• 23.06.2017
      18:25 Uhr
      Der Traum von der Neuen Welt (4/4) Die Grenzen | arte
       

      Der Erste Weltkrieg hat den Aufstieg der USA zur Weltmacht besiegelt. Das Land will keine Millionen Einwanderer mehr: Der Kongress beschließt im Jahr 1921, die Zahl der Zuwanderer auf 70.000 pro Jahr zu begrenzen. In der Vergangenheit waren von Jahr zu Jahr mehr Einwanderer gekommen. Die Spitze wurde im Jahr 1907 mit mehr als 1,2 Millionen Menschen erreicht. Für die US-Regierung war es an der Zeit, dieser Entwicklung einen Riegel vorzuschieben. Die Weltwirtschaftskrise verstärkte diesen Willen zur Abgrenzung weiter.

      Freitag, 23.06.17
      18:25 - 19:20 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Der Erste Weltkrieg hat den Aufstieg der USA zur Weltmacht besiegelt. Das Land will keine Millionen Einwanderer mehr: Der Kongress beschließt im Jahr 1921, die Zahl der Zuwanderer auf 70.000 pro Jahr zu begrenzen. In der Vergangenheit waren von Jahr zu Jahr mehr Einwanderer gekommen. Die Spitze wurde im Jahr 1907 mit mehr als 1,2 Millionen Menschen erreicht. Für die US-Regierung war es an der Zeit, dieser Entwicklung einen Riegel vorzuschieben. Die Weltwirtschaftskrise verstärkte diesen Willen zur Abgrenzung weiter.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Kai Christiansen

      Der Erste Weltkrieg hat den Aufstieg der USA zur Weltmacht besiegelt. Das Land will keine Millionen Einwanderer mehr: Der Kongress beschließt im Jahr 1921, die Zahl der Zuwanderer auf 70.000 pro Jahr zu begrenzen. In der Vergangenheit waren von Jahr zu Jahr mehr Einwanderer gekommen. Die Spitze wurde im Jahr 1907 mit mehr als 1,2 Millionen Menschen erreicht. Für die US-Regierung war es an der Zeit, dieser Entwicklung einen Riegel vorzuschieben. Die Weltwirtschaftskrise verstärkte diesen Willen zur Abgrenzung weiter: Die Zeit der Massenauswanderung nach Amerika ist ab diesem Beschluss ein für alle Mal vorbei - zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt: Gerade als Hunderttausende dem Terror der nationalsozialistischen Diktatur entkommen wollen, verschließen die USA die Eingangstore. Für die Beamten der Einwanderungsbehörde auf der zentralen Kontrollstation auf Ellis Island bedeutet dies verschärfte Einreisekontrollen und damit einhergehend ein kompliziertes Testverfahren: Intelligenz, körperliche Unversehrtheit, ein gültiger Pass und das nötige Kleingeld, um die Einreisegebühr zahlen zu können - das sind von nun an nicht mehr die einzigen Kriterien: Arbeitssuchende, die in Europa von amerikanischen Firmen mit Dumpinglöhnen nach Amerika gelockt werden, dürfen nicht mehr durchgelassen werden.

      Zwischen 1840 und 1939 verlassen 55 Millionen Menschen Europa. Doch spätestens mit der Weltwirtschaftskrise ist der Traum von der Neuen Welt ausgeträumt. Der Politiker Fiorello La Guardia kämpfte gegen die Einführung von Quoten, die die Einwanderung beschränken sollen. Audrey Miller musste wie viele britische Unterschichtskinder unfreiwillig nach Kanada auswandern. Der Kapitän Gustav Schröder hat durch zähe Verhandlungen das Leben vieler jüdischer Flüchtlinge gerettet. Und gegen harte Widerstände und unter größten Opfern gelang es der jüdischen Kinderärztin Hertha Nathorff, in der Neuen Welt ein bescheidenes Auskommen zu finden.

      In der aufwendigen vierteiligen Serie erzählt ARTE die größte Wanderungsbewegung in der Geschichte, im Zuge derer Millionen Europäer der Alten Welt den Rücken kehrten, um in der Neuen Welt ihr Glück zu suchen. Zu Wort kommen die Auswanderer selbst, die in Briefen, Tagebüchern und Memoiren ihre Motive und ihr Erlebnisse hinterlassen haben. Doch auch Kapitäne und Erfinder, die die Atlantiküberquerung möglich machten, erhalten ebenso eine Stimme wie die Reeder, für die das Geschäft mit den Auswanderern zur Goldgrube wurde, investigative Journalisten, die inkognito reisen und die Zustände anprangerten, sowie ein Dolmetscher, der in Ellis Island - der „Insel der Tränen“ bei New York - das Schicksal von Hunderten Menschen miterlebte.

      55 Millionen Europäer verließen zwischen 1840 und 1939 ihre Heimat und wagten den Aufbruch und die Reise in die "Neue Welt". Existenzielle Not trieb die meisten, viele aber auch Neugier, Wagemut und Lebensgier. Alle diese Männer, Frauen und Kinder leisteten auf ihre persönliche Weise einen Beitrag zum ungeheuren Aufschwung der Vereinigten Staaten von Amerika - auf lange Sicht. Zu Wort kommen die Auswanderer selbst, die in Briefen, Tagebüchern und Memoiren ihre Motive und Erlebnisse hinterlassen haben.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 29.06.2017