetische Qualität dieser Gründungssage des Chinesischen Reiches kaum bestritten.

Noch vor wenigen Jahren galt China als Entwicklungsland. Heute ist es eine politische, wirtschaftliche und militärische Macht mit stetig wachsendem Einfluss. Wie kam es zu diesem rasanten Aufstieg? Das Riesenland mit der bewegten Geschichte hat viele Facetten: ein kommunistisches Regime, daneben Pflege tausendjähriger Traditionen, dynamisches Bevölkerungswachstum und Führungsanspruch. Ist China die neue Weltmacht?

Der Themenreihe mit der dreiteiligen Dokumentation "China, die neue Supermacht", der im Mittelpunkt des ARTE-Programmschwerpunkts steht, zeichnet eineinhalb Jahrhunderte chinesischer Geschichte nach - vom Ersten Opiumkrieg 1839 bis zur Ernennung Xi Jinpings zum Präsidenten der Volksrepublik im März 2013.
Das Magazin "Mit offenen Karten - China im Wandel" blickt auf das Reich der Mitte und die Reihe "Nächster Halt - Peking" unternimmt fünf Touren durch das moderne China, geprägt durch einen rasanten, dynamischen Wandel, der sich in Chinas Hauptstadt Peking am prägnantesten beobachten lässt.
Die Dokumentation "Die chinesische Faust" befasst sich mit dem Aufschwung des Boxkampfs im China der Gegenwart. Mit dem oscarnominierten chinesischen Spielfilm "Hero" zeigt ARTE eine der aufwendigsten und teuersten Produktionen der chinesischen Filmgeschichte.
In der zweiteiligen Dokumentation "China ante Portas" untersucht der BBC-Journalist Justin Rowlatt bei einer ausgedehnten Reise über drei Kontinente den wachsenden Einfluss chinesischer Unternehmen in der Welt. Der Fernsehfilm "Shanghai, wir kommen!" begleitet ein junges französisches Paar, das das Abenteuer wagt, nach China auszuwandern.
Und schließlich stellt die Dokumentation "Vergiftetes Leben - Chinas Umweltprobleme" vier Umweltaktivisten vor, die in ihrem Land für ein besseres Leben und eine bessere Zukunft kämpfen. Das Reich der Mitte ab 29. April im Fokus - bei ARTE.

Die einzelnen Sendungen des Programmschwerpunkts im Überblick:

  • "Mit offenen Karten - China im Wandel", Magazin, am Samstag, den 27. April um 19.00 Uhr, Erstausstrahlung
  • "Nächster Halt - Peking (1/5)", fünfteilige Dokumentationsreihe von Montag, den 29. April bis Freitag, den 3. Mai um jeweils 16.25 Uhr
  • "China, die neue Supermacht", dreiteilige Dokumentation innerhalb des Themenabends "China, das neue Weltreich", am Dienstag, den 30. April ab 20.15 Uhr, Erstausstrahlung
  • "Hero", oscarnominierter chinesischer Spielfilm, am Mittwoch, den 1. Mai, um 20.15 Uhr
  • "Die chinesische Faust", Dokumentation über die neue Rolle des Boxsports in China, am Mittwoch, den 1. Mai, um 21.55 Uhr, Erstausstrahlung
  • "China ante Portas (1/2 + 2/2)", am Donnerstag und Freitag, den 2. und 3. Mai um 18.15 Uhr
  • "Vergiftetes Leben - Chinas Umweltprobleme", Dokumentation, am Freitag, den 3. Mai um 9.20 Uhr
  • "Shanghai, wir kommen!", Auswandererdrama von Fred Garson, am Freitag, den 3. Mai um 21.35 Uhr, Erstausstrahlung

"Selten ist ein Film dem Ideal der 'reinen' Bewegung so nahe gekommen wie 'Hero', ein märchenhaftes Drama, das pathetisch und sinnlich, leidenschaftlich und geheimnisvoll zugleich ist." (filmdienst.de)

Mittwoch, 01.05.13
20:15 - 21:50 (95 Min.)
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