• 18.07.2017
      21:30 Uhr
      Roma: Bürger zweiter Klasse? Dokumentarfilm Frankreich 2015 - Thema: Das Schicksal der Roma | arte
       

      Das schlechte Image von Roma ist dominant in ganz Europa und existiert seit Jahrhunderten. Warum begegnet die Mehrheitsbevölkerung gerade dieser Minderheit mit so viel Hass und Misstrauen? Die Filmemacher gehen in ganz Europa der Frage nach, weshalb sich Klischees und Vorurteile gegen Roma bis heute hartnäckig halten. Politische Fehlentscheidungen, Populismus und Fremdenhass - die Geschichte der Roma steht symptomatisch für ein Problem, das ganz Europa betrifft.

      Dienstag, 18.07.17
      21:30 - 23:05 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      VPS 21:45
      Stereo HD-TV

      Das schlechte Image von Roma ist dominant in ganz Europa und existiert seit Jahrhunderten. Warum begegnet die Mehrheitsbevölkerung gerade dieser Minderheit mit so viel Hass und Misstrauen? Die Filmemacher gehen in ganz Europa der Frage nach, weshalb sich Klischees und Vorurteile gegen Roma bis heute hartnäckig halten. Politische Fehlentscheidungen, Populismus und Fremdenhass - die Geschichte der Roma steht symptomatisch für ein Problem, das ganz Europa betrifft.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Samuel Lajus

      "Die Lage der Roma in den EU-Staaten ist heute schlimmer als im Kommunismus", erklärt Georges Soros, US-amerikanischer Milliardär ungarischer Herkunft. Trotz der Milliardeninvestitionen der EU in Eingliederungsmaßnahmen hat sich also nichts geändert. Im Gegenteil: Seit dem Mauerfall scheint sich die Situation stetig zu verschärfen. Wie konnten die europäischen Institutionen so kläglich scheitern? Warum verließen nach dem Sturz von Nicolae Ceausescu über 15 Prozent aller Rumänen ihre Heimat?

      2014 strengte die EU-Kommission ein Verfahren gegen die Tschechische Republik an, um Roma-Kindern besseren Zugang zu Bildung zu verschaffen. Warum besucht dort ein Viertel aller Roma-Kinder Schulen für Menschen mit geistigen Behinderungen, was zu ihrer sozialen Ausgrenzung führt? Im ungarischen Miskolc gewann die Partei Fidesz - Ungarischer Bürgerbund, der Premierminister Viktor Orban vorsteht, die Wähler mit dem klaren Versprechen, "das Roma-Ghetto aufzulösen, um die Stadt lebenswerter zu machen". Doch die Roma wurden nicht umgesiedelt, sondern einfach verjagt.

      Der zweifelhafte Umgang mit der Roma-Minderheit ist kein osteuropäisches Phänomen. Auch in Italien, Frankreich und Schweden sind Räumungen von Roma-Lagern, Diskriminierung und Ausgrenzung an der Tagesordnung. Nur in Berlin, wo die Roma so zahlreich sind wie in ganz Frankreich, scheinen sie ihren gesellschaftlichen Platz gefunden zu haben. Was lief hier anders als bei den europäischen Nachbarn?

      • Thema: Das Schicksal der Roma

      Seit der EU-Osterweiterung sind viele Roma nach Mittel- und Westeuropa gekommen. Die Ressentiments haben zugenommen: Überall in Europa werden Roma mit Bettelei, Kriminalität und Einbruch in Verbindung gebracht. Die europäischen Medien sprechen oft von einem "ernsten Problem". Existiert das "Roma-Problem" tatsächlich oder handelt es sich um eine mediale Konstruktion?

      Mit der Dokumentation "Roma: Bürger zweiter Klasse?" enthüllt THEMA, wer die Roma wirklich sind, wie sie leben und welche Rolle sie heute in Europa spielen. Der anschließende Dokumentarfilm "Spartacus und Cassandra" erzählt die berührende Geschichte von zwei Geschwistern. Nach einer Reihe von Abschiebungen werden die zwei Roma-Kinder von der 21-jährigen Trapezkünstlerin Camille aufgenommen. Sie leben zusammen mit der jungen Performerin in einem Zirkuszelt am Rande von Paris. Dieser vermeintlich sichere Hafen ist jedoch gefährdet …

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      Dienstag, 18.07.17
      21:30 - 23:05 Uhr (95 Min.)
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