• 07.04.2017
      02:15 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Was predigen Imame? Mit Constantin Schreiber in norddeutschen Moscheen
      • "Knirsch, schauder, klickeradoms": der 40. Kongress der Donaldisten in Hamburg
      • Aufopfernde Bruderliebe: Jens Eisels Debütroman "Bevor es hell wird"
      • Die Sekretärin von Joseph Goebbels erzählt: der Dokumentarfilm "Ein deutsches Leben"
      • Labyrinthische Kunst: Hans Op de Beeck baut das Wolfsburger Kunstmuseum um
      • "wahr. schön. gut": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche
      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 07.04.17
      02:15 - 02:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Was predigen Imame? Mit Constantin Schreiber in norddeutschen Moscheen
      • "Knirsch, schauder, klickeradoms": der 40. Kongress der Donaldisten in Hamburg
      • Aufopfernde Bruderliebe: Jens Eisels Debütroman "Bevor es hell wird"
      • Die Sekretärin von Joseph Goebbels erzählt: der Dokumentarfilm "Ein deutsches Leben"
      • Labyrinthische Kunst: Hans Op de Beeck baut das Wolfsburger Kunstmuseum um
      • "wahr. schön. gut": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche
       
      • Was predigen Imame? Mit Constantin Schreiber in norddeutschen Moscheen

      Eigentlich sind Moscheen Räume, in denen Glauben praktiziert wird. Doch immer wieder werden islamische Gotteshäuser zur politischen Zone, etwa wenn der Imam davor warnt, sich als Muslim in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, oder aus dem Umfeld der Moschee Dschihadisten bekannt werden. Tatsächlich wissen die meisten Menschen nur wenig darüber, was in den Moscheen passiert und vor allem, wer was predigt. Der Journalist Constatin Schreiber wollte es genau wissen: Über acht Monate lang hat er Freitagsgebete in unterschiedlichen Moscheen besucht, er selbst spricht arabisch. Und sein Fazit ist ernüchternd. Gemeinsam mit dem "Kulturjournal" geht er noch einmal in zwei Moscheen in Norddeutschland, in Hamburg und Wolfsburg, spricht mit den Imamen und zieht Bilanz seiner Recherche.

      • "Knirsch, schauder, klickeradoms": der 40. Kongress der Donaldisten in Hamburg

      Am 1. April 2017 liegt Entenhausen mitten in Hamburg. Denn hier findet der 40. Kongress der Donaldisten statt, hier wird der Ente gehuldigt. Ganz wissenschaftlich. Knapp 100 Anhänger hat die D.O.N.A.L.D., die Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus. Und diese klangvolle Organisation diskutiert zum Beispiel, warum die Enten im Duck- Universum Zähne besitzen, nur die Weibchen Schuhe tragen, wie der Stadtplan von Entenhausen wohl aussieht und wie viele Enten dort überhaupt so beheimatet sind. Mitglied kann übrigens jeder werden, der glaubhaft versichert, auf dem Boden der Freiheitlich Donaldistischen Grundordnung (FDGO) zu stehen. "Kulturjournal"-Reporterin Domenica Berger wird sich bei den Donaldisten auf ihrem Kongress umschauen: Wer sind eigentlich diese Donaldisten? Ob sie am Ende sogar selbst Mitglied wird? In dieser Sendung wird man es erfahren.

      • Aufopfernde Bruderliebe: Jens Eisels Debütroman "Bevor es hell

      wird"
      Wie sehr kann man seinen Bruder lieben, für ihn Verantwortung übernehmen, sich selbst hinten anstellen? Genau davon erzählt Jens Eisel in seinem Debütroman "Bevor es hell wird" (Piper Verlag), dem "NDR Buch des Monats April". Da versucht der kleine Bruder den älteren Bruder vor großem Unglück zu bewahren und kann ihm am Ende doch nicht helfen. Schnörkellos, knapp und doch emotional erzählt Eisel von Alex und Dennis, die in Hamburg aufwachsen, an der Elbe spielen und den Dom besuchen. Das "Kulturjournal" streift gemeinsam mit Jens Eisel durch eben die Stadtviertel, denen er in seinem Roman fast schon ein Denkmal setzt.

      • Die Sekretärin von Joseph Goebbels erzählt: der Dokumentarfilm "Ein deutsches Leben"

      Sie war schon 103 Jahre alt, als sie sich einem Kamerateam stellte und Rechenschaft ablegte. Brunhilde Pomsel hatte von 1942 bis Kriegsende als Stenotypistin für Joseph Goebbels gearbeitet, saß im Zentrum der Macht der Nationalsozialisten. Im Dokumentarfilm "Ein deutsches Leben" berichtet sie offen, aber manchmal auch widersprüchlich von dieser Zeit: Sie habe sich nicht für Politik interessiert, habe an ihr eigenes Fortkommen gedacht, nicht mitbekommen, was um sie herum passiert. Der Film, der die Interviewpassagen mit Filmmaterial aus der NS-Zeit kombiniert, ist ein faszinierendes Lehrstück über Mitläufertum und Opportunismus: "Ist es denn schlecht, wenn Menschen versuchen, etwas zu tun, was für sie gut ist und sie wissen, damit schade ich einem anderen?" Am 6. April kommt die Dokumentation in die Kinos, außerdem erscheint das Buch mit den Interviews und Kommentaren im Europa Verlag: Brunhilde Pomsel "Ein deutsches Leben".

      • Labyrinthische Kunst: Hans Op de Beeck baut das Wolfsburger

      Kunstmuseum um
      Wer dachte, er würde das Kunstmuseum Wolfsburg kennen und auch wissen, wie etwa ein nächtlicher Vergnügungspark, Industrievorstädte, Containerbaracken oder die Bibliothek eines Sammlers aussieht, wird eines Besseren belehrt. Und zwar vom belgischen Multimediakünstler Hans Op de Beeck, der gerade für die neue Ausstellung das ganze Kunstmuseum zu einem Gesamtkunstwerk umbaut. Auf mehr als 2.200 Quadratmetern in und um die große Ausstellunghalle erschafft er unterschiedliche Innen- und Außenräume, irritierende Interieurs und diverse Modelle. Das "Kulturjournal" macht mit Hans Op de Beeck eine Baustellenbesichtigung, läuft mit ihm durch die schon fertigen Installationen und versucht, das Wechselspiel zwischen realistischer Detailfülle und assoziationsreicher Abstraktion zu ergründen ("Out of the Ordinary", ab 9. April im Kunstmuseum Wolfsburg).

      • "wahr. schön. gut": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

      Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat besonders aufgeregt? Was hat amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft: Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 07.04.17
      02:15 - 02:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.04.2017