• 25.07.2017
      23:35 Uhr
      Kasachstan - Zwischen Größenwahn und Krise Dokumentation Deutschland 2017 | arte Tipp
       

      In Kasachstans Hauptstadt Astana findet im Sommer 2017 die Expo erstmals in einem Land der ehemaligen Sowjetunion statt. Die Regierung plant eine Veranstaltung der Superlative, für die sie vier bis fünf Milliarden Euro investiert. Doch das Land steckt mitten in einer Wirtschaftskrise. In der Dokumentation kommen regierungsnahe wie systemkritische Interviewpartner zu Wort, um die Lage Kasachstans zu analysieren.

      Dienstag, 25.07.17
      23:35 - 00:30 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      In Kasachstans Hauptstadt Astana findet im Sommer 2017 die Expo erstmals in einem Land der ehemaligen Sowjetunion statt. Die Regierung plant eine Veranstaltung der Superlative, für die sie vier bis fünf Milliarden Euro investiert. Doch das Land steckt mitten in einer Wirtschaftskrise. In der Dokumentation kommen regierungsnahe wie systemkritische Interviewpartner zu Wort, um die Lage Kasachstans zu analysieren.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Marcus Fischötter

      In Kasachstans Hauptstadt Astana findet im Sommer 2017 die Expo mit dem Thema "Future Energy" (Energie der Zukunft) statt. Es ist das erste Mal, dass die Weltausstellung in einem Land der ehemaligen Sowjetunion ausgerichtet wird. Kasachstan, seit 1991 unabhängig, das neuntgrößte Land der Welt und reich an Bodenschätzen wie Erdöl und Erdgas, plant eine Veranstaltung der Superlative. Möglichst schnell will man den Sprung vom Schwellenland zu einer entwickelten Industrienation schaffen. Da sollen Großveranstaltungen wie die Expo helfen.

      Etwa vier bis fünf Milliarden Euro lässt sich die kasachische Regierung das Spektakel kosten, bei dem es dem "ewigen Präsidenten" Nursultan Nasarbajew auch um den weltweiten Imagegewinn geht. Doch längst fließen in Kasachstan die Erdöldollar nicht mehr so üppig wie noch vor einigen Jahren. Das Land steckt in einer Wirtschaftskrise. Nach innen regiert die Führung jedoch weiterhin mit harter Hand. Eine Opposition gibt es nur auf dem Papier, und wer die Regierung kritisiert, lebt gefährlich.

      In der Dokumentation wagt der Menschenrechtsaktivist und Regimekritiker Jewgenij Schowtis dennoch eine offene und kritische Analyse des Vielvölkerstaates. Auch die Pressefreiheit ist stark eingeschränkt; hierüber gibt Inga Imanbaj Auskunft, deren Mann - ebenfalls Journalist - wenige Tage vor den Dreharbeiten zum Film verhaftet wurde, nachdem er kritisch über die Pläne der Regierung zu einer Landreform berichtet hatte.

      Marcus Fischötter besucht Vertreter der Mittelschicht in Astana sowie eine typische Bauernfamilie drei Autostunden von der alten Hauptstadt Almaty entfernt mitten in der kasachischen Steppe. Außerdem trifft er Regierungsberater und den Expo-Vorstandsvorsitzenden und interviewt sie zu ihrer Zukunftsvision für Kasachstan.

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      Dienstag, 25.07.17
      23:35 - 00:30 Uhr (55 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 21.07.2017