• 03.04.2017
      00:05 Uhr
      Zhu Xiao-Mei Bach ist stärker als Mao - Thema: Johann Sebastian Bach | arte
       

      Nach einigen Jahren Arbeitslager schaffte es die chinesische Pianistin Zhu Xiao-Mei - zwischenzeitlich selber eine Anhängerin Maos - ihr Klavier ins Lager kommen zu lassen, um dort heimlich zu üben. 1980 schließlich konnte sie in die USA emigrieren. Einige Jahre später kam sie nach Paris, wo sie heute noch lebt. Die Dokumentation erzählt von der Rückkehr Zhu Xiao-Meis nach China als international gefeierte Bach-Interpretin. Sie zeigt, wie die Musikerin gegen das Verdrängen und Vergessen ankämpft, aber auch, wie sie mit Bachs Goldberg-Variationen Triumphe feiert und die junge Generation in ihrer Heimat begeistert.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 03.04.17
      00:05 - 01:05 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

      Nach einigen Jahren Arbeitslager schaffte es die chinesische Pianistin Zhu Xiao-Mei - zwischenzeitlich selber eine Anhängerin Maos - ihr Klavier ins Lager kommen zu lassen, um dort heimlich zu üben. 1980 schließlich konnte sie in die USA emigrieren. Einige Jahre später kam sie nach Paris, wo sie heute noch lebt. Die Dokumentation erzählt von der Rückkehr Zhu Xiao-Meis nach China als international gefeierte Bach-Interpretin. Sie zeigt, wie die Musikerin gegen das Verdrängen und Vergessen ankämpft, aber auch, wie sie mit Bachs Goldberg-Variationen Triumphe feiert und die junge Generation in ihrer Heimat begeistert.

       

      Nach 35 Jahren kehrt die Pianistin Zhu Xiao-Mei zum ersten Mal wieder in ihre chinesische Heimat zurück. In ihrer Jugend hatte sie dort alle Auswüchse des Mao-Regimes und der Kulturrevolution am eigenen Leib erfahren. Ihre Tournee durch China mit Bachs Goldberg-Variationen wird zum Triumph, aber durch die Erinnerungen und Begegnungen auch zu einer emotional bewegenden Reise.

      Nach 35 Jahren kehrt die in Shanghai geborene Pianistin Zhu Xiao-Mei zurück. In ihrer Jugend und als Musikstudentin hatte sie alle Auswüchse des Mao-Regimes und der Kulturrevolution vor 50 Jahren am eigenen Leib erfahren: jahrelange Indoktrination, fünf Jahre „Umerziehung”, weitere fünf Jahre Arbeitslager, eine zerschlagene Familie, Entbehrungen und Schikanen.

      Klassische „westliche” Musik und Klavierspiel waren damals verboten. Sie galten als bourgeois. Maos Kulturrevolution machte aber auch vor dem eigenen Volk und seinen Gebräuchen nicht halt. Traditionelle chinesische Kultur und Werte wurden zerstört. Mehrere Hunderttausend Menschen starben in Folge von Denunziation, Verfolgung und Verurteilung - oder nahmen sich selbst das Leben.

      Thema: Johann Sebastian Bach

      Zur Osterzeit schenkt ARTE seinen Zuschauern neue Einblicke in das über tausendteilige Gesamtwerk von Johann Sebastian Bach. Ein besonderes Highlight: die ausgefallene Inszenierung der Matthäus-Passion von Romeo Castellucci, die Georges Delnon als neuer Intendant der Staatsoper Hamburg in Auftrag gab. Außerdem warten einzigartige Solisten mit virtuosen Bach-Interpretationen auf, zum Beispiel der legendäre Cellist Pablo Casals sowie die Violinisten Midori Goto und Nemanja Radulovic.
      Der französische Countertenor Philippe Jaroussky glänzt mit einem subtilen Mix aus Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann, und die Internationale Orgelwoche Nürnberg 2016 eröffnet mit der h-Moll-Messe, an der Bach mehr als 16 Jahre arbeitete.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 03.04.17
      00:05 - 01:05 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.09.2017