• 23.06.2017
      09:25 Uhr
      Drei Tage im September Angela Merkels einsame Entscheidung | arte
       

      Die Dokumentation „Drei Tage im September“ befasst sich mit dem Wochenende vom 4. bis zum 6. September 2015, als Angela Merkel entschied, die Flüchtlinge und Asylsuchenden aus Ungarn nach Deutschland einreisen zu lassen. Die Dokumentation greift die umstrittene und herausfordernde Vieldeutigkeit dieses Datums auf und will herausfinden, was wirklich passiert ist.
      Der Autor Dr. Torsten Körner hat dafür mit Politikern gesprochen, mit Flüchtlingen und ehrenamtlichen Helfern, mit Journalisten und mit Migrationsexperten, die das Geschehen jeweils aus ihrer Sicht beschreiben und einordnen.

      Freitag, 23.06.17
      09:25 - 10:15 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo HD-TV

      Die Dokumentation „Drei Tage im September“ befasst sich mit dem Wochenende vom 4. bis zum 6. September 2015, als Angela Merkel entschied, die Flüchtlinge und Asylsuchenden aus Ungarn nach Deutschland einreisen zu lassen. Die Dokumentation greift die umstrittene und herausfordernde Vieldeutigkeit dieses Datums auf und will herausfinden, was wirklich passiert ist.
      Der Autor Dr. Torsten Körner hat dafür mit Politikern gesprochen, mit Flüchtlingen und ehrenamtlichen Helfern, mit Journalisten und mit Migrationsexperten, die das Geschehen jeweils aus ihrer Sicht beschreiben und einordnen.

       

      Die Dokumentation „Drei Tage im September“ befasst sich mit dem Wochenende vom 4. bis zum 6. September 2015, als Angela Merkel entschied, die Flüchtlinge und Asylsuchenden aus Ungarn nach Deutschland einreisen zu lassen. Fast zwei Jahre danach greift die Dokumentation die umstrittene und herausfordernde Vieldeutigkeit dieses Datums auf und will herausfinden, was wirklich passiert ist.

      Der erste Schritt ist deshalb die Rekonstruktion der Ereignisse. Es wird nachgezeichnet, was an diesen drei Tagen in Budapest, in Berlin, in Köln und auf der Autobahn M1 geschah. Im zweiten Schritt wird nach den Handlungsspielräumen gefragt, nach Alternativen, politischen Ausweichmanövern, nach den Motiven und der Macht der Akteure. Schließlich wird dieses Datum in eine Zukunftsperspektive gestellt: Wie bedeutsam ist dieses Wochenende aus historischer Sicht? Mit welchem Recht kann man es tatsächlich als geschichtliche Zäsur bezeichnen? Und welche Schlussfolgerungen können aus den Ereignissen gezogen werden?

      Der Autor Dr. Torsten Körner hat dafür mit vielen Personen gesprochen, die das Wochenende im September 2015 miterlebt haben: Politiker, Flüchtlinge und ehrenamtlichen Helfer kommen zu Wort, genauso wie Journalisten und Migrationsexperten. Mohamad Zatareih etwa, ein Syrer, der den „march of hope“ auf der ungarischen Autobahn anführte, erzählt von seiner Flucht und von seinen Erinnerungen an die drei Tage im September. Peter Altmaier, Thomas de Maizière und der damalige ungarische Botschafter József Czukor sprechen über die Besonderheit der Lage, mit der sie sich an dem Wochenende konfrontiert sahen. Die Journalistin Anna Tillack lässt die Zuschauer die Zeit aus der Sicht einer Fernsehreporterin vor Ort miterleben.

      Die mitunter sehr emotionalen und fesselnden Erinnerungen der Gesprächspartner korrespondieren mit selten gezeigtem, sehr eindringlichem Archivmaterial, dass die Dramatik dieser Tage noch einmal in bewegender Weise vergegenwärtigt. So entsteht ein dichtes Netz von aufwühlenden und nachdenklichen, dramatischen und analytischen Passagen, die sich zu einem Gesamtbild fügen, das dem Zuschauer große Geschichte ganz nahebringt.

      Themenabend "Wir schaffen das!?"

      September 2015: Angela Merkels einsame Entscheidung, die in Ungarn festsitzenden Flüchtlinge aus humanitären Gründen nach Deutschland einreisen zu lassen, erschüttert nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa. Nachdem viele Jahre vor allem Italien gezwungenermaßen Flüchtlinge aufgenommen hatte, öffnet nun auch Deutschland die Grenzen. Nicht nur die eigene Partei, auch die europäischen Partner fühlen sich überrumpelt und vor den Kopf gestoßen. Zunächst werden die Flüchtlingsströme mit Euphorie und Willkommenskultur empfangen, doch bald überwiegen Skepsis und Angst vor „Überfremdung“, die rechtspopulistische Partei AfD erstarkt. Hat Merkels „Wir schaffen das!” Europa verändert?

      THEMA zieht eine erste Bilanz: Die Dokumentation „Drei Tage im September“ lässt die Tage vor Merkels Entscheidung Revue passieren und analysiert die Folgen des Richtungswechsels in der deutschen Einwanderungspolitik. Der anschließende Dokumentarfilm „Die Asylentscheider“ wirft einen Blick hinter die Kulissen des Bundesamtes für Migration. Ein Film über Schicksalsentscheidung als Beruf und die fast unmögliche Aufgabe, immer das Richtige zu tun.

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      Freitag, 23.06.17
      09:25 - 10:15 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
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