27.02.2011
20:15 Uhr
Elisa Spielfilm Frankreich 1995 - Thema: Gainsbourg, je t'aime - 20. Todestag von S.Gainsbourg | arte
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Nach dem Selbstmord ihrer Mutter Elisa kommt Marie in ein Waisenhaus. Zusammen mit ihren Freunden begeht sie kleine Gaunereien. Als Marie erfährt, dass ihre Mutter als Prostituierte arbeitete beschließt sie, den Tod ihrer Mutter zu rächen.

Die 17-jährige Marie bestreitet gemeinsam mit ihren Freunden Solange und Ahmed ihren Lebensunterhalt durch Betteln und kleine Diebstähle auf den Straßen von Paris. Als Kind war sie nach dem Selbstmord ihrer Mutter Elisa in ein Waisenhaus gegeben worden.
Als Marie erfährt, dass ihre Mutter als Prostituierte arbeitete, um den Lebensunterhalt für die Familie aufzubessern und dafür von ihrem Mann verlassen und von ihren Eltern verstoßen wurde, beschließt sie, den Tod ihrer Mutter zu rächen. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem Vater Jacques, um ihn zu töten. Mittels einer Postkarte gelingt es ihr, ihn ausfindig zu machen. Sie trifft auf ein menschliches Wrack. Jacques ist ein gescheiterter, verzweifelter und alkoholabhängiger Musiker. So bringt Marie es nicht übers Herz, ihn zu erschießen.

Der Film kam im Februar 1995 in die französischen Kinos und war äußerst erfolgreich, bis zum Ende des Jahres 1995 hatten ihn in Frankreich bereits 2,5 Millionen Menschen gesehen. Das Melodram wurde zum gelungenen Comeback des Regisseurs Jean Becker, der sich im Anschluss an seinen Psychothriller "Ein mörderischer Sommer" eine zwölfjährige Pause auferlegt hatte. Die Schauspielerin Vanessa Paradis konnte mit "Elisa" an den Erfolg ihres sechs Jahre zuvor gedrehten Debütfilms "Weiße Hochzeit" anknüpfen.
Zbigniew Preisner, Serge Gainsbourg, Michel Colombier wurden 1996 für die Filmmusik mit dem französischen Filmpreis César ausgezeichnet. Clotilde Courau erhielt César-Nominierungen in den Kategorien "Beste Nebendarstellerin" und "Beste Nachwuchsschauspielerin".

Das "Lexikon des Internationalen Films" schreibt: "Ein einfühlsam inszeniertes Porträt einer verlorenen Jugend, getragen von Humor und einem liebevollen Blick auf die Personen. Ausgezeichnet fotografiert und eindrucksvoll gespielt, bietet der Film großes europäisches Gefühlskino zum Lachen, Weinen und Nachdenken."

Sonntag, 27.02.11
20:15 - 22:05 (110 Min.)
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