16.05.2012

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Cincinnati Kid

Spielfilm USA 1965 - Thema: Poker Passion

16 zu 9 Format Stereo

arte

Sonntag, 12.02.12 | 20:15 - 21:55 (100 Min.)

Film

Dieser Sendetermin liegt in der Vergangenheit

Inhalt der Sendung

Cincinnati Kid ist das unbestrittene As unter den Poker-Spielern von New Orleans. Als eines Tages Lancey Howard, Altmeister des Spiels, die Stadt besucht, setzt Kid in seinem brennenden Ehrgeiz alles daran, den Champion zu entthronen.

New Orleans, im Jahre 1936. Der junge Draufgänger Cincinnati Kid (Steve McQueen) hat sich in der Riege der Stud-Poker-Spieler ganz nach oben gearbeitet. Unter den Kollegen wird sein meisterliches Können hoch geschätzt, ebenso seine ehrliche Spielweise. Mit Lancey Howard (Edward G. Robinson) kommt eines Tages der ungekrönte König aller Pokerspieler nach New Orleans. Das stachelt Kids Ehrgeiz ungemein an: Er will den Altmeister unbedingt besiegen und fordert ihn zum Duell der Giganten heraus. In der Stadt ist die ungewöhnliche Begegnung Tagesgespräch. Allenthalben schließt man Wetten darüber ab, ob der junge, riskant spielende Kid oder der erfahrene Routinier Lancey gewinnen wird. Endlich ist es so weit: In einem verräucherten Hotelzimmer tritt man gegeneinander an. Nach dem Austausch der üblichen Förmlichkeiten wird die Partie schnell dramatisch. Ein Spieler nach dem anderen verlässt entnervt den Spieltisch, bis sich schließlich nur noch die beiden eigentlichen Gegner gegenübersitzen. Die nervliche Anspannung steht auch ihnen ins Gesicht geschrieben. Man spielt die ganze Nacht durch, dann wird eine kurze Ruhepause vereinbart, danach die Partie fortgesetzt. Die einheimische Poker-Lobby steht auf Kids Seite. "Shooter" (Karl Malden), der Kartengeber, versucht mit unsauberen Mitteln, das Spiel zu Kids Gunsten zu entscheiden. Dieser verbittet sich jedoch jede derartige Unterstützung, er will den Poker-König auf ehrliche Weise besiegen. Schließlich gehen beide Spieler aufs Ganze. Lancey setzt ungeheuer hoch, Kid überbietet ihn noch. Fieberhafte Erregung ergreift die Zuschauer, als Lancey einen langen Blick auf seinen Kontrahenten wirft und seine letzte Karte umdreht.

Das packende, atmosphärisch dichte Porträt besessener Spieler wird als "die Mutter aller Pokerfilme" bezeichnet. Während es im "Lexikon des Internationalen Films" heißt: "Dank guter Darstellung und dichter Atmosphäre eine interessante Milieu- und Charakterstudie," befindet das Fernsehmagazin "prisma": "Steve McQueen ist als personifizierte Coolness am Kartentisch bis heute unerreicht." Und in seinem Nachruf auf Steve McQueen, der am 7. November 1980 einem Krebsleiden erlag, schrieb Peter Buchka in der "Süddeutschen Zeitung" vom 10.11.1980 u. a.: "Er war der Schöne der 60er-Jahre und der Aussteiger der 70er. Wie bei wenigen anderen Schauspielern haben sich bei ihm Berufs- und Privatleben vermischt. Er verschmolz als Person mit seinen Rollen - der lässige Held, der sich der Gefahr stellt, ohne sie zu respektieren. Die Rolle, die er im Grunde immer wieder spielte und die sein Image prägte, war die des Spielers, einer, der das Risiko herausfordert und dann Sieg und Niederlage gleichermaßen gleichmütig hinnimmt." Das Drehbuch schrieben Ring Lardner jr. und Terry Southern nach dem Roman "Der Pokerkönig" (im Original "The Cincinnati Kid") von Richard Jessup.

Thema: Poker Passion Poker, dieses alte Zockerspiel um "Full House" und "Royal Flash", das sich Mitte des 19. Jahrhunderts rasant über die gesamten USA ausbreitete, erlebt seit einigen Jahren wieder einen erstaunlichen und anhaltenden Boom, auch in Europa. Pokermessen verzeichnen Besucherrekorde, Vereine sprießen aus dem Boden, Übertragungen von Pokerturnieren gehören zum Fernsehalltag. Doch vor allem floriert das Online-Poker. Zu jeder Tages- und Nachtzeit kann man im Internet alle denkbaren Varianten spielen. Die Möglichkeit, innerhalb von Sekunden zum Millionär zu werden, macht einen Teil der Faszination des Pokerns aus.

Poker ist ein soziales, mathematisches und psychologisches Kartenspiel. Seine Regeln sind erstaunlich einfach und leicht zu erlernen, aber das Spiel zu beherrschen, ist eine hohe Kunst. Körpersprache, Mimik, Taktik, Kopfrechnen und Detailwissen aus unzähligen Stunden am Pokertisch gilt es, dabei immer wieder abzurufen und in Einklang zu bringen. Das Geschick besteht unter anderem im Erahnen der Stärke des Gegners. Und Pleiten im Pokern haben ihren Ursprung fast immer in falschen Entscheidungen. Wer verliert, der hat sich geirrt. Glück gehört natürlich auch dazu. Der Punkt ist nur, dass Glück oft überschätzt wird - im Poker wie im wirklichen Leben.

Der Themenabend zeigt zum Auftakt das Spielerdrama "Cincinnati Kid", in dem Steve McQueen als besessener Zocker brilliert. Im Anschluss stellen zwei Dokumentationen ganz unterschiedliche Menschen vor, die sich dem Pokerspiel verschrieben haben, sei es als Freizeitzocker oder als Profispieler beim Online-Poker.

Stab und Besetzung

Darsteller/Regie 
Cincinnati Kid Steve McQueen
Lancey Howard Edward G. Robinson
Shooter Karl Malden
Lady Fingers Joan Blondell
Melba Ann-Margret
Christine Tuesday Weld
Slade Rip Torn
Pig Jack Weston
Yeller Cab Calloway
Hoban Jeff Corey
Drehbuch Ring Lardner jr., Terry Southern
Kamera Philip Lathrop
Musik Lalo Schifrin
Regie Norman Jewison

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Cincinnati Kid (Steve McQueen, re.) hat es endlich geschafft: Poker-König Lancey Howard (Edward G. Robinson, li.) hat die Herausforderung angenommen, gegen ihn um den inoffiziellen Meisterschaftstitel zu spielen.
Eigentlich wollte sich Cincinnati Kid (Steve McQueen) bis zur Fortsetzung der Poker-Partie gegen Lancey Howard auf dem Hotelzimmer ausruhen. Die hübsche Melba (Ann-Margret) denkt darüber ganz anders.
Endlich beginnt die große Marathon-Partie: Cincinnati Kid (Steve McQueen, re. am Tisch) kämpft mit dem Poker-Altmeister Lancey Howard (Edward G. Robinson, li. am Tisch) um viel Geld, vor allem aber um den Ruf des unschlagbaren Spielers.

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