• 30.03.2012
      20:15 Uhr
      Das unsichtbare Mädchen Spielfilm Deutschland 2012 | arte
       

      Vor elf Jahren verschwand ein Mädchen aus einer kleinen Stadt an der deutsch-tschechischen Grenze. Der Fall hat den pensionierten Kommissar Altendorf nie losgelassen. Ein aktueller Mordfall bringt ihn mit dem unkonventionellen Kommissar Tanner zusammen. Die beiden ungleichen Charaktere nähern sich langsam an und dringen immer tiefer ein in das Labyrinth der Ereignisse von damals.

      Freitag, 30.03.12
      20:15 - 22:00 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      Vor elf Jahren verschwand ein Mädchen aus einer kleinen Stadt an der deutsch-tschechischen Grenze. Der Fall hat den pensionierten Kommissar Altendorf nie losgelassen. Ein aktueller Mordfall bringt ihn mit dem unkonventionellen Kommissar Tanner zusammen. Die beiden ungleichen Charaktere nähern sich langsam an und dringen immer tiefer ein in das Labyrinth der Ereignisse von damals.

       

      Niemals in seiner jahrzehntelangen Dienstzeit bei der Kripo hätte dies der heute 64-jährige pensionierte Hauptkommissar Altendorf für möglich gehalten: Dass ein geistig behinderter junger Mann wegen Mordes verurteilt werden könnte, obwohl weder die Leiche des vermeintlichen Opfers noch eindeutige Blut- und DNA-Spuren gefunden werden konnten. Altendorf wurde damals sogar vom Innenminister persönlich als Leiter der Sonderkommission abgesetzt, um die Ermittlungen durch einen anderen Kommissar schneller voranzutreiben.

      Das war vor elf Jahren. Die achtjährige Sina Kolb war spurlos aus dem Dorf Eisenstein verschwunden. Nach einer mehrere Monate dauernden Suche verhaftete der neue Soko-Leiter den 28-jährigen behinderten Emanuel "Ecco" Stock und brachte diesen dazu, den Mord an Sina zu gestehen. Zwei Tage später widerrief Ecco alle seine unter Druck entstandenen Aussagen. Dem Richter jedoch genügte das Geständnis.

      Beim alljährlichen Dienstausflug der Mordkommission, der sie diesmal ins tiefe Franken, ins Bärental, wie die Gegend um Eisenstein an der Grenze zu Tschechien genannt wird, führt, lernen sich der pensionierte Kommissar Altendorf und der 32-jährige Hauptkommissar Niklas Tanner kennen. Tanner ist seit einem Jahr bei der Mordkommission in der Kreisstadt Sihl, unweit von Eisenstein.

      Die beiden Kommissare nähern sich allmählich an, der jüngere Tanner reagiert mehr und mehr fasziniert wie irritiert auf den verschrobenen, scheinbar unnahbaren Älteren. Obwohl er eigentlich einen aktuellen Mordfall bearbeiten muss - eine Frau aus dem Dorf wurde erdrosselt -, dringt Tanner immer tiefer in das Labyrinth der Ereignisse von damals ein.

      Inge-Maria Kolb kaufte zu einem Zeitpunkt ein Grab für ihre Tochter, als noch keineswegs feststand, ob das vermisste Mädchen überhaupt tot war. Wie konnte ein Mädchen so unsichtbar werden, dass nicht einmal ihre Leiche, sondern nur ihr Schatten beerdigt wurde?

      Tanner entdeckt neue Spuren, bringt Licht ins Dunkel, und als er einer Fährte ins Rotlichtmilieu hinter der Grenze folgt, bezahlt er seinen Wagemut beinahe mit dem Leben. Von seinem Chef Michel - dieser war der damals in die "SOKO Sina" berufene "Erfolgskommissar" - massiv unter Druck gesetzt, verbeißt Tanner sich erst recht in die alten Akten. Zumal Altendorf ihm endlich sein geheimes Archiv zur Verfügung stellt. Altendorfs Schlafzimmer ist bis an die Decke vollgestopft mit Materialien zum Fall Sina Kolb.

      Dominik Graf studierte an der HFF in München. Bereits für seinen Abschlussfilm "Der kostbare Gast" wurde er 1980 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Graf ist einer der renommiertesten und produktivsten Regisseure im deutschen Kino und Fernsehen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter ein Bundesfilmpreis in Gold, sowie mehrere Adolf-Grimme-Preise. Filmographie (Auswahl): "Die Katze" (1987), "Tiger, Löwe, Panther" (1988), "Die Sieger" (1994), "Tatort - Frau Bu lacht" (1995), "Der Skorpion" (1996), "Das Wispern im Berg der Dinge" (1996), "Sperling und der brennende Arm" (1997), "Deine besten Jahre" (1998), "Der Felsen" (2001), "Die Freunde der Freunde" (2002), "Hotte im Paradies" (2002), "Polizeiruf 110: Der scharlachrote Engel" (2003), "Kalter Frühling" (2003), "Polizeiruf 110: Er sollte tot" (2005), "Der rote Kakadu" (2006), "Eine Stadt wird erpresst" (2006), "Das Gelübde" (2006), "Tabor Süden und der Luftgitarrist" (2007), "Komm' mir nicht nach" (2010), "Im Angesicht des Verbrechens" (2009).

      Ulrich Noethen spielt in "Das unsichtbare Mädchen" den Kommissar Michel. Der Münchener studierte Schauspiel an der Hochschule für Darstellende Kunst in Stuttgart. Nach mehreren Theaterengagements konnte Noethen sich bei Film und Fernsehen etablieren und gilt als einer der herausragenden Charakterdarsteller Deutschlands. Erfolge feierte er unter anderem mit "Der Skorpion", "Comedian Harmonists", "Das Sams", "Väter", "Der Untergang", "Hindenburg". Auch er spielte in dem "Tatort - Frau Bu lacht".

      Elmar Wepper schlüpft in "Das unsichtbare Mädchen" in die Rolle des ehemaligen Polizisten Altendorf. Wepper wurde in Augsburg geboren. Nach dem Abitur absolvierte er zunächst seinen Wehrdienst und studierte dann Theaterwissenschaften und Germanistik. Von 1974 an spielte er in Fernsehfilmen und Erfolgsserien: "Der Kommissar", "Polizeiinspektion 1", "Irgendwie und Sowieso", "Unsere schönsten Jahre", "Zwei Münchner in Hamburg". Mit Doris Dörries Kinofilm "Kirschblüten - Hanami" wurde er dann über die deutschen Grenzen hinaus bekannt. Für diesen Film erhielt er den Bayerischen Filmpreis, den Deutschen Filmpreis und den Preis der deutschen Filmkritik.

      Ronald Zehrfeld, Darsteller des Kommissars Tanner, wurde in Berlin geboren und studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Peter Zadeck entdeckte ihn für das Theater und Dominik Graf für den Film. Sein Leinwanddebüt gab er mit dem "Roten Kakadu". Graf engagierte ihn auch für eine Hauptrolle in der Serie "Im Angesicht des Verbrechens". Weiterhin spielte er in "12 Meter ohne Kopf", "Die Stunde des Wolfes", "Wir sind das Volk", "Die Grenze", "Der letzte Bulle - Das 5. Gebot", "Polizeiruf 110 - Cassandras Warnung". Für seine Rolle in der Serie "Im Angesicht des Verbrechens" wurde er mit dem Adolf-Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

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      20:15 - 22:00 Uhr (105 Min.)
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