• 22.07.2017
      08:15 Uhr
      zur Sache Baden-Württemberg! Das Politikmagazin fürs Land mit Clemens Bratzler | tagesschau24
       

      Themen u.a.:

      • Der Adel ist bei uns abgeschafft, es lebe der Adel
      • Klein-Hamburg, Klein-Köln in Schorndorf?
      • Streitfall Fahrverbote - Politische Vorhaben absurd?
      • Herz-Kreislauf-Stillstand Rechtsfragen blockieren Notrufe via App
      • Vorsicht Knöllchen! Ulmerin macht Jagd auf Falschparker
      Heute
      08:15 - 09:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Themen u.a.:

      • Der Adel ist bei uns abgeschafft, es lebe der Adel
      • Klein-Hamburg, Klein-Köln in Schorndorf?
      • Streitfall Fahrverbote - Politische Vorhaben absurd?
      • Herz-Kreislauf-Stillstand Rechtsfragen blockieren Notrufe via App
      • Vorsicht Knöllchen! Ulmerin macht Jagd auf Falschparker
       
      • Der Adel ist bei uns abgeschafft, es lebe der Adel

      Adel in Deutschland. Vor knapp hundert Jahren wurde der Adelsstand hierzulande abgeschafft. Doch die Titel sind geblieben. Und etwa jeder zehnte Deutsche wünscht sich einen Monarchen an die Spitze, "ähnlich wie in Großbritannien". Das ergab eine Emnid Umfrage vor einigen Jahren.
      Gesellschaftlich genießen die Hohenzollern, die Grafen von Baden oder die Fürsten zu Hohenlohe in der Bevölkerung bis heute hohes Ansehen. Sie residieren in Schlössern oder Burgen, verbringen ihre Tage mit der Jagd oder in mondänen Seebädern. Dieses Bild vermitteln die rund 30 Boulevardblätter, die regelmäßig über Adelshäuser berichten.
      Doch es gibt auch die andere Seite. Adlige beklagen ihre wirtschaftlich schwierige Lage: Ihr Grundbesitz werfe kaum noch Gewinne ab, die Instandhaltung ihrer Schlösser und Burgen verschlinge Millionen. Die Vorstellung vom privilegierten Adelsdasein also nur ein schönes Märchen?

      • Klein-Hamburg, Klein-Köln in Schorndorf?

      "Tausend Menschen gehen auf Polizei los", hieß es am Sonntagabend in Nachrichtenmeldungen, von "überwiegend Asylbewerbern" war die Rede. Schorndorf hat es bundesweit in die Schlagzeilen geschafft. Doch was genau passiert ist, weiß auch Tage nach den Vorfällen keiner so genau. Die Polizei spricht davon, dass gezielt falsche Informationen verbreitet worden seien. Oberbürgermeister und Organisatoren sagen, das Thema sei überdramatisiert worden.
      Was bisher feststeht: Die Polizei ermittelt in sechs Fällen wegen sexueller Übergriffe. Davon soll eine Frau von Asylbewerbern begrapscht worden sein. Weitere Täter sind bisher unbekannt. Im Schlosspark sollen Jugendliche randaliert und Polizisten mit Flaschen beworfen haben. Wer hinter den Krawallen steckt und wie viele daran beteiligt waren, ist offen. Die Lage ist unübersichtlich, viele Fragen ungeklärt. Doch das hindert die AfD nicht daran, aus den Vorfällen politisches Kapital zu schlagen.

      • Streitfall Fahrverbote - Politische Vorhaben absurd?

      Auf den ersten Blick muten politische Vorschläge zur Luftverbesserung merkwürdig an. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) rät dem baden-württembergischen Verkehrsminister, zunächst alle Autos etwa aus Stuttgart zu verbannen, danach Ausnahmen für Berufspendler, Lieferverkehr und andere zuzulassen.
      Der hiesige Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) dagegen setzt auf Fahrverbote für ältere Diesel auf bestimmten Strecken. Noch besser fände er eine generelle Lösung für das Feinstaubproblem in Gestalt einer "Blauen Plakette". Mit dieser Plakette dürften bei Feinstaubalarm nur Diesel mit Euronorm 6 in die Stadt fahren. Aber das will der Bundesverkehrsminister nicht. Doch die Zeit drängt, denn Dieselfahrverbote könnten schon bald von Gerichten verfügt werden.
      Gast im Studio: Jochen Eckart, Verkehrsökologe, Hochschule Karlsruhe

      • Herz-Kreislauf-Stillstand Rechtsfragen blockieren Notrufe via App

      Akute Atemnot, der Patient läuft schon blau an. Seine Frau ruft den Notarzt. Und schon nach gut einer Minute ist der erste Helfer da: Ein "mobiler Retter" aus der Nachbarschaft leistet Erste Hilfe. Bis wenige Minuten später der Arzt kommt, ist der Patient stabilisiert. Alarmiert wird der Helfer über die Smartphone-App "Mobile Retter".
      Passiert ist das in Rheinland-Pfalz. Im Kreis Germersheim wird das Nothilfesystem übers Handy in einem Pilotversuch getestet. Wenige Kilometer weiter über der Landesgrenze in Baden-Württemberg ist so eine schnelle Rettung nicht möglich. Notärztin Stefanie Hermann ärgert das. Sie und Ihre Kollegen setzen sich seit langem dafür ein, dass die Mobile-Retter-App auch in Baden-Württemberg eingesetzt werden kann. Aber ein geplanter Pilotversuch des Landes kommt seit einem Jahr nicht voran. Der Grund: Datenschutzfragen und Versicherungsprobleme. Hermann will das nicht hinnehmen: "Jeder Monat, der verstreicht, kostet Leben."

      Clemens Bratzler präsentiert Landespolitik 45 Minuten lang live - begreifbar und unterhaltsam.

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