• 19.01.2018
      19:30 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | ARD-alpha
       

      Themen:

      • Skandale, Fake News, Provokationen: ein Jahr Trump
      • Ein Gesetz und seine Folgen: wie das Netzdurchsetzungsgesetz Satire behindert
      • Wo die 68er-Revolution wirklich anfing: der Bremer Revoluzzer Joachim Barloschky
      • "Felix und Felka": Roman über den Osnabrücker Maler Felix Nussbaum
      • Violin-Solist Emmanuel Tjeknavorian
      • Wahr. Schön. Gut. Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

      Freitag, 19.01.18
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Skandale, Fake News, Provokationen: ein Jahr Trump
      • Ein Gesetz und seine Folgen: wie das Netzdurchsetzungsgesetz Satire behindert
      • Wo die 68er-Revolution wirklich anfing: der Bremer Revoluzzer Joachim Barloschky
      • "Felix und Felka": Roman über den Osnabrücker Maler Felix Nussbaum
      • Violin-Solist Emmanuel Tjeknavorian
      • Wahr. Schön. Gut. Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Katja Theile
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      • Skandale, Fake News, Provokationen - ein Jahr Trump

      Ein Jahr ist er jetzt im Amt, und kein Tag verging ohne Trump-Bashing. Doch damit soll heute einmal Schluss sein. Das Kulturjournal versucht, ein paar Gratulanten zu finden, die zum Jubiläum endlich mal etwas Nettes über das "mental gefestigte Genie" sagen. So könnte man doch mal anerkennen, dass er uns immer wieder zum Lachen gebracht hat mit Sprüchen wie "Warum sollte mich Kim Jong-Un als 'alt' beleidigen, wenn ich ihn doch NIEMALS 'klein und fett' nennen würde?"; dass er den größeren Knopf, die schönere First Lady und den ausgeprägteren Familiensinn hat; dass er die russisch-amerikanischen Beziehungen verbessert und uns nie mit Fakten gelangweilt hat. Irgendwer dort draußen müsste doch irgendetwas Positives an der Präsidentschaft finden können. Unser Reporter Dirk Böge macht den Test.

      • Ein Gesetz und seine Folgen - wie das Netzdurchsetzungsgesetz Satire behindert

      Neues Jahr, neues Gesetz. Und das ist in aller Munde: Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz richtet sich gegen Hass und Hetze in den sozialen Medien. Nun müssen Facebook, Twitter und Co. offenkundig strafbare Inhalte innerhalb von 24 Stunden löschen, bei schwieriger zu entscheidenden Fällen haben sie sieben Tage Zeit. Bis zu 50 Millionen Euro Strafe drohen, wenn die Netzwerkbetreiber wiederholt und systematisch gegen das Gesetz verstoßen. Die Kritik an dem Gesetz ist groß: Es schränke die Meinungsfreiheit ein und private Unternehmen würden darüber entscheiden, was erlaubt ist und was nicht. Wo hört Meinung auf und fängt Hetze an? Aber auch: Was ist Satire und was nicht? Denn die trifft das Netzwerkdurchsetzungsgesetz auch. Im Löschwahn, dem sich die sozialen Medien seit dem 1. Januar scheinbar unterworfen haben, wird auch vieles versehentlich gelöscht. Ironische Posts: gelöscht. Satirisch gemeinte Tweets: gelöscht. So wurde kurzerhand von Twitter für einen gewissen Zeitraum der komplette Account der Satirezeitschrift "Titanic" gesperrt. Führt das Gesetz zur Zensur? Ist bald Schluss mit lustig im Netz? Müssen sich Humor, Ironie und Satire ein anderes Betätigungsfeld suchen und finden bald im Netz nicht mehr statt? Das Kulturjournal spricht mit dem Chefredakteur der "Titanic", mit dem Satiriker Shahak Shapira, Markus Beckedahl von netzpolitik.org und dem Staatssekretär Gerd Billen des Bundesjustizministeriums.

      • Wo die 68er-Revolution wirklich anfing - der Bremer Revoluzzer Joachim Barloschk

      50 Jahre 68er-Bewegung: Linksgerichtete Studenten gingen weltweit für die Bürgerrechte auf die Straße. In den USA kam es zu Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg und gegen die Ermordung des Bürgerrechtlers Martin Luther King. Doch kaum einer weiß, dass es auch in Bremen einen Aufstand gab: Im Januar 1968 wurden die Straßenbahnpreise erhöht, von 60 auf 70 Pfenning pro Fahrt, Schülermonatskarten von 17 auf 18 Mark. Bremer Schüler organisierten eine Demo gegen die Auswüchse des Kapitalismus im Nahverkehr mit Sitzblockaden und Transparenten ("Siebzig Pfennich - lieber renn ich"). Ganz vorne mit dabei: der 15-jährige Schüler Joachim Barloschky. Die Bremer Polizei hatte die Anweisung "Draufhauen", aber das konnte die Schülerdemo nicht stoppen, sie bekam immer mehr Unterstützer - und schließlich wurde die Fahrpreiserhöhung zurückgenommen. Der Geist der Revolution hatte Joachim Barloschky angesteckt, er trat in die DKP ein, war in der Friedensbewegung, wurde Quartiersmanager des Bremer Problemviertels Tenever und Lehrbeauftragter an der Hochschule Bremen. Wir treffen den Revoluzzer von damals, der bis heute im Geist von Karl Marx unterwegs ist.

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      Freitag, 19.01.18
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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