• 27.05.2017
      20:15 Uhr
      Das rote Atom - Stalins vergessene Stadt ARD-alpha Tipp
       

      In der russischen Stadt Obninsk wird nach dem Zweiten Weltkrieg Wissenschaftsgeschichte geschrieben: mit Beginn des Kalten Krieges will Stalin der Welt die Überlegenheit des Kommunismus demonstrieren und den Wettlauf auch in der zivilen Atomforschung gewinnen. Nach jahrelanger, streng geheimer Forschung nimmt 1954 das erste Atomkraftwerk seinen Betrieb auf, Stalin verwirklicht seinen Traum vom "roten Atom". Der Film zeichnet das facettenreiche Bild einer russischen Forschungsstadt im Wandel.

      Samstag, 27.05.17
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      In der russischen Stadt Obninsk wird nach dem Zweiten Weltkrieg Wissenschaftsgeschichte geschrieben: mit Beginn des Kalten Krieges will Stalin der Welt die Überlegenheit des Kommunismus demonstrieren und den Wettlauf auch in der zivilen Atomforschung gewinnen. Nach jahrelanger, streng geheimer Forschung nimmt 1954 das erste Atomkraftwerk seinen Betrieb auf, Stalin verwirklicht seinen Traum vom "roten Atom". Der Film zeichnet das facettenreiche Bild einer russischen Forschungsstadt im Wandel.

       

      In der russischen Stadt Obninsk wird nach dem Zweiten Weltkrieg Wissenschaftsgeschichte geschrieben: 1954 geht hier das erste Atomkraftwerk ans Netz, hier wurde auch der Tschernobyl-Reaktor entworfen. Stalin verwirklicht in Obninsk seinen Traum vom "roten Atom". Der Film zeichnet das facettenreiche, intensive und stimmungsvolle Bild einer russischen Forschungsstadt im Wandel.

      Zu Beginn des Kalten Krieges will Stalin der ganzen Welt die Überlegenheit des Kommunismus demonstrieren und auch den internationalen Wettlauf in der zivilen Atomforschung gewinnen. 1954 ist es dann soweit. Nach jahrelanger, streng geheimer Forschung nimmt das weltweit erste Kernkraftwerk seinen Betrieb auf. Für den Westen ein Schock. Für den Rest der Welt ein gefeiertes Monument moderner Technik. Mit bisher unveröffentlichtem Filmmaterial und zahlreichen Zeitzeugen erzählt diese packende Dokumentation von den Triumphen und Tragödien in der Geschichte der Stadt Obninsk.

      In nur wenigen Jahren wurde Obninsk zum Zentrum der russischen Kernenergieforschung. Heute, 50 Jahre später, ist dieser Glanz verflogen. Obninsk ist zwar immer noch eine Wissenschaftsstadt, kämpft aber mit den neuen Bedingungen der Marktwirtschaft. Der erste Atomreaktor der Welt soll abgerissen werden. Nur einige Bewohner wie der 69-jährige Atompionier Anatoly Voropaev kämpfen hartnäckig gegen das Vergessen. Wer weiß noch, dass die ersten Forscher in Obninsk Deutsche aus Hitlers Atomprojekt waren?

      Rudolf Pose war damals zwölf Jahre alt, als sein Vater Institutsleiter in Obninsk wurde. Für diesen Film kehrt er erstmals an den Ort seiner Kindheit zurück. Aus Obninsk, der Wiege der zivilen Kernkraft, stammte auch der Entwurf für den Tschernobyl-Reaktor. Noch heute lastet die Katastrophe von 1986 schwer auf der Stadt.

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      Samstag, 27.05.17
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.05.2017