• 25.03.2017
      00:00 Uhr
      artour spezial Berichte von der Leipziger Buchmesse | MDR FERNSEHEN
       

      "artour spezial" berichtet aktuell von der Leipziger Buchmesse, stellt Neuerscheinungen und Autoren vor:

      • Überblicksbeitrag: 500 Jahre nach Luthers ketzerischer Thesenverkündung und seiner tiefen Erkenntnis von der Sola Scriptura, dem Bekenntnis zur Schrift und zum Wort, findet nun in Leipzig ganz passend die Buchmesse statt, um das gedruckte Wort unter die Menschen zu bringen.
      • Jussi Adler-Olsen "Selfies"
      • Clemens Meyer "Die stillen Trabanten"
      • Olga Grjasnowa "Gott ist nicht schüchtern"
      • Peter Wensierski "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution"
      • Buchtipps
      Nacht von Freitag auf Samstag, 25.03.17
      00:00 - 00:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      "artour spezial" berichtet aktuell von der Leipziger Buchmesse, stellt Neuerscheinungen und Autoren vor:

      • Überblicksbeitrag: 500 Jahre nach Luthers ketzerischer Thesenverkündung und seiner tiefen Erkenntnis von der Sola Scriptura, dem Bekenntnis zur Schrift und zum Wort, findet nun in Leipzig ganz passend die Buchmesse statt, um das gedruckte Wort unter die Menschen zu bringen.
      • Jussi Adler-Olsen "Selfies"
      • Clemens Meyer "Die stillen Trabanten"
      • Olga Grjasnowa "Gott ist nicht schüchtern"
      • Peter Wensierski "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution"
      • Buchtipps
       

      "artour spezial" berichtet aktuell von der Leipziger Buchmesse, stellt Neuerscheinungen und Autoren vor.

      • Überblicksbeitrag

      500 Jahre nach Luthers ketzerischer Thesenverkündung und seiner tiefen Erkenntnis von der Sola Scriptura - dem Bekenntnis zur Schrift und zum Wort - findet nun in Leipzig ganz passend die Buchmesse statt, um das gedruckte Wort unter die Menschen zu bringen. Wir begeben uns auf einen Rundgang durch die Messehallen und wollen herausfinden, welches Wort nun heute verkündet wird - und inwieweit heute das Wort die Welt verändert und selig macht. Wir sprechen mit dem ehemaligen Gefängnisdirektor Thomas Galli, dessen Worte ihn den Job kosteten, mit dem berühmtesten litauischen Zeichner Kestutis Kasparavicius über das von ihm gezeichnete Schlaraffenland, mit Doris Knecht über die Worte, die man besser nicht sagt, mit Martin Suter über rosa Elefanten, mit Ronja von Rönne, warum Buchmessen schlimm sind und mit Claus Peymann über die Schmerzen, die Worte bereiten können.

      • Jussi Adler-Olsen "Selfies"

      Es ist der siebte Fall für das Sonderdezernat Q. Vizepolizeikommissar Carl Mørck wird zur Aufklärung eines brutalen Todesfalls von der Mordkommission in Kopenhagen hinzugezogen. Wie sich herausstellt, gibt es eine Verbindung zu einem mehrere Jahre zurückliegenden und ausgesprochen brisanten cold case, aus dem sich schwerwiegende Konsequenzen für die aktuellen Ermittlungen ergeben. Ausgerechnet jetzt geht es Carls Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht. Rose kämpft mit aller Macht dagegen an - und gegen das Dunkel, in dem sie zu ertrinken droht. Welche Rolle spielen die jungen Frauen Michelle, Jasmin und Denise, die sich zu einem starken und hochexplosiven Kleeblatt verbündet haben? Jussi Adler Olsen - vor 10 Jahren erschien sein erstes Buch mit dem Kopenhagener Polzisten Carl Mørck und seinem Sonderdezernat Q. Der Thriller "Erbarmen" wurde der Auftakt zu einem Welterfolg. Mit 8,5 Millionen verkauften Büchern weltweit zählt der Däne zu den erfolgreichsten Autoren Europas. "artour" trifft Jussi Adler Olsen in seinem Haus in Kopenhagen und spricht mit ihm über seinen neuen Roman, duale Charaktere und seine Sympathie für seltsame Menschen.

