• 20.03.2017
      16:00 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | ARD-alpha
       
      • Die Rückkehr des bösen Wolfes: Kulturgeschichte einer

      jahrhundertealten Angst

      • Kluger Streifzug ins Milieu: Nora Bossong erkundet in "Rotlicht"

      die männliche Lust

      • Wenn der Vater eine Thailänderin liebt: der Dokumentarfilm

      "Happy"

      • Singen gegen das Leid: die Sängerin Dima Orsho beim Festival

      Salam Syria in der Elbphilharmonie

      • Menschlichkeit inmitten der Barbarei: der Film "Die letzten

      Männer von Aleppo"

      • "wahr. schön. gut": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche
      Montag, 20.03.17
      16:00 - 16:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo
      • Die Rückkehr des bösen Wolfes: Kulturgeschichte einer

      jahrhundertealten Angst

      • Kluger Streifzug ins Milieu: Nora Bossong erkundet in "Rotlicht"

      die männliche Lust

      • Wenn der Vater eine Thailänderin liebt: der Dokumentarfilm

      "Happy"

      • Singen gegen das Leid: die Sängerin Dima Orsho beim Festival

      Salam Syria in der Elbphilharmonie

      • Menschlichkeit inmitten der Barbarei: der Film "Die letzten

      Männer von Aleppo"

      • "wahr. schön. gut": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche
       

      Stab und Besetzung

      Produktion Heike Ernst
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz

      Die Rückkehr des bösen Wolfes: Kulturgeschichte einer
      jahrhundertealten Angst
      Lange galt der Wolf hierzulande als ausgestorben, doch schon
      seit einer Weile ist er zurück im Norden. Während Tierschützer
      über die Rückkehr des streng geschützten Wildtiers frohlocken,
      treibt seine Präsenz den Landwirten Sorgenfalten auf die Stirn.
      Denn: Der Wolf reißt ihre Tiere, Dutzende Schafe und Rinder
      sind dem Raubtier hierzulande schon zum Opfer gefallen. All
      die Meldungen von Wolfsrissen untermauern den Mythos des
      bösen Isegrims. Autorin Petra Ahne hat über die
      jahrhundertealte Angst vor dem Wolf geschrieben: "Wölfe"
      (Matthes & Seitz Berlin). Darin geht es auch um die Frage, wie
      viel Natur der Mensch heute noch erträgt.

      Kluger Streifzug ins Milieu: Nora Bossong erkundet in "Rotlicht"
      die männliche Lust
      Ein Jahr lang hat Nora Bossong Orte erkundet, die meist nur
      dem männlichen Blick vorbehalten sind: Bars mit Tabledance,
      Sexkinos. Sie war in Stundenhotels und Laufhäusern, in denen
      Frauen "Sexarbeiterinnen" und ausschließlich Dienstleistende
      sind, hat sich in Swinger- und Saunaclubs umgeschaut, eine
      Erotikmesse besucht. Ihre teilnehmende Beobachtung hat sie
      nun in einem klugen Reportageband zusammengefasst:
      "Rotlicht" (Hanser). Darin reflektiert Bossong nicht nur die
      jeweiligen Situationen, männliche (und weibliche) Sexualität,
      sondern beschreibt eine klare Machtstruktur, nicht nur im
      Rotlichtmilieu. Das "Kulturjournal" ist mit Nora Bossong auf der
      Reeperbahn unterwegs und lässt sich von ihr das rein
      kommerzielle Geschäft mit Sexualität erklären und was das mit dem gesamtgesellschaftlichen Miteinander der Geschlechter zu
      tun hat.

      Wenn der Vater eine Thailänderin liebt: der Dokumentarfilm
      "Happy"
      Es wäre vermutlich für viele Töchter ein Schock: Nach der
      Trennung der Eltern findet der Vater eine neue Freundin, eine
      Thailänderin, die genauso alt ist wie die Tochter selbst. Der
      Hamburger Regisseurin Carolin Genreith ist genau das passiert.
      Auch sie reagierte ablehnend und hatte viele Fragen: Ist ihr
      Vater etwa ein Sextourist? Geht es der Frau aus Thailand nur
      ums Geld oder tatsächlich um Liebe? Wie sieht das zukünftige
      Familienleben aus? Doch dann versucht sie, ihren Vater und
      seine neue Liebe zu verstehen. Carolin Genreiths
      Dokumentarfilm "Happy" (Kinostart: 16. März) zeigt Vater und
      Tochter bei gemeinsamen Diskussionen und begleitet sie auf
      eine Reise nach Thailand, wo Carolin Genreith ihre zukünftige
      Stiefmutter Tukta kennenlernt. Ein sehr persönlicher und
      gelungener Einblick in eine ungewöhnliche Familie.

      Singen gegen das Leid: die Sängerin Dima Orsho beim Festival
      Salam Syria in der Elbphilharmonie
      Was als kurzer Studienaufenthalt gedacht war, wurde über
      Nacht zum Exil. Die syrische Sängerin Dima Orsho studierte am
      Konservatorium in Boston, als aus den friedlichen
      Demonstrationen in Syrien Krieg wurde. Und sie wusste, dass in
      dem "Moment, als das Töten begann, das so schnell nicht
      enden" wird. Seitdem lebt sie in den USA, hat eine Greencard
      und kann deshalb reisen. Sie ist eine gefragte Solistin, hat
      jüngst für ihre Mitwirkung an der CD "Sing Me Home" von Yo-Yo
      Mas & Silk Road Ensemble den Grammy gewonnen. Jetzt ist sie
      zu Gast bei dem Festival Salam Syria in der Elbphilharmonie
      (16. bis 18. März). Im "Kulturjournal" spricht Dima Orsho über
      ihre musikalische Heimat zwischen Orient und Okzident und
      die Einsamkeit des Exils.

      Menschlichkeit inmitten der Barbarei: der Film "Die letzten
      Männer von Aleppo"
      Als die Bomben fielen, Menschen verschüttet wurden, riskierten
      Freiwillige ihr Leben, um andere zu retten: die "Weißhelme" im
      syrischen Aleppo. Die "Weißhelme", auch Syria Civil Defence genannt, sind ganz normale Leute, zum Beispiel Bäcker,
      Taxifahrer oder Lehrer. 2016 haben sie für ihren Einsatz den
      Alternativen Nobelpreis bekommen. Für den Dokumentarfilm
      "Die letzten Männer von Aleppo" (Kinostart: 16. März) hat
      Regisseur Feras Fayyad die Arbeit der freiwilligen Helfer zwei
      Jahre lang begleitet. Er zeigt sie bei ihrem Einsatz gegen die
      täglichen Bedrohungen in den zerstörten Straßen, aber auch
      beim Kampf gegen die eigenen Ängste. Der Film zeigt ein Stück
      Menschlichkeit und Hoffnung im Krisengebiet.

      "wahr. schön. gut": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche
      Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der
      Kulturwoche. Welches Theater muss sich nun schon wieder
      kaputt sparen? Welchen Kinofilm darf man auf keinen Fall
      sehen? Und welche Ausstellung sollte man auf jeden Fall
      verpassen? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der
      menschlichen Schaffenskraft, Julia Westlake sucht das Wahre,
      Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.

      Das Kulturjournal berichtet über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Montag, 20.03.17
      16:00 - 16:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.06.2017