• 02.04.2017
      23:00 Uhr
      Divino#Inferno Auguste Rodin und sein Höllentor - Thema: Auguste Rodin - Wegbereiter der Moderne | arte
       

      Zwischen Mythos und Moderne: "Das Höllentor" (1880-1917) ist ohne Zweifel das Lebenswerk des Bildhauers Auguste Rodin. 37 Jahre dauerte die Fertigstellung der monumentalen Bronzeskulptur, die sechs Meter hoch ist und mehr als 200 Figuren enthält. Das revolutionäre Werk, das in seiner endgültigen Fassung erst posthum am Ort seiner Bestimmung aufgestellt werden konnte, kann wie eine Art Tagebuch gelesen werden: Es war für Rodin ein künstlerisches Versuchslabor, in dem die Ursprünge anderer Meisterwerke wie "Der Kuss" und "Der Denker" verankert sind.

      Sonntag, 02.04.17
      23:00 - 00:05 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Stereo HD-TV

      Zwischen Mythos und Moderne: "Das Höllentor" (1880-1917) ist ohne Zweifel das Lebenswerk des Bildhauers Auguste Rodin. 37 Jahre dauerte die Fertigstellung der monumentalen Bronzeskulptur, die sechs Meter hoch ist und mehr als 200 Figuren enthält. Das revolutionäre Werk, das in seiner endgültigen Fassung erst posthum am Ort seiner Bestimmung aufgestellt werden konnte, kann wie eine Art Tagebuch gelesen werden: Es war für Rodin ein künstlerisches Versuchslabor, in dem die Ursprünge anderer Meisterwerke wie "Der Kuss" und "Der Denker" verankert sind.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Bruno Aveillan

      "Das Höllentor" von Auguste Rodin gehört zu den berühmtesten Meisterwerken der modernen Kunst: In der Dokumentation erzählt der Regisseur Bruno Aveillan, der selbst Bildhauer ist, die faszinierende Geschichte der geschichtsträchtigen Skulptur. Zusammen mit der Schriftstellerin Zoé Balthus schildert er minutiös den Entstehungsprozess des mutigen Werks und liefert gleichzeitig ein Porträt seines visionären Schöpfers.
      Rodins heimliche Liebschaft mit der deutlich jüngeren Bildhauerin Camille Claudel, die ihn bei der Erschaffung des Werks unterstützte, ging in die Bildwelt des Höllentors ein. 1880 wurde das Werk für das Musée des Arts décoratifs vom französischen Staat in Auftrag gegeben.

      Rodin legte Wert auf den Ausdruck: Dem Bildhauer-Genie ging es bei der Assemblage an Skulpturen um die Darstellung einer Vielfalt von Posen, von Geste und Bewegung. Fehlende Gliedmaßen erhob er zum Stilmittel, ein radikaler Schritt in der Kunstgeschichte. Seinen Schaffensprozess begleitete er Etappe für Etappe mit einem damals äußerst modernen Mittel, einem Fotoapparat.

      Eine der wichtigsten Vorlagen waren Dantes "Göttliche Komödie", die Rodin immer bei sich trug und die ihn seit seiner Jugend faszinierte, sowie Charles Baudelaires "Die Blumen des Bösen". Mit zeitgenössischen Künstlern wie Mircea Cantor lässt die Dokumentation Rodins "Höllentor", das Bildhauerei, Tanz, Poesie und Literatur auf einzigartige Art und Weise miteinander verband, lebendig werden.

      In eindrucksvollen Bildern folgt der Film den Höhen und Tiefen, die die Entstehung des Werkes begleiteten. Rodin erscheint als Pionier, der die Kunst aus ihrer akademischen Erstarrung befreite und so den Weg für die Moderne ebnete.

      Thema: Auguste Rodin - Wegbereiter der Moderne

      Von seinen Künstlerkollegen hoch gelobt, von der Mehrheit unverstanden: Auguste Rodin. Der Bildhauer läutete Ende des 19. Jahrhunderts das Zeitalter der modernen Plastik und Skulptur ein. Mit seinen Werken brach er mit den glatten, erstarrten Schönheitsidealen. Zwei Dokumentationen in Erstausstrahlung blicken anlässlich seines 100. Todesjahres auf das Genie Rodin. Inspiration fand der Künstler vor allem bei seiner Muse Camille Claudel - ARTE zeigt den gleichnamigen Spielfilm von Bruno Nuytten.

      Als Auguste Rodin am 17. November 1917 im kleinen Ort Meudon bei Paris stirbt, gilt er längst als großer Erneuerer der bildenden Künste in Europa. Bis heute symbolisiert seine Plastik "Der Denker" den modernen Menschen im Aufbruch zum 20. Jahrhundert. Und seine Skulptur "Der Kuss" ist geradezu zu einer Ikone der Verliebten geworden. Beide Werke entstammen einem anderen gigantischen Kunstwerk, an dem Rodin 37 Jahre arbeitete und das erst posthum 1926 seinen ersten Bronzeabguss erfährt: "Das Höllentor" nach Dante Alighieris "Göttlicher Komödie". In ihm sind mehr als 200 Figuren vereint, eine gewaltige Symbiose von Leidenschaft, Pein und Schicksal. Diese drei emotionalen Grundelemente teilt Rodin auch mit seiner Schülerin und Geliebten Camille Claudel mehr als zehn Jahre lang. Sie ist ihm handwerklich ebenbürtig, eine emanzipierte Frau. Ihrer Zeit weit voraus, wie er. Am Ende scheitert sie an ihrem Liebhaber und der Gesellschaft. Isabelle Adjani und Gérard Depardieu verkörpern dieses Liebespaar in unserem Spielfilm, der im Mittelpunkt des Schwerpunkts anlässlich 100. Todesjahres von Rodin auf Arte steht. Zwei Dokumentationen geben zudem detaillierte Einblicke in Rodins Leben und sein Hauptwerk, "Das Höllentor".

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      Sonntag, 02.04.17
      23:00 - 00:05 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 16.08.2017