• 22.06.2017
      02:20 Uhr
      Alarm am Hauptbahnhof Auf den Straßen von Stuttgart 21 | SR Fernsehen
       

      In ihrem Dokumentarfilm spannen die Stuttgarter Autorinnen Sigrun Köhler und Wiltrud Baier einen Bogen von der Demonstration im Stuttgarter Schlosspark am 30. September über die Schlichtungsverhandlungen bis hin zur Landtagswahl im März 2011.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 22.06.17
      02:20 - 03:45 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Neu im Programm

      In ihrem Dokumentarfilm spannen die Stuttgarter Autorinnen Sigrun Köhler und Wiltrud Baier einen Bogen von der Demonstration im Stuttgarter Schlosspark am 30. September über die Schlichtungsverhandlungen bis hin zur Landtagswahl im März 2011.

       

      Der Protest gegen "Stuttgart 21" veränderte das Land Baden-Württemberg, die ganze Republik - und radikal Stuttgart: Menschen aller Schichten, Altersgruppen, weltanschaulicher Zugehörigkeiten gingen gemeinsam auf die Straße. Sie entfalteten ungeahnte Energien und Kreativität. In "Alarm am Hauptbahnhof - Auf den Straßen von Stuttgart 21" spannen Sigrun Köhler und Wiltrud Baier, die sich als Filmemacherinnen "Böller und Brot" nennen, den Bogen von der "Schlacht um Stuttgart" am 30. September 2010 bis zur Landtagswahl im März 2011 und montieren die Geschichten, die sie erlebten, zu einer persönlichen Chronik.

      Am 30. September 2010, dem "schwarzen Donnertag", wird mit einem massiven Polizeieinsatz die Baustelle für den neuen Tiefbahnhof im Stuttgarter Schlosspark geräumt. Schlagstöcke, Pfefferspray und Wasserwerfer werden gegen die Demonstranten, darunter 2000 Schüler, eingesetzt. Zahlreiche Bürger werden verletzt, einer verliert das Augenlicht. Das Vertrauen der Stuttgarter Bürger in Politik und Demokratie ist nachhaltig erschüttert, die Empörung über die Repräsentanten einer Politik, die sich nicht mehr für die Belange der Bürger zu interessieren scheint, ist groß. Die schwäbische Landeshauptstadt, der das Image von Kehrwoche und Maultaschen, einer gediegenen Provinzialität, hartnäckig anhaftet, gilt nun endgültig als "Hauptstadt des bürgerlichen Widerstands".

      Die Filmemacherinnen, selbst Stuttgarterinnen, haben während der Dreharbeiten viel gelernt: Zum Beispiel, was Stuttgarter Pflastersteine sind oder wie ein professionelles Blockadetraining funktioniert. Sie erleben die unterschiedlichsten Protestsituationen für und gegen den Bahnhofsbau mit, lernen neuartige Grußworte wie "Oben Bleiben!" und eine überraschende Variation der Bedeutung von "Oben Ohne!" kennen. Am 30. September werden sie mit ihrer Kamera vom Wasserwerfer abgeschossen, erfahren, dass "Baustopp" ein Begriff von vulkanischer Bedeutung sein kann, sehen die Lichtgestalt Heiner Geissler kommen und gehen, eine Zeltstadt im Stuttgarter Schlossgarten wachsen, einen Bauzaun ins Museum kommen - und einen historischen Wahlsieg der Grünen...

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.08.2017