• 03.07.2016
      12:00 Uhr
      Ähnlichkeiten mit Ingeborg Bachmann Film von Angelika Kellhammer | 3sat
       

      Die Filmemacherin Angelika Kellhammer zeichnet die wechselvolle und von vielen Fehlurteilen und männlichen Ressentiments geprägte Rezeptionsgeschichte von Ingeborg Bachmann. Freunde und Weggefährten erzählen von Begegnungen mit der Autorin, die eine vielsprachige, europäische Intellektuelle war, dabei mitunter schüchtern und verletzlich. Sie liebte und lebte, wie die Bachmann-Biografin Andrea Stoll erläutert, kompromisslos. Den Preis für diese sehr freie und schwierige Existenz bezahlte Ingeborg Bachmann mit einer Alkohol- und Medikamentensucht.

      Sonntag, 03.07.16
      12:00 - 12:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Die Filmemacherin Angelika Kellhammer zeichnet die wechselvolle und von vielen Fehlurteilen und männlichen Ressentiments geprägte Rezeptionsgeschichte von Ingeborg Bachmann. Freunde und Weggefährten erzählen von Begegnungen mit der Autorin, die eine vielsprachige, europäische Intellektuelle war, dabei mitunter schüchtern und verletzlich. Sie liebte und lebte, wie die Bachmann-Biografin Andrea Stoll erläutert, kompromisslos. Den Preis für diese sehr freie und schwierige Existenz bezahlte Ingeborg Bachmann mit einer Alkohol- und Medikamentensucht.

       

      Die Filmemacherin Angelika Kellhammer zeichnet die wechselvolle und von vielen Fehlurteilen und männlichen Ressentiments geprägte Rezeptionsgeschichte von Ingeborg Bachmann. Freunde und Weggefährten erzählen von Begegnungen mit der Autorin, die eine vielsprachige, europäische Intellektuelle war, dabei mitunter schüchtern und verletzlich. Sie liebte und lebte, wie die Bachmann-Biografin Andrea Stoll erläutert, kompromisslos. Den Preis für diese sehr freie und schwierige Existenz bezahlte Ingeborg Bachmann mit einer Alkohol- und Medikamentensucht.

      An den drei wichtigen Lebensstationen Klagenfurt, Wien und Rom unternimmt die Filmautorin den Versuch, Ingeborg Bachmann nahezukommen und zu verstehen, warum das Schreiben für sie Berufung und unverzichtbarer Lebensinhalt war - und warum uns das gerade heute etwas angeht. Bachmanns Auseinandersetzung mit der "Krankheit unserer Zeit" bleibt aktuell, ihr Anspruch an Sprache und Kunst ist radikal und experimentiert mit nichts weniger als dem Paradox und der Utopie. Ingeborg Bachmann fürchtete sich vor Herrn Moll. Die Figur aus ihrer Erzählung "Das dreißigste Jahr" steht für alle Besserwisser, die sich vermeintlich in der Welt auskennen, die andere Menschen einordnen und ihnen ein Etikett umhängen. Die Erzählung aus dem Jahr 1961 war nicht die erste, in der Ingeborg Bachmann das Unrecht thematisierte, das wir denjenigen antun, die wir vorschnell zu kennen glauben.

      Damals wusste Ingeborg Bachmann noch nicht, wie sehr sie selbst einmal in den Widerstreit von Stilisierungen, Idealisierungen, Gerüchten, Urteilen und Vorurteilen geraten würde: Sie war für Marcel Reich-Ranicki die "vielleicht bedeutendste deutschsprachige Lyrikerin unseres Jahrhunderts", aber er nannte sie auch eine "gefallene Lyrikerin", als sie es wagte, seinen Vorstellungen nicht zu entsprechen und Prosa zu schreiben. Anderen gilt sie als "Ikone des Feminismus". Eine, die mit bedeutenden Schriftstellern, Paul Celan und Max Frisch, zusammen war, aber in der Liebe dennoch gescheitert ist.

      Viel Neues über Ingeborg Bachmann ist bekannt geworden, etwa ihre Korrespondenz mit Paul Celan und Hans-Werner Henze, zahlreiche Funde sowie verschiedene Biografien und wissenschaftliche Arbeiten. Erstmals äußert sich Heinz Bachmann vor der Kamera zu seiner Schwester, führt durch das Haus ihrer Kindheit in Klagenfurt, wo sich noch heute Ingeborg Bachmanns Habe aus ihrer Wohnung in Rom befindet, und erstmals spricht er auch öffentlich über den tragischen Unfalltod seiner Schwester.

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      Sonntag, 03.07.16
      12:00 - 12:45 Uhr (45 Min.)
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