• 25.04.2012
      22:15 Uhr
      Die Rebellen von Oberhausen Dokumentation Deutschland 2012 | arte
       

      Am 28. Februar 1962, anlässlich der Oberhausener Kurzfilmtage, verfassten 26 junge Filmemacher das Oberhausener Manifest, mit dem Ziel, den Neuen deutschen Film zu schaffen. Dieser Tag wurde zur Geburtsstunde einer Filmbewegung, die fest in der internationalen Filmgeschichte verankert ist. Es war auch der Beginn des Mythos der Oberhausener Gruppe: Als Regisseure, Autoren, Produzenten, Kameraleute und Schauspieler wollten sie ausprobieren, experimentieren und eine neue Filmsprache finden.

      Mittwoch, 25.04.12
      22:15 - 23:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Am 28. Februar 1962, anlässlich der Oberhausener Kurzfilmtage, verfassten 26 junge Filmemacher das Oberhausener Manifest, mit dem Ziel, den Neuen deutschen Film zu schaffen. Dieser Tag wurde zur Geburtsstunde einer Filmbewegung, die fest in der internationalen Filmgeschichte verankert ist. Es war auch der Beginn des Mythos der Oberhausener Gruppe: Als Regisseure, Autoren, Produzenten, Kameraleute und Schauspieler wollten sie ausprobieren, experimentieren und eine neue Filmsprache finden.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jason Pohland

      "Papas Kino ist tot!" - vor 50 Jahren war das der Schlachtruf einer Gruppe junger engagierter Filmemacher. Inspiriert von der Nouvelle Vague aus Frankreich und dem Direct Cinema aus den USA lehnten sie den bundesdeutschen Nachkriegsfilm, der überwiegend aus seichter Unterhaltung bestand, rundweg ab. Ihr Schlachtruf war: "Der alte Film ist tot. Wir glauben an den neuen." Ihr Manifest verkündeten sie vor 50 Jahren auf dem Oberhausener Kurzfilmfestival.
      Davon ging eine Welle aus, die dem Neuen deutschen Film die Tür öffnete. Gegen heftigen Widerstand von Wirtschaft, Politik und Kritik veränderten sie die deutsche Filmlandschaft und nahmen den Staat in die Pflicht, sich für Filmkunst einzusetzen. Sie initiierten das Kuratorium Junger deutscher Film, die Deutsche Kinemathek und Filmhochschulen in Berlin und München, ihre Lobbyarbeit führte zu einer staatlichen Filmförderung. Sie schauten ins Ausland und erkannten, warum es die Filmkunst in Deutschland so schwer hatte: Sie wollten Aufmerksamkeit für ihr Medium durch Filmjournalisten und Filmtheoretiker, wie es in Frankreich üblich war, und erhielten sie.

      20 Jahre nach dem Manifest - im Jahr 1982 - wurde die Oberhausener Gruppe gemeinsam für ihr filmpolitisches Engagement mit dem Deutschen Filmpreis geehrt. Heute, 50 Jahre später, geht Hansjürgen (Jason) Pohland, einer der Erstunterzeichner des Oberhausener Manifests, auf Spurensuche. Was ist heute im deutschen Film geblieben vom Geist von Oberhausen?
      Pohland ist Produzent von Meilensteinen des jungen deutschen Films wie "Das Brot der frühen Jahre" (Regie: Herbert Vesely, nach der Novelle von Heinrich Böll.) Als Regisseur drehte Pohland unter anderem die Günter-Grass-Verfilmung "Katz und Maus" mit Lars und Peter Brandt. Jetzt sucht er die einstigen Rebellen, die Mitunterzeichner des Manifests, unter anderem Alexander Kluge, Edgar Reitz und Haro Senft, auf, interviewt sie und zeigt Ausschnitte ihrer Arbeit. Mehrheitlich sind sie ihren Ideen von damals treu geblieben, doch heute sind sie um 50 Jahre Erfahrung im Filmgeschäft reicher. Sie alle haben umfangreiche Werke hinterlassen, Erfindungen gemacht und ästhetische Standards im Film gesetzt.

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      Mittwoch, 25.04.12
      22:15 - 23:10 Uhr (55 Min.)
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      Stereo

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