      • Clemens Meyer "Die stillen Trabanten"

      Als Clemens Meyer 2003 mit dem Roman "Als wir träumten" debütierte, war die Presse voll des Lobes. "Selten gab es in der jungen deutschen Literatur ein Buch, das sich so kenntnisreich, so liebevoll mit Figuren vom sogenannten Rand der Gesellschaft beschäftigt hat.", schrieb die Welt am Sonntag. Der 1977 in Halle geborene Meyer holte mit diesem und seinen weiteren Büchern eine gesellschaftliche Schicht ins öffentliche Bewusstsein, die in der deutschen Literatur kaum thematisiert wurde: Verlierer, Scheiternde, Orientierungslose, das "Milieu". Seine Bücher sind wie Blicke aus seinem Fenster im Leipziger Osten, wo die Sozialhilfeempfänger und Trinker mit ihren Flaschenbeuteln vorbeikommen und andere Leben leben als wir, die wir unsere Fenster in besseren Gegenden haben. Es ist ein Blick, der sich lohnt, ist man auf der Suche nach einem vollständigen Bild der Welt. Dieser Blick hat Meyer berühmt gemacht, und mit seinen neuen Erzählungen "Die stillen Trabanten" kehrt er furios zu seinen Anfängen zurück. Clemens Meyer, Absolvent des Leipziger Literaturinstituts und inzwischen mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem "Preis der Leipziger Buchmesse" 2008 für die Erzählungen "Die Nacht, die Lichter", widmet sich in diesem Buch erneut dem ganz normalen Scheitern im Leipziger Osten. Im Grunde haben seine Antihelden dieselben Probleme wie vor 15 Jahren, sie wurschteln sich irgendwie durch, und am Ende verlieren sie doch. Aber auch die neuen Herausforderungen durch die besonders in diesen Stadtteil zugezogenen Neuleipziger aus aller Welt fehlen bei Meyer nicht. "Das Leben nicht mit Handschuhen anfassen", so sagte er es 2003 im ersten artour-Beitrag über ihn. Er bleibt sich treu: seine neuen Erzählungen sind mit viel Empathie geschriebene Momentaufnahmen aus dem wirklichen Leben, zum Heulen traurig.

      • Olga Grjasnowa "Gott ist nicht schüchtern"

      Als die syrische Revolution ausbricht, feiert Amal ihre ersten Erfolge als Schauspielerin und träumt von kommendem Ruhm. Zwei Jahre später wird sie im Ozean treiben, weil das Frachtschiff, auf dem sie nach Europa geschmuggelt werden sollte, untergegangen ist. Sie wird ein Baby retten, das sie fortan ihr Eigen nennen wird. Hammoudi hat gerade sein Medizinstudium beendet und eine Stelle im besten Krankenhaus von Paris bekommen. Er fährt nach Damaskus, um die letzten Formalitäten zu erledigen. Noch weiß er nicht, dass er seine Verlobte Claire niemals wiedersehen wird. Dass er mit hundert Wildfremden auf einem winzigen Schlauchboot hocken und darauf hoffen wird, lebend auf Lesbos anzukommen. In Berlin werden sich Amal und Hammoudi wiederbegegnen: zwei Menschen, die alles verloren haben und nun von vorn anfangen müssen. Olga Grjasnowas Romane erinnern uns immer wieder daran, dass es nicht nur diese eine Welt vor unserer Haustür gibt, sondern sehr viele Welten, und dass es sich lohnt, sie kennenzulernen. Ihr neues Buch ist ein erschütterndes Dokument unserer Zeit.

      • Peter Wensierski "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution"

      Leipzig zu DDR-Zeiten Ende der 80er Jahre. Eine Gruppe junger Menschen will nicht mehr mitmachen, hat genug von Anpassung in einem System, das Umweltprobleme ignoriert und sein Volk bespitzeln lässt. Peter Wensierski, heute Spiegelautor, war in den 70er und 80er Jahren der jüngste westliche Reisekorrespondent, der aus der DDR berichtete. In seinem neuen Buch erzählt er vom Ende der DDR aus der Perspektive dieser Gruppe junger Menschen, die in Abrisshäusern wohnten und die ersten Demonstrationen organisierten. Er erzählt über die Zeit, die dem Herbst 89 vorausging und rückt die jungen Menschen in den Fokus, die damals Verfolgung und Gefängnis in Kauf nahmen, weil sie an die Veränderung der Gesellschaft glaubten. Es ist eine wahre Geschichte, die Wensierski hier erzählt, und die spannende Nahaufnahme eines der wichtigsten Momente der jüngeren deutschen Geschichte.

      Buchtipps

      • Charles Foster - "Der Geschmack von Laub und Erde", Ti

      er sein - ein radikaler Selbstversuch, Piper/Malik

      • Feridun Zaimoglu "Evangelio: Ein Luther-Roman"
      • James Gordon Farrell - "Singapur im Würgegriff", Matthes und Seitz Berlin
      • Vincent Klink "Grundzüge des gastronomischen Anstandes"
      • Kat Menschik - E.T.A. Hoffmann: Die Bergwerke zu Falun - Illustrierte Buchreihe, KIWI
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      Nacht von Freitag auf Samstag, 25.03.17
      00:00 - 00:30 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.03.2017