16.05.2012

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15:10 Uhr

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Der Maya-Code

Dokumentarfilm USA 2008

16 zu 9 Format Stereo

arte

Samstag, 11.02.12 | 20:15 - 21:45 (90 Min.)

Kultur

Dieser Sendetermin liegt in der Vergangenheit

Inhalt der Sendung

Lange Zeit konnte die Schrift der Maya, deren Ursprünge bis ins erste Jahrhundert nach Christus zurückreichen, nicht entschlüsselt werden. Die Konquistadoren hatten die meisten Exemplare der aus Baumrinde bestehenden Bücher vernichtet.

Noch bis vor Kurzem war die Schrift der Maya ein Buch mit sieben Siegeln, und der Zugang zu einer der wichtigsten Zivilisationen der Menschheit blieb verschlossen. Der Dokumentarfilm stützt sich auf das Erfolgswerk von Michael D. Coe aus dem Jahr 1992, das die New York Times als "eine der schönsten wissenschaftlichen Entdeckungsgeschichten des 20. Jahrhunderts" bezeichnete.

Die Ursprünge der Maya-Schrift reichen zurück bis ins erste Jahrhundert nach Christus. Die spanischen Eroberer fanden Tausende von Buchbänden aus Baumrinde voller mysteriöser Hieroglyphen vor. Als "Teufelswerk" wurden sie von den christlichen Konquistadoren verboten und verbrannt. Nach der Eroberung der letzten unabhängigen Maya-Stadt Tayasal 1697 fiel eine der größten Zivilisationen der Menschheit endgültig dem Vergessen anheim.

Im 19. Jahrhundert begannen sich Archäologen für die tief im Dschungel gelegenen Stätten zu interessieren. Doch es gelang den Forschern lediglich, den komplexen Kalender der Maya und die Glyphen auf den Monumenten, die Götter, Pflanzen, Tiere, Farben und Himmelsrichtungen darstellten, zu verstehen. Die Schrift blieb ihnen weiterhin verschlossen.

Erst nach Ausgrabungen in der Maya-Stadt Piedras Negras konnte ein Experten-Team die so lange stumm gebliebenen Texte zum Sprechen bringen. Die Dokumente zeugen vom Reichtum und der Bedeutung der Kultur der Maya, die sich lange Zeit völlig isoliert entwickelt hat. Ein wichtiges Ereignis auch für die rund sechs Millionen Überlebenden des Maya-Volkes: Nach der Entzifferung der Texte können sie sich die Kultur ihrer Vorfahren wieder aneignen.

Die Dreharbeiten zu dem Dokumentarfilm fanden in Mittelamerika, in den USA und in Europa statt. Mit 3D-Animationen, Fotos und Archivmaterial und Aufnahmen an den archäologischen Ausgrabungsstätten werden wichtige Daten und Epochen der Maya-Geschichte anschaulich, während Szenen in heutigen Maya-Dörfern die faszinierende Kontinuität zwischen Vergangenheit und Gegenwart verdeutlichen. Auftragsproduzent des Dokumentarfilms war Nicolas Noxon, ein mehrfach ausgezeichneter Experte für geschichts- und naturwissenschaftliche Dokumentarfilme. Noxon hatte auch an der großen Expedition 1986 zum Wrack der Titanic teilgenommen. Der Film, der damals gedreht wurde, stand jahrelang auf der Hitliste der Videoverkäufe von Dokumentationen und inspirierte später James Cameron zu seinem Film "Titanic" (1997).

Stab und Besetzung

Darsteller/Regie 
Regie David Lebrun

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Auszug aus dem Madrider Codex, einer der vier erhaltenen Maya-Handschriften, mit 56 beidseitig bemalten Blättern der umfangreichste bekannte Maya-Codex. (Hier: Abbildung der Rituale für die erfolgreiche Hirschjagd)
Calakmul-Stele Nr. 51 mit Maya-Schriftzeichen, aufgenommen im Museo Nacional de Antropologia, Mexiko City
Detail einer mit Glyphen versehenen Stele aus den Maya-Ruinen von Copán, Honduras, aufgenommen im Museum von Copán

